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 Betreff des Beitrags: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 01.03.2009, 16:18 
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Die Seitenangaben beziehen sich auf das KORRE-Skriptum.

 Mit welchen Stimmenmehrheiten können in Österreich Verfassungsgesetze beschlossen werden?
Nötig ist eine 2/3-Mehrheit, wobei mind. die Hälfte der Abgeordneten anwesend sein muss. (S. 4)

 Kann der Bundesrat einen Gesetzesbeschluss verhindern?
Nein. Der Bundesrat kann zwar begründeten Einspruch erheben, daraufhin hat der Nationalrat aber die Möglichkeit, einen Beharrungsbeschluss zu fällen und das Gesetz kann in Kraft treten. (S. 5)

 Was ist ein Beharrungsbeschluss des Nationalrats?
Der Nationalrat beschließt trotz Einspruchs des Bundesrates ein Gesetz in unveränderter Form, dazu ist eine einfache Stimmenmehrheit ausreichend (Hälfte anwesend). (S. 5)

 Was ist ein Initiativantrag? Unter welchen Voraussetzungen ist er zulässig?
Ein Gesetzesvorschlag von einem Mitglied des Nationalrats. Dieser benötigt die Unterstützung von 4 weiteren Abgeordneten, um behandelt werden zu müssen. (S. 5)

 Was sind die Voraussetzungen für ein Volksbegehren?
Unterschrift von 100.000 Wahlberechtigten oder von je 1/6 der Wahlberechtigten dreier Bundesländer (S. 5)

 Was ist ein Gesetz im formellen Sinn?
Eine Rechtsvorschrift, die von einem Gesetzgebungsorgan als Gesetz beschlossen und als solches kundgemacht wurde. (S. 6)

 Stufenbau der Rechtsordnung
hierarchisches System: Verfassungsgesetze sind einfachen Gesetzen rechtlich übergeordnet, diese wiederum sind Verordnungen, Bescheiden, Urteilen usw. übergeordnet. (S. 9)

 Unterschied zwischen Gerichtsbarkeit und Verwaltung?
Die Gerichtsbarkeit wird durch unabhängige Richter ausgeübt und ist Bundessache, die Verwaltung wird durch weisungsgebundene Organe ausgeübt und ist auf Bund und Länder aufgeteilt. (S. 10)

 Was ist das Legalitätsprinzip?
Jeder Vollzugsakt muss seine Grundlage in einem Gesetz haben. (S. 10)

 Aus wie vielen Mitgliedern bestehen Schöffen- und Geschworenengerichte und welche Qualifikationen müssen die Richter haben?
Schöffengericht: 2 Berufsrichter, 2 Schöffen
Geschworenengericht: 3 Berufsrichter, 8 Geschworene
Die Berufsrichter müssen dem Richterstand angehören; Schöffen und Geschworene sind normale Bürger und benötigen keine besonderen Qualifikationen außer Volljährigkeit und österreichische Staatsbürgerschaft (S. 13)

 Wie viele Oberlandesgerichte gibt es und wo haben sie ihren Sitz?
4 OLG: Wien, Linz, Graz, Innsbruck (S. 14)

 mittelbare Bundesverwaltung
Die Vollziehung des Bundes durch den Landeshauptmann und die ihm unterstellten Landesbehörden. (S. 17)

 Wie viele Mitglieder hat der VfGh und auf wessen Vorschlag werden sie ernannt?
14 Mitglieder, die vom Bundespräsidenten ernannt werden (S. 19)

 Was ist eine Säumnisbeschwerde?
Eine Beschwerde an den VwGH wegen Verletzung der Entscheidungspflicht einer Verwaltungsbehörde (nach Erschöpfung des Instanzenzugs) (S. 31)

 Haben Beschwerden beim VwGh, VfGh aufschiebende Wirkung?
Grundsätzlich nicht, es kann ihr aber auf Antrag des Beschwerdeführers aufschiebende Wirkung zuerkannt werden. (S. 29, 32)

 Unter welchen Voraussetzungen hat der VfGh/VwGh einem Antrag/einer Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen/zu bewilligen?
Wenn dem keine zwingenden öffentlichen Interessen entgegenstehen und nach Abwägung aller berührten Interessen mit dem Vollzug usw. für den Beschwerdeführer ein unverhältnismäßiger Nachteil verbunden wäre. (S. 29, 32)

 Wie und mit welchen Fristen kann man den EGMR anrufen?
Bei behaupteter Verletzung eines Konventionsrechts durch einen Mitgliedsstaat, jedoch erst nach Erschöpfung des innerstaatlichen Instanzenzuges und innerhalb von 6 Monaten nach der endgültigen innerstaatlichen Entscheidung. (S. 33)

 Von wem bzw. wie kann der EGMR angerufen werden und wo hat er seinen Sitz?
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat seinen Sitz in Straßburg. Er kann von jedem angerufen werden, der behauptet, in einem Konventionsrecht von einem Mitgliedsstaat verletzt worden zu sein. Voraussetzung ist die Erschöpfung des innerstaatlichen Instanzenzugs. (S. 33)

 Welches Gesetz garantierte in Österreich erstmals Pressefreiheit?
Staatsgrundgesetz 1867 (S. 35)

 Was versteht man unter Vorzensur?
Die Pflicht, Medienprodukte vor ihrer Erscheinung einer staatlichen Stelle zur Bewilligung vorzulegen. (S. 42)

 Nach welchem Schema prüft der EGMR, ob ein Staatsakt ein Grundrecht verletzt?
Schutzbereich des Grundrechts? Eingriff? gesetzliche Grundlage? öffentliches Interesse? geeignet? verhältnismäßig? (S. 42)

 Warum ist in Österreich zur Erlassung rundfunkrechtlicher Regelungen der Bundesgesetzgeber – und nicht wie in Deutschland der Landesgesetzgeber – zuständig?
Die Grundlage für solche Regelungen bildet das B-VG Rundfunk, welches ein Bundesverfassungsgesetz ist. In Österreich liegen im Bereich der Massenmedien die meisten Regelungskompetenzen beim Bund, in Deutschland hat jedes Bundesland dafür ein eigenes Gesetz. (S. 2, 47)

 Was versteht man unter „Video on demand“ und ist diese Kommunikationsform Rundfunk?
Die Selbstbestimmung des Filmkonsums über eine „Set-Top-Box“ – ist nicht Rundfunk.
„Near Video on demand“ ist allerdings schon Rundfunk (der Zuseher kann jederzeit über einen Decoder in das Programm einsteigen, hat aber keinen Einfluss darauf, was wann ausgestrahlt wird.) (S. 47)

 Was ist passiver Kabelrundfunk?
Die zeitgleiche und unveränderte Weiterverbreitung von Rundfunkprogrammen in Kabelnetze ohne eigene schöpferische Merkmale (ist kein Rundfunk sondern bloße Weiterverbreitung). (S. 48)

 Was beinhaltet der öffentliche Auftrag des ORF?
Versorgungsauftrag: 3 österreichweit und 9 bundeslandweit empfangbare HF-Programme, 2 österreichweit empfangbare TV-Programme, Onlinedienste und Teletext; Programmauftrag: Information über Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport; Unterhaltung; Förderung der Demokratie, der europäischen Integration, der Kunst, Kultur und Wissenschaft; Berücksichtigung aller Altersgruppen etc.
besondere Aufträge: Angebote für behinderte Menschen und Minderheiten (S. 51)

 Was versteht man unter subliminaler Werbung und ist diese dem ORF gestattet?
Werbeeinblendungen, die aufgrund ihrer Kürze vom Zuseher nicht bewusst wahrgenommen werden können; diese sind dem ORF verboten. (S. 54)

 Dem ORF ist jede Form der Werbung für Spirituosen und Tabakwaren untersagt (§13 Abs 4 ORF-G). Warum verstößt diese Bestimmung nicht gegen Art 10 EMRK?
Art 10 EMRK Abs 2 sieht vor, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung eingeschränkt werden kann, wenn dies u.a. im Interesse des Schutzes der Gesundheit geschieht. Dies ist beim Werbeverbot für Spirituosen und Tabakwaren der Fall. (S. 54)

 Was ist Cross Promotion?
Wenn ein Medienunternehmen, das unterschiedliche Mediengattungen betreibt, für seine Medienprodukte im jeweils anderen Medium Werbung macht, z.B. wenn der ORF in einem Fernsehprogramm für ein Hörfunkprogramm wirbt und umgekehrt (dies ist im jedoch gesetzlich verboten). (S. 54)

 KommAustria
Zulassungsverfahren, Verwaltung der Rundfunkfrequenzen, Entscheidung von Streitigkeiten bei site sharing, Rechtsaufsichts- und Verwaltungsbehörde f. privaten RF, Werbebeobachtung, Presse- und Publizistikförderung (S. 65)

 Welche Aufgabe hat der BKS?
(Kollegialbehörde mit richterlichem Einschlag, 3 Richter, 2 juristische Experten)
Berufungsbehörde gegenüber der KommAustria, Rechtsaufsichts- und Verwaltungsbehörde gegenüber dem ORF, erste und letzte Instanz in Verfahren nach dem FERG (S. 66)

 mind. 3 Ordnungsvorschriften aufzählen
Impressumpflicht
Offenlegung
Kennzeichnungspflicht von Anzeigen (S. 70 ff.)

 Sind Flugblätter Medien?
Ja, sofern sie an einen größeren Personenkreis verteilt werden (nach der Judikatur ab 50 Kopien). (S. 68)

 Was ist das rechtspolitische Ziel der in §26 MedienG normierten Kennzeichnungspflicht von Anzeigen?
Es soll verhindert werden, dass die Rezipienten eine bezahlte Einschaltung für einen redaktionellen Beitrag halten. Begründung: redaktionellen Beiträgen wird vom Publikum ein größeres Vertrauen entgegengebracht und Anzeigen dienen den Interessen derer, die dafür zahlen (Abhängigkeit der Medien von Anzeigenerlösen) (S. 72)

 Ist die Kennzeichnung einer bezahlten Einschaltung mit „Promotion“ ausreichend im Sinne des §26 MedienG?
Nein, da daraus die Entgeltlichkeit nicht eindeutig hervorgeht. Zulässig wäre „Anzeige“, „Werbung“, „Inserat“ und ähnliches. (S. 73)

 Fallen Werbeslogans unter das Urheberrecht?
Ja, sofern sie eigentümliche geistige Schöpfungen sind. Die Judikatur hat aber im Einzelfall auch schon oft den Sprachwerkscharakter eines Werbeslogans verneint. (S. 82)

 Können juristische Personen Urheber sein?
Nein, Urheber eines Werkes ist, wer es geschaffen hat. Juristische Personen sind nicht in der Lage, geistige Schöpfungen zu schaffen. (S. 84)

 Ab wann entsteht und wie lange gilt Urheberrecht?
Urheberrecht entsteht mit dem Realakt der geistigen Schöpfung und endet grundsätzlich 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. des letztlebenden Miturhebers. (S. 84, 87)

 Kleinzitat
Die freie Werknutzung einzelner Stellen eines veröffentlichten Sprachwerkes (S. 88)

 Ist ein Augenbalken ausreichend, um eine Person unkenntlich zu machen und ihre Rechte nicht zu verletzen?
Das kommt darauf an. Wichtig ist, dass die Person auf dem Bild nicht erkennbar ist. Ein Augenbalken würde z.B. nicht ausreichen, wenn die Person aufgrund einer markanten Frisur, Tätowierung, Hinweisen in der Bildunterschrift etc. trotzdem erkennbar ist. (S. 93)

 3 Fälle von Verletzung des Abgebildeten durch Bildveröffentlichung
- Verletzung der Intimsphäre (z.B. Aktfotos)
- Verwendung für Werbezwecke ohne Einwilligung
- entstellende bzw. bloßstellende Bilder (z.B. in einer peinlichen Situation)
- Verstoß gegen die Unschuldsvermutung (S. 95 - 98)

 Kann eine unwiderruflich und uneingeschränkt erteilte Zustimmung zur Veröffentlichung von Nacktfotos widerrufen werden?
Ja, weil im höchstpersönlichen Lebensbereich geänderte Interessen des Abgebildeten uneingeschränkt zu respektieren sind. (S. 99)

 Warum ist Bildverwendung (auch von Promis) ohne Zustimmung unzulässig?
Die Bildveröffentlichung ist grundsätzlich nur dann unzulässig, wenn berechtigte Interessen des Abgebildeten verletzt werden. Dies ist bei Prominenten (unter Berücksichtigung ihres Bekanntheitsgrades) meist dann der Fall, wenn durch die Veröffentlichung in ihre Privat- und Intimsphäre eingegriffen wird. (S. 102)


 Kann man gegen den Vorwurf „Alle Beamten sind faul.“ vorgehen?
Nein, in diesem Fall ist der angegriffene Personenkreis zu groß und unüberschaubar, um die Beleidigung auf jeden einzelnen Beamten beziehen zu können. Es handelt sich daher um ein strafloses Durchschnittsurteil. (S. 105)

 Verstößt der wahrheitswidrige Vorwurf, eine unverheiratete Frau habe einen Freund oder ein Verhältnis, gegen §111 StGB? (Begründung)
Nein, da nach der heutigen allgemeinen Auffassung ein solches Verhalten nicht ehrenrührig ist. Der Vorwurf des Ehebruchs hingegen wäre strafbar. (S. 107)

 Was ist Verspottung gemäß §115 StGB?
Wenn jemand lächerlich gemacht oder als minderwertig verhöhnt wird. (S. 108)

 Warum ist im Fall der Verspottung (§115 StGB 2. Fall) der Beweis der Wahrung der journalistischen Sorgfaltspflicht nicht zulässig? (Begründung)
Das Wesen der Verspottung besteht darin, dass ein anderer lächerlich gemacht und als minderwertig verhöhnt wird. Dies kann nur absichtlich passieren, indem sich der Journalist aktiv Gedanken über seine Äußerung macht und ist nicht das Ergebnis einer Recherche (egal ob sorgfältig oder nicht). (S. 108)

 Was ist der objektive Tatbestand der Verleumdung gemäß §6 Abs 1 MedienG?
Wenn jemand einen anderen der Gefahr einer behördlichen Verfolgung aussetzt, indem er ihn einer Handlung mit Strafdrohung verdächtigt. (S. 110)

 Unter welchen Voraussetzungen ist die Wiedergabe einer ehrenrührigen Äußerung eines Dritten in einem Medium nicht strafbar?
Wahrheitsgetreue Wiedergabe, (keine Identifikation mit dem Angriff), überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit an der Kenntnis der Äußerung (S. 112)

 Welche Bereiche sind mit dem höchstpersönlichen Lebensbereich geschützt?
Familie, Gesundheitsphäre, Sexualleben, Intimsphäre (S. 118)

 Was versteht man unter dem „unmittelbaren Zusammenhang mit dem öffentlichen Leben“ im Sinne des §7 Abs 2 Z2 MedienG?
Der unmittelbare Zusammenhang mit einer öffentlichen Funktion im Bereich des öffentlichen Handelns in gemeinschaftswichtigen Angelegenheiten. (S. 121)

 Verletzt die Veröffentlichung eines Bildes des mutmaßlichen Täters, der den Bürgermeister von Spitz vergiftet haben soll, die §§7a und 7b MedienG?
Grundsätzlich ist die identifizierende Berichterstattung über einen Tatverdächtigen unzulässig, wenn dadurch schutzwürdige Interessen verletz werden. Es gibt jedoch Ausnahmen, so ist die Veröffentlichung z.B. zulässig, wenn sie von den Behörden veranlasst wurde oder wenn der Betroffene damit einverstanden ist etc. (S. 123 ff.)

 Ist eine identifizierende Berichterstattung über einen 17jährigen Sexualstraftäter zulässig?
Nein, bei Jugendlichen werden durch die Veröffentlichung in jedem Fall schutzwürdige Interessen verletzt.(S. 125)
 Darf ein Angeklagter, der vor Gericht ein Geständnis abgelegt hat, in den Medien als Täter bezeichnet werden?
Ja, wenn das Geständnis öffentlich erfolgt ist, d.h. in einer öffentlichen Verhandlung. (S. 129 f.)

 Muss bei Berichterstattung über einen Freispruch der Hinweis „nicht rechtskräftig“ vorkommen?
Nein, da der Tatverdächtige dadurch nicht als Täter hingestellt wird. Aber selbst, wenn dies der Fall ist, wäre der Hinweis „nicht rechtskräftig“ nicht ausreichend. Es kommt auf den Gesamteindruck des Artikels an. (S. 129)

 Der Beschuldigte wird in 1. Instanz freigesprochen, der Staatsanwalt meldet Berufung an. Verstößt ein Prozessbericht gegen §7b MedienG, wenn nicht darauf hingewiesen wird, dass das Urteil nicht rechtskräftig ist? (Begründung)
Es kommt auf den Inhalt des Berichtes an. Der Schutz der Unschuldsvermutung wird dann verletzt, wenn der Verdächtige als Täter bezeichnet oder als schuldig hingestellt wird. Ist dies der Fall, so ist auch der Hinweis „nicht rechtskräftig“ z.B. am Ende des Artikels nicht ausreichend. (S. 129)

 Warum verstößt §7b MedienG nicht gegen Art 10 EMRK?
§7b steht einer wahrheitsgetreuen Berichterstattung über Straftaten nicht entgegen, er soll den Verdächtigen nur vor einer Vorverurteilung durch die Medien schützen und ihm ein unbeeinflusstes faires Verfahren ermöglichen. (S. 128)

 Haben Hinterbliebene Anspruch gemäß §7 MedienG (wer, worauf)?
§7 MedienG schützt vor Verletzungen des höchstpersönlichen Lebensbereichs und regelt nur den Entschädigungsanspruch des Betroffenen. (S. 153) Der Persönlichkeitsschutz nach §78 UrhG sieht auch einen Entschädigungsanspruch für Hinterbliebene vor. (S. 98)

 Bei Bestimmung der Höhe des Entschädigungsbetrages ist u.a. auf die Wahrung der wirtschaftlichen Existenz des Medieninhabers Bedacht zu nehmen (§6 Abs 1 MedienG). Warum ist dieses Kriterium mit schadenersatzrechtlichen Grundsätzen nur schwer in Einklang zu bringen?

 Was versteht man unter „Domain Grabbing“?
Wenn eine Domain ohne nachvollziehbares Eigeninteresse nur in der Absicht registriert wird, sie einem Dritten gewinnbringend zu verkaufen oder einen Konkurrenten zu behindern. Bsp. Registrierung der Domain format.at durch einen Konkurrenten der Zeitschrift Format. (S. 141 f.)

 Was ist „Keyword advertising“?
Betreiber von Online-Suchmaschinen bieten Werbeflächen auf ihren Seiten an, die Unternehmen bezahlen dafür, dass bei Eingabe bestimmter Suchbegriffe ihr Werbung am Bildschirm erscheint. (S. 143)


Zuletzt geändert von nati am 02.03.2009, 11:20, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 01.03.2009, 23:06 
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Dankeee! =)

Ich hab auch begonnen und hatte eig. das gleiche vor aber du warst schneller ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 02.03.2009, 9:38 
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ad:  Was ist der objektive Tatbestand der Verleumdung gemäß §6 Abs 1 MedienG?
Wenn jemand einen anderen der Gefahr einer behördlichen Verfolgung aussetzt, indem er ihn einer Handlung mit Strafdrohung verdächtigt, wissentlich, dass die Verdächtigung falsch ist. (S. 110)

Auf S. 110 steht doch, dass "das Wissen um die Unrichtigkeit der subjektive Tatbestand und daher keine Voraussetzung für den Entschädigungsanspruch ist", daher ist der objektive Tatbestand doch nur das Aussetzen der Gefahr einer behördichen Verfolgung, oder???

lg

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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 02.03.2009, 10:28 
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ok leute scheinbar bin ich schon komplett durch den wind: in meinem skript ( blau, jahr 2008) stehen auf den seitenangaben komplett andere dinge!?!?!?!?! Also am anfang passt es ja noch aber dann....zb. die frage mit dem ehebruch steht bei mir gar nicht im skript und schon gar nicht auf seite 107?!

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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 02.03.2009, 10:46 
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bei mir steht das schon auf S.107 und ich hab auch das Skript von 2008......

lg

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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 02.03.2009, 11:08 
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tjaschl hat geschrieben:
Auf S. 110 steht doch, dass "das Wissen um die Unrichtigkeit der subjektive Tatbestand und daher keine Voraussetzung für den Entschädigungsanspruch ist", daher ist der objektive Tatbestand doch nur das Aussetzen der Gefahr einer behördichen Verfolgung, oder???


Du hast natürlich vollkommen recht! Den Satz hab ich irgendwie übersehen.

P.S. habs schon geändert


Zuletzt geändert von nati am 02.03.2009, 11:21, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 02.03.2009, 11:18 
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shirley hat geschrieben:
ok leute scheinbar bin ich schon komplett durch den wind: in meinem skript ( blau, jahr 2008) stehen auf den seitenangaben komplett andere dinge!?!?!?!?! Also am anfang passt es ja noch aber dann....zb. die frage mit dem ehebruch steht bei mir gar nicht im skript und schon gar nicht auf seite 107?!


Alle Seitenangaben beziehen sich auf das blaue Skript von 2008. Und die Antworten auf die Fragen findet man genau dort.´

Auf S. 107 (in der Mitte) steht gleich als erstes Beispiel für einen strafbaren Verhaltensvorwurf: "Vorwurf des Ehebruchs"
Danach steht die eigentliche Antwort auf die Frage: "Nach heutiger Auffassung beinhaltet die Behauptung, eine unverheiratete Frau habe einen Freund oder ein Verhältnis [...], nicht mehr den Vorwurf eines gegen die guten Sitten verstoßenden Verhaltens."


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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 02.03.2009, 13:18 
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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 02.03.2009, 13:28 
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nati hat geschrieben:
shirley hat geschrieben:
ok leute scheinbar bin ich schon komplett durch den wind: in meinem skript ( blau, jahr 2008) stehen auf den seitenangaben komplett andere dinge!?!?!?!?! Also am anfang passt es ja noch aber dann....zb. die frage mit dem ehebruch steht bei mir gar nicht im skript und schon gar nicht auf seite 107?!


Alle Seitenangaben beziehen sich auf das blaue Skript von 2008. Und die Antworten auf die Fragen findet man genau dort.´

Auf S. 107 (in der Mitte) steht gleich als erstes Beispiel für einen strafbaren Verhaltensvorwurf: "Vorwurf des Ehebruchs"
Danach steht die eigentliche Antwort auf die Frage: "Nach heutiger Auffassung beinhaltet die Behauptung, eine unverheiratete Frau habe einen Freund oder ein Verhältnis [...], nicht mehr den Vorwurf eines gegen die guten Sitten verstoßenden Verhaltens."


ok jetzt hab ich die zeile gefunden..steht bei mir aber auf seite 100....sehr sehr eigenartig! ich hinterfrage das ganze mal lieber nicht :roll:

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 Betreff des Beitrags: Prüfungsfragen 2. Termin WS 08
BeitragVerfasst: 03.03.2009, 12:28 
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Prüfungsfragen 2. Termin WS 08


1) Was ist die Gewaltentrennung?
2) VFGH Wie viele Mitglieder wie bestellt?
3) EGMR Wer kann ihn anrufen? Wieviele Mitglieder?
4) Was ist ein materieller Gesetzesvorbehalt, was ein formeller?
5) Prüfungsschema ob Staatsakt das Grundrecht verletzt?
6) Was ist subliminale Werbung?
7) Sind Newsletter nach MedienG Medien?
8) Was ist der Tatobjekt der Verleumdung? Oder so ähnlich
9) Darf ein Bild wo eine Person drauf abgebildet werden ohne Zustimmung für Werbezwecken benutzt werden?
10) Kann ein Beamte gegen die Asusage "Alle beamten sind faule Hunde" vorgehen?
11) Was ist offizial- und privatdelikt und Unterschied
12) Was ist der Tagessatz und wie wird er berechnet
13) Was ist der Parlamentsprivileg
14) Wer gehört zum unmittelbar informierten Personenkreis
15) Wenn ein Tatverdächtiger beim Untersuchungsrichter ein Geständnis ablegt, dürfen Medien darüber berichten?
16) Darf ein Lesebriegschreiber sich auf die journalistische Sorgfalt beziehen?

Alle Fragen 1 Punkt, bis auf Frage 5 (zwei Punkte)


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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 18.04.2009, 19:18 
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4) Was versteht man unter einem formellen Gesetzesvorbehalt und unter einem materiellen Gesetzesvorbehalt?
11) Was verstehenSie unter einem Offizialdelikt und unter einem Privatanklagedelikt und worin besteht der Unterschied?
12) Geldstrafen werden nach dem sogenannten Tagessatzsystem bemessen. Was versteht man unter „Tagessatz“ und wie wird die Höhe einer Geldstrafe im Einzelfall berechnet?
16) Kann sich ein Leserbriefschreiber auf den Beweis der Wahrnehmung der journalistischen Sorgfalt gemäß § 29 MedienG berufen? Begründen Sie Ihre Antwort.
14) Wer zählt zum unmittelbar informierten Personenkreis iSd § 7a Abs 1 MedienG?
15) Was verstehen sie unter dem "unmittelbaren zusammenhang mit dem öffentlichen leben" iSd §7 Abs2 Z2 MedienG?
18) Eine wegen Betrugsverdacht in Untersuchungshaft befindliche Person legt vor dem Untersuchungsrichter ein umfassendes Geständnis ab. Darf diese Person von den Medien als Betrüger bezeichnet werden? Begründen Sie ihre Meinung.

hallo, wer kann mir bei diesen Fragen helfen?
danke lg

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 20.04.2009, 17:52 
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Ab wievielen Punkten ist man eigentlich positiv?


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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 21.04.2009, 9:30 
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DolceBanana hat geschrieben:
Ab wievielen Punkten ist man eigentlich positiv?


ich denke mal ab der hälfte...
aber es wird sehr großzügig benotet - ich hab einen einser, obwohl ich mir bei einigen fragen ziemlich unsicher war bzw. nicht sehr ausführlich geantwortet hab.

_________________
Was für die Raupe das Ende der Welt, ist für den Rest der Welt ein Schmetterling.


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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 21.04.2009, 10:52 
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Bitte, nati mit dem simpsons bild, hilf mir wenn geht mit der beantwortung dieser fragen, bin mir nämlich nicht sicher!

lg :cry:


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 Betreff des Beitrags: Re: KORRE - gesammelte und ausgearbeitete Prüfungsfragen
BeitragVerfasst: 21.04.2009, 10:53 
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Beiträge: 25
4) Was versteht man unter einem formellen Gesetzesvorbehalt und unter einem materiellen Gesetzesvorbehalt?
11) Was verstehenSie unter einem Offizialdelikt und unter einem Privatanklagedelikt und worin besteht der Unterschied?
12) Geldstrafen werden nach dem sogenannten Tagessatzsystem bemessen. Was versteht man unter „Tagessatz“ und wie wird die Höhe einer Geldstrafe im Einzelfall berechnet?
16) Kann sich ein Leserbriefschreiber auf den Beweis der Wahrnehmung der journalistischen Sorgfalt gemäß § 29 MedienG berufen? Begründen Sie Ihre Antwort.
14) Wer zählt zum unmittelbar informierten Personenkreis iSd § 7a Abs 1 MedienG?
15) Was verstehen sie unter dem "unmittelbaren zusammenhang mit dem öffentlichen leben" iSd §7 Abs2 Z2 MedienG?
18) Eine wegen Betrugsverdacht in Untersuchungshaft befindliche Person legt vor dem Untersuchungsrichter ein umfassendes Geständnis ab. Darf diese Person von den Medien als Betrüger bezeichnet werden? Begründen Sie ihre Meinung.

bitte helfen! :cry:
danke lg


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