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 Betreff des Beitrags: Wahlfachformular - Gleichberechtigung in Absurdistan
BeitragVerfasst: 12.06.2008, 13:18 
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Beiträge: 41
Wer sich das neue Wahlfachformular genauer ansieht, wird weiter unten auf eine interessante Formulierung stoßen

Unterschrift der AntragstellerIn

Man mag zu dieser Schreibweise stehen wie man will, und es ist mir persönlich auch noch relativ wurscht, dass hier die männliche Form "vergessen" wurde. Aber erstens ist dies ein grammatikalisches Ungetüm, das in jeder Volksschule geahndet würde, und würde zweitens nur "Unterschrift des Antragstellers" dortstehen, wär garantiert schon der Teufel los. Ihr könnt mich gern als I-Tüpfelchen-Reiter deklarieren, aber da immer und überall die geschlechtsneutrale Schreibung hochgepriesen wird (gerade auf unserem Institut) und man bei Nichtverwendung gerne stanta pede als Sexist markiert wird, scheint es mir durchaus gerechtfertigt, auf diese Diskriminierung männlicher Studis hinzuweisen.

mfg


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahlfachformular - Gleichberechtigung in Absurdistan
BeitragVerfasst: 16.12.2009, 20:19 
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Registriert: 19.02.2007, 12:53
Beiträge: 185
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weißt du, was gegenderte Schreibweise ist?

das ist zb, wenn man das sog "Binnen-I" verwendet. das Binnen-I ist ein großes I das stellvertretend für "Antragsteller/Antragstellerin" der einfachheit halber verwendet wird.

Ausgesprochen wird es korrekterweise mit einem hörbaren Abstand vor dem Binnen-I, sprich man sagt "Antragsteller- kurze pause-In". Wenn du in zukunft ein wort liest, wo am ende ein großes I steht bei der endung, dann bedeutet das nicht dass sich jemand vertippt hat, sondern dann zeigt es dir, dass dieser begriff sowohl die weibliche als auch die männliche form beinhaltet.

sexistisch wäre es, würde dort nur Antragsteller oder Antragstellerin (kleines i für eindeutig weibliche endung) stehen.

das Binnen- I ist eine der häufigsten gegenderten schreibweisen. alternativ hätte man es zb ganz ausschreiben können, oder man hätte "Antragsteller/in" schreiben können.


der begriff "Antrag stellende Person" mag für manche zwar geschlechtsneutral klingen, klingt aber erstens umständlich und zweitens sehen das manche feministInnen etwas anders, und würden eher für PersonIn plädieren.


Zudem ist mit dieser Schreibweise beiden Geschlechtern recht erwiesen und gegenderte Schreibweise tut niemandem weh, ob man sie jetzt befürwortet oder nicht. Wir leben im 21. JH da sollte sowas eigentlich kein thema sein, ob notwendig oder nicht

_________________
je weniger einer weiß, desto fester glaubt er an das, was er weiß
plato


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahlfachformular - Gleichberechtigung in Absurdistan
BeitragVerfasst: 16.12.2009, 20:53 
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Beiträge: 868
ich glaub dem Threadsteller gehts darum dass steht "der AntragstellerIn" anstatt "des/der Antragstellers/In (oder irgendwie so lol)

weiss das nicht hunterprozentig aber der artikel muss ja auch irgendwie gegendert werden oder? mh.

_________________
Einwohnerin von Geekland. Badgebitch. Gadget-Lover. Mayor of Bizarro World. Schreibfeder. Ich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wahlfachformular - Gleichberechtigung in Absurdistan
BeitragVerfasst: 17.12.2009, 9:12 
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Registriert: 07.10.2004, 12:33
Beiträge: 6750
Wohnort: Wien
bahamamama hat geschrieben:
weißt du, was gegenderte Schreibweise ist?

das ist zb, wenn man das sog "Binnen-I" verwendet. das Binnen-I ist ein großes I das stellvertretend für "Antragsteller/Antragstellerin" der einfachheit halber verwendet wird.

Ausgesprochen wird es korrekterweise mit einem hörbaren Abstand vor dem Binnen-I, sprich man sagt "Antragsteller- kurze pause-In". Wenn du in zukunft ein wort liest, wo am ende ein großes I steht bei der endung, dann bedeutet das nicht dass sich jemand vertippt hat, sondern dann zeigt es dir, dass dieser begriff sowohl die weibliche als auch die männliche form beinhaltet.

sexistisch wäre es, würde dort nur Antragsteller oder Antragstellerin (kleines i für eindeutig weibliche endung) stehen.

das Binnen- I ist eine der häufigsten gegenderten schreibweisen. alternativ hätte man es zb ganz ausschreiben können, oder man hätte "Antragsteller/in" schreiben können.


der begriff "Antrag stellende Person" mag für manche zwar geschlechtsneutral klingen, klingt aber erstens umständlich und zweitens sehen das manche feministInnen etwas anders, und würden eher für PersonIn plädieren.


Zudem ist mit dieser Schreibweise beiden Geschlechtern recht erwiesen und gegenderte Schreibweise tut niemandem weh, ob man sie jetzt befürwortet oder nicht. Wir leben im 21. JH da sollte sowas eigentlich kein thema sein, ob notwendig oder nicht

weißt du was gegendert heißt? wenn man ein binnen I verwendet muss der artikel auch gegendert werden.. genauer lesen.. dann erst klugscheißen wie man ein binnen I zu verwenden hat.. ;)

denn es steht der antragstellerIn dort.. also wird der männliche form dahingehend diskriminiert da sie nicht per artikel angesprochen werden..

omg personIn hilfe hilfe hilfe..... das ist ja echt nimmer normal :shock: :shock: :shock: sagst dann a zu nem weiblcihen Kind.... KindIn oder MenschIn? wie weit soll der scheiß genderwahnsinn noch gehn?

hauptsache man kümmert sich um eine gegenderte sprache.. gleichberechtigung in arbeitswelt usw. das is ja nit so wichtig.. stelln ma feministinnen damit ruhig durch das Binnen I angesprochen zu werden.. ein hoch auf die gleichberechtigung des 21. jh. (wobei bei vollkommener gleichberechtigung müssten a fraun heer/zivildienstpflicht habn)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wahlfachformular - Gleichberechtigung in Absurdistan
BeitragVerfasst: 17.12.2009, 13:07 
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Beiträge: 6315
Wohnort: Wien - OÖ
Melek Taus hat geschrieben:
Wer sich das neue Wahlfachformular genauer ansieht, wird weiter unten auf eine interessante Formulierung stoßen

Unterschrift der AntragstellerIn

Man mag zu dieser Schreibweise stehen wie man will, und es ist mir persönlich auch noch relativ wurscht, dass hier die männliche Form "vergessen" wurde. Aber erstens ist dies ein grammatikalisches Ungetüm, das in jeder Volksschule geahndet würde, und würde zweitens nur "Unterschrift des Antragstellers" dortstehen, wär garantiert schon der Teufel los. Ihr könnt mich gern als I-Tüpfelchen-Reiter deklarieren, aber da immer und überall die geschlechtsneutrale Schreibung hochgepriesen wird (gerade auf unserem Institut) und man bei Nichtverwendung gerne stanta pede als Sexist markiert wird, scheint es mir durchaus gerechtfertigt, auf diese Diskriminierung männlicher Studis hinzuweisen.

mfg

Also mir ist sowas ja normalerweise ziemlich wurscht. Aber wenn sich jemand so darüber aufregt, dass einmal die männliche Form scheinbar vergessen wurde, fühl ich mich schon fast gezwungen zu sagen, dass es jahrhundertelang immer nur die männliche Form gab und die weibliche nicht nur vergessen wurde...


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