Aktuelle Zeit: 27.08.2014, 15:55

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Forum gesperrt Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.  [ 1 Beitrag ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Vortrag zu Martin Walser und Antisemtisimus am 4.6. in Wien
BeitragVerfasst: 20.05.2012, 19:36 
Offline

Registriert: 12.05.2009, 15:05
Beiträge: 77
Ein Volk, ein Reich, eine Familie
Die Familie Martin Walser und ihre Versuche, Kritik zu kriminalisieren und den Kritiker mundtot zu machen
Vortrag und Diskussion mit Carl Wiemer

Montag, 4. Juni 2012
20:00 Uhr
Neues Institutsgbäude (NIG), Hörsaal II
Universitätsstraße 7, 1010 Wien

In seiner Dokumentarkomödie ‚Der Literaturverweser’ (Edition Tiamat 2010) hat Carl Wiemer Martin Walser und seine Töchter als prototypische Produkte des deutschen Kulturbetriebs gezeichnet, in dem inzestuöse Borniertheit, künstlerische Inferiorität und ein unbelehrbarer Antisemitismus stets für preiswürdig gehalten werden. Daneben begleitete er zwei Jahre lang die öffentlichen Auftritte Martin Walsers und seiner Tochter Alissa mit Aufklärungsmaterialien, die er bei deren Lesungen unters Publikum brachte. Seitdem wird er von der Familie Walser mit einer Flut von Unterlassungserklärungen, einstweiligen Verfügungen, Zivil- und Strafprozessen eingedeckt, die den Zweck verfolgen, Kritik zu kriminalisieren und den sie übenden Kritiker mundtot zu machen.

In seinem Vortrag schildert Carl Wiemer die gegen ihn gerichteten Versuche der Familie Walser, ihre Lebens- und Geschichtslügen juristisch sanktionieren zu lassen. Diese Lebens- und Geschichtslügen korrespondieren auf frappierende Weise mit jenen der deutschen Nation, was insofern nicht wunder nimmt, als von den Walsers zwei der glorreichsten deutschen Traditionen verkörpert werden, nämlich der Antisemitismus durch das NSDAP-Mitglied Martin Walser und das Denunziantentum durch seine Tochter Alissa und deren Ehemann, den STASI-Spitzel Sascha Anderson.

Außerdem geht es um die Analyse des hiesigen Kulturbetriebs als branchentypischer Gestalt eines Rackets, als deren kleinste Gestalt die Familie firmiert, während seine aggressivste Form die Nation darstellt. Nicht zufällig hat Walser die Nation stets als Großfamilie konzipiert. Das deutsche Kulturracket bringt folgerichtig den Typus des Staatsschriftstellers hervor, der sich nicht nur von staatlichen Zuwendungen nährt, sondern auch keinen Moment zögert, die staatlichen Vollzugsorgane Polizei und Justiz einzuschalten, um gegen seinen letzten Feind, den freien Autor, vorzugehen. Der Staat, der nicht umsonst allseits als Vater imaginiert wird, soll seine Polizeikräfte mobilisieren, um jene Rolle einzunehmen, die Papa Martin für seine talentfreien Töchter zeitlebens gespielt hat.

Nichts widerspricht dem Geist der Literatur mehr als die Walsersche Vorstellung, dass die Literatur ein in Erbfolge zu führender Familienbetrieb sei, in dem die Herkunft alles und die Texte nichts zählen.

Im Anschluss an die Veranstaltung wird das Zeitschriftenprojekt sans phrase vorgestellt werden.

Veranstalter: Redaktion sans phrase
Ko-Veranstalter: Café Critique
Unterstützt von: Fakultätsvertretung HuS

http://www.cafecritique.priv.at/


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Forum gesperrt Dieses Thema ist gesperrt. Du kannst keine Beiträge editieren oder weitere Antworten erstellen.  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de