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 Betreff des Beitrags: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 25.02.2010, 20:46 
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Hallo Leute,

ich hoffe mal dieses Unterforum ist das richtige für mich.

Ich habe vor im Herbst an der Uni Wien Publizistik zu studieren. Publizistik alleine ist mir aber aus mehreren Gründen zu unsicher bzw. zu wenig, deswegen möchte ich noch ein zweites Studium, parallel dazu beginnen.

Ich schwanke noch zwischen Politikwissenschaften oder Jus. Ich interessiere mich für beides ... Was ist die empfehlenswertere Kombination? Würde mich über ein paar Meinung wirklich freuen.

All the best,

heavyhorse.


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 25.02.2010, 21:53 
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Registriert: 27.02.2009, 9:14
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darauf wird dir wohl keiner eine gute antwort geben können. es kommt eben darauf an, welche interessen du hast.
vielleicht ist es eine naive einstellung, aber ich bin der meinung, dass ein studium nur dann "sicher" ist, wenn du dich wirklich dafür interessierst, es deinem können entspricht und du mit engagement dabei bist.
schnuppere doch mal rein, setz dich in die vorlesungen (dazu brauchst du dich nicht anmelden) und entscheide dann im zweiten semester, ob und für welches du dich noch anmelden möchtest.


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 25.02.2010, 21:53 
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Also warum nicht alle drei? Also PKW und PoWi lassen sich super kombinieren. Du kannst dir viel gegenseitig anrechnen lassen und auch die Themenbereiche überschneiden sich. Jus lässt sich ebenfalls super dazu kombinieren, da du dort zumindest in den ersten beiden Abschnitten praktisch nie anwesend sein musst und einfach alles zuhause lernst und dann nur zu den Prüfungen hingehst (mit Ausnahme der Pflichtübungen natürlich, aber solche gibt es nicht so viele). Also ich glaube, dass auch alle drei Studien machbar sind (allerdings nicht alle drei in Mindestzeit - aber wenn du auf Beihilfen angewiesen bist, reicht es ja, wenn du in deinem Hauptfach in Mindestzeit bist).

Du kannst dir ja auch alle drei mal "anschauen" und dann einfach das weitermachen, das dir mehr zusagt bzw. das sich besser mit PKW vereinbaren lässt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 17.03.2010, 7:58 
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Registriert: 25.02.2010, 20:40
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@ Kaa: Das ganze klingt interessant, habe nur die Befürchtung dass es zu viel wird.

Denkst du es ist vom Umfang her zu schaffen (meine generell, will jetzt auch nicht 24/7 nur pauken) ? Wie lernintensiv sind die jeweiligen Fächer?

Wäre aber allemal eine gute Kombination, um für den Arbeitsmarkt gerüstet zu sein. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 20.03.2010, 14:26 
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also ich mach powi und pkw, die beiden sind super miteinander zum kombinieren. du kannst dir allerhand anrechnen lassen, plus die freien wahlfächer. das geht gut und inhaltlich überschneiden sie sich ab und an.

was jus angeht würd ich aufpassen. wenn du vorhast, ca 6-8 jahre zu studieren, dann solltest alle drei machen. so lange wirst du ungefähr brauchen, wenn du nebenbei höchstens einen geringfügigen job hast.

jus ist definitiv ein richtiges studium, in dem du täglich stunden mit lernen verbringen wirst. nicht so n hippie-ding wie bei uns mit einem 150-seiten skriptum als prüfungsstoff.

hoffe, dass dir das hilft!


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 20.03.2010, 15:04 
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ding hat geschrieben:
jus ist definitiv ein richtiges studium, in dem du täglich stunden mit lernen verbringen wirst. nicht so n hippie-ding wie bei uns mit einem 150-seiten skriptum als prüfungsstoff.

Das kommt immer auf die Begabung an und wie schnell man auswendiglernen kann. Außerdem würde ich Auswendiglernen nicht mit der Art Lernen in unserem Studium gleichsetzen. Wirklich nicht.

Übrigens kenne ich auch Jus-Studenten, die ihr Studium in Mindestzeit, mit Nebenfach + Nebenjob + großartigen Noten abgeschlossen haben, ohne auch nur irgendeine Annehmlichkeit des Studentenlebens oder ein Lokal auszulassen. Wer schnell und gut auswendiglernen kann, für den ist Jus ein Klacks. Vor allem deshalb, weil du wirklich kaum anwesend sein musst, sondern einfach zuhause lernst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 20.03.2010, 17:56 
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von annehmlichkeiten redet ja niemand, du kannst trotzdem noch bechern und feiern gehn.

aber dass du nie anwesend sein musst, ist schwer falsch. zumindest in den übungen solltest/musst du da sein, sonst schauts notenmäßig düster aus.

und auswendig lernen bei jus? das sind keine paragraphen-drescher. die haben mehr theorie und historisches zu lernen als powi und pkw zusammen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 20.03.2010, 21:50 
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Ich studiere PuKW und Jus. Ich kann die Aussagen von ding nur bestätigen. Ich glaube Kaa, Du kennst noch den alten Studienplan von Jus. Beim neuen sind viel, viel mehr Pflichtfächer und damit verbunden Anwesenheit vorausgesetzt. Einzig gleich geblieben ist, dass es relativ wenige Prüfungen gibt, aber die sind dafür extrem umfangreich. (Und die Pflichtübungen etc. sind Voraussetzung um Antreten zu dürfen)

Ich kann auch nicht dieses ewige Gerücht bestätigen, dass man in Jus nur auswendig lernen muss. Immerhin müssen oft Fälle gelöst werden, also Wissen angewendet werden. Richtig ist allerdings, dass man den Stoff viel genauer können muss, als z.B. in PuKW. Beide Studien differieren vor allem dahingehend, dass Jus ein Lernstudium ist, PuKW ein Literaturstudium. Während man in Jus so gut wie gar keine wissenschaftlichen Aufsätze schreibt, macht man das in PuKW dauernd.

Ich mache auch in PoWi freie Wahlfächer und kann daher auch dieses Studium ein wenig einschätzen: Da es auch eine Sozialwissenschaft ist, gibt es sehr viele Überschneidungen und die angewendeten Methoden sind die gleichen. Das ist halt bei der Geisteswissenschaft Rechtswissenschaft nicht der Fall. PoWi ist auch ein Literaturstudium und da sicher auch gut kombinierbar. Und man muss einfach eingestehen: PoWi und PuKW ist einfacher als Jus + PuKW. Das merkt man schon daran, dass ich nur einen Jus-Studierenden kenne, der ein Zweitstudium betreibt - in PuKW (oder auch PoWi) studiert fast jeder noch irgendetwas.

Aber wie auch carac geschrieben hat: Es sollte einem das Studium schon Freude machen. Denn - das ist auch ein interessantes Detail am Rande - in Jus habe ich ein paar Leute kennengelernt, denen das Studium nicht so wirklich einen Spaß macht, die aber Karriere machen wollen. (Wobei ich davon überzeugt bin, dass dieses Studium auch nicht mehr der automatische Karrierebringer ist, wie früher vlt. mal) Im PuKW-Studium habe ich noch keinen einzigen getroffen, der das Studium wegen "Karriere" macht. Dafür gibt es in PuKW wieder ein paar Leute die eigentlich keine Ahnung haben was sie studieren wollen oder was sie später im Leben arbeiten wollen. Ganz nach dem Motto: "Aber irgendwas mit Medien wäre schon cool."
Weil Du "heavyhorse" auch nach Karrierechancen gefragt hast: Ich denke trotzdem, dass Jus "sicherer" ist. Die Einstiegsgehälter von Juristen sind durchschnittlich höher. Zur prekären Situation in der Medienbranche schau Dir mal diesen Thread an: viewtopic.php?f=40&t=34211&hilit=Gehalt Klingt nicht sehr positiv… :(
Auch muss man bedenken, dass Du als Jurist zwar sehr wohl Journalist, PR-Berater, Marketing-Mensch usw. werden kannst (und ich kenne auch Juristen, die in dieser Branche arbeiten), aber umgekehrt Du mit einem Publizistikstudium niemals juristische Berufe ergreifen kannst. Rechtsanwalt, Richter & Co. sind ja bekanntlich geschützte Berufe, aber auch in jedem anderen Beruf der mit Recht zu tun hat, wird man einen Juristen einstellen - oder vlt. einen "Wirtschaftsrechtler" der WU - aber sicher keinen PuKW-Absolventen. Auch ist es so, dass man in PuKW von vielen Sachen ein bissl etwas hört und lernt - von Psychologie, Soziologie bis hin zu Ökonomie - aber nicht wirklich ausgebildet wird. Gerade deswegen gefällt mir aber z.B. das PuKW-Studium so sehr! In Jus hingegen lernst Du sozusagen ein "Handwerkszeug", welches Du abschließend wirklich beherrschst und welches auch am Arbeitsmarkt in gewissen Umfang nachgefragt wird.

Zusammenfassend gesagt: Ich glaube, Jus + Zweitstudium unter einen Hut zu bringen ist schon verdammt schwer. (kommt aber natürlich auch darauf an wie leicht Du lernst) Leichter ist auf jeden Fall z.B. PoWi + PuKW, dafür sind da - das ist meine persönliche Meinung – die Karriereaussichten auch nicht so groß wie in ersterem Fall. Überhaupt hat sich das Kombinieren von Studien sehr erschwert in den letzten Jahren, da die Curricula immer restriktiver werden. Der eine Jus-Student, der zwei Studien macht (nämlich Jus + PoWi), fällt bei beiden noch in alten Studienplan.
Auch in PuKW hat man nun Module, die man bestehen muss um weitere Lehrveranstaltungen besuchen zu können und weniger freie Wahlfächer dafür mehr Stoff in PuKW als im alten Studienplan. Ebenso das Gleiche in Jus: Viel mehr Anwesenheitspflicht als früher! Leider ist das so…
Wäre es nicht so könnte ich Dir Folgendes uneingeschränkt empfehlen: Zuerst Jus studieren (wenn Dir das Studium wirklich gefällt und nicht nur „Karriere“), schauen wie du mit der Stoffmenge zurechtkommst und wenn nicht ausgelastet, dann mehr in PuKW besuchen. Denn selbst wenn Du dann doch lieber PuKW+PoWi machen willst, kannst Du Dir bereits absolvierte Prüfungen aus JUS als freie Wahlfächer anrechnen lassen. (die Du sowieso machen musst und eh nicht nur aus einem Studium sein dürfen) Leider wäre es aber jetzt auch sehr ratsam Modul A in PuKW gleich zu machen, um im nächsten Semester weitere Lehrveranstaltungen besuchen zu können.


Daher rate ich Dir abschließend: Lerne im ersten Semester für Modul A in PuKW und in Jus für die „Einführung in die Rechtswissenschaft“. (also Übungen dazu besuchen, das bringt ECTS, die Prüfung alleine bringt nochmal 15 ECTS) Zwar wird in JUS empfohlen auch gleich Rechtsgeschichte zu lernen, aber das wird wahrscheinlich zu viel. (aber in Jus studiert eh fast keiner in Mindeststudienzeit)


Ich hab jetzt echt einen langen Aufsatz geschrieben, aber ich weiß wie schwierig diese Entscheidung sein kann – hab ja selbst damit zu kämpfen. Ich hoffe, es hilft Dir weiter und bitte meinen Ratschlag unverbindlich sehen, denn ob meine Idee das Richtige für Dich ist, kann ich nicht wissen. ;) (und Grammatik und Rechtschreibfehler bitte diesmal auch ignorieren ;-))

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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 21.03.2010, 9:35 
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FabianG hat geschrieben:
Ich glaube Kaa, Du kennst noch den alten Studienplan von Jus.

Schuldig. ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 21.03.2010, 12:07 
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@ FabianG: Vielen, vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Das Ganze ist für mich jetzt schon um einiges übersichtlicher :!: :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 22.03.2010, 15:12 
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Finde es übrigens gut, dass du kombinieren möchtest. Von meinen Erfahrungen her würde ich PKW keinesfalls mehr als Einzelstudium studieren, einfach, da das in der Arbeitswelt niemanden interessiert.

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Gruss,

Michael
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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 24.03.2010, 20:00 
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arisingrealm hat geschrieben:
Finde es übrigens gut, dass du kombinieren möchtest. Von meinen Erfahrungen her würde ich PKW keinesfalls mehr als Einzelstudium studieren, einfach, da das in der Arbeitswelt niemanden interessiert.


Stimme dem zu. Einige Studienkollegen haben mir schon öfters berichtet, dass sie schief angeschaut wurden, wenn sie "nur Publizistik" auf eine Antwort hinsichtlich ihres Studiums/Ausbildung/akademischer Grad beantworteten.

_________________
YEAH Baby!


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 24.03.2010, 21:50 
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dann muss noch schiefer zurück schauen! aus trotz!


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 25.03.2010, 9:01 
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gloomy hat geschrieben:
arisingrealm hat geschrieben:
Finde es übrigens gut, dass du kombinieren möchtest. Von meinen Erfahrungen her würde ich PKW keinesfalls mehr als Einzelstudium studieren, einfach, da das in der Arbeitswelt niemanden interessiert.


Stimme dem zu. Einige Studienkollegen haben mir schon öfters berichtet, dass sie schief angeschaut wurden, wenn sie "nur Publizistik" auf eine Antwort hinsichtlich ihres Studiums/Ausbildung/akademischer Grad beantworteten.

Wurde ich auch schon.
Bis sich herausgestellt hat, dass die Person selbst Publizistik studiert und abgebrochen hat, weil man dort ja "nicht lernt wie man schreibt" usw... :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Publizistik und ...?
BeitragVerfasst: 25.03.2010, 17:10 
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Kaa hat geschrieben:
Bis sich herausgestellt hat, dass die Person selbst Publizistik studiert und abgebrochen hat, weil man dort ja "nicht lernt wie man schreibt" usw... :roll:


Jaja-kenn ich auch, alles schon erlebt :wink:
Aber das sind meistens die besonders exotischen Exoten, die mit 30 halb so wenig investiert haben und viertel von dem erreicht haben wie andere... Aber hauptsache immer das Maul aufreißen, nüm? Aarrrgh, ich bräuchte eine Maschine gegen Dummheit und Ignoranz, dann sähe die Welt gleich viel besser aus! :twisted:

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