marlene.a hat geschrieben:
Blödsinn, Journalistin kannst du schon werden, wenn du Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studierst.
Allerdings darfst du dir nicht erwarten, dass das Studium eine JournalistInnen-Ausbildung ist.
Erstens, weil das Studium wissenschaftlich ist und daher nicht sehr praxisorientiert ist (allerdings gibt es jede Menge Praktika in Wien, die du in diese Richtung machen kannst), zweitens, das Fach ist sehr breitgefächert, also nicht auf Journalismus spezialisiert.
So gibt es bei den Praxisfeldern folgende verschiedene Fächer: Printjournalismus, Hörfunkjournalismus, Fernsehjournalismus, Multimediajournalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Marktkommunikation, Markt- und Meinungsforschung, Medien- und Kommunikationsforschung, historische Medien- und Kommunikationsforschung, feministische Medien- und Kommunikationsforschungen.
Wenn du dich wirklich nur auf Journalismus spezialisieren willst, ist die Fachhochschule natürlich wirklich empfehlenswert.
Allerdings musst du da halt mit größerem Aufwand, Zeitdruck, usw. rechnen, ebenfalls gibt's da ein Aufnahmeverfahren.
Ob das Studium interessant ist, ist eher eine subjektive Frage.
Ich persönlich finde schon, hab auf jeden Fall das richtige Studium erwünscht.
Es stimmt zwar, dass es eine hohe Drop Out-Quote gibt, aber auf das schau am besten nicht.
Ich denke, jedeR soll machen, was ihn/sie interessiert und nicht auf Dinge wie Drop Out-Quote, etc. schauen - denn warum etwas studieren und später einen Beruf ausüben, der einen nicht glücklich macht?
bla-aaaaah
natürlich KANN sie Journalistin mit dem Studium werden.
Worauf ich hinaus wollte war, dass wenn sie eine einschlägige JournalistInnen-Lehrstätte sucht, am falschen Weg ist.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man mit anderen Studienrichtungen (Wirtschaft, ...) in vielen Fällen sogar besser dran ist als mit Publizistik, das in der Medienbranche doch als etwas abgedroschen verschrien ist.
Publizisten ist das Schreiben auch nicht neu beigebracht worden - das kann man oder man lernts, aber das Studium macht aus dir sicher keinen guten Schreiber. Insofern ist in der Praxis echt oft gute Fachkenntnis gefragt und nicht ob man das "Bla-bla-Studium" Publizistik absolviert hat.
Auf die Drop-Out Quote würd ich sehr wohl schauen. Anscheinend ist Publizistik verschrien als leichtes Studium und dennoch packens viele nicht. Das sollte zu überlegen geben:
erstens stellen sich viele unter dem Studium etwas ganz falsches vor -- nämlich eine Journalistenausbildung oder ähnliches. Das veranlasst vielleicht doch eine Menge zum Gehen.
zweitens ist der theoretische Zugang nicht jedermanns Sache. Wenn du mit Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsethik und generellem wissenschaftlichem Arbeiten nicht gut kannst, wird dir das Studium sehr auf die Nerven gehen.
drittens unterschätzen viele den Arbeitsaufwand doch. Was hier aber nix zur Sache tut.
Wollt nur generell sagen, dass ein Studium um JournalistIn zu werden gut überlegt sein sollte. Fix ist, dass man als Publizistik Student nicht fix Journalist wird bzw leicht werden kann. Beachte das eben und frag dich nochmal ob du das Studium brauchst um das zu arbeiten was du willst...