ding hat geschrieben:
die eine sache ist, dass ich mich über das studium bzw den studieninhalt, die lehrmethoden, die professoren und auch die benotung bzw die anforderungen beschwere. die andere sache ist, wie ich mit der studienrichtung selber bzw dem fachbereich kommunikationswissenschaft an sich umgehe. ich find kw sehr interessant. ich habe auch sehr viel erreicht, und auf jeden kleinen erfolg bin ich stolz. das hat aber überhaupt nichts mit meiner kritik an der studienrichtung zu tun. und auch gar nichts mit meinem engagement, meinem party-verhalten, meiner lernbereitschaft.
Ich habe dir nie falsches Party-, Lernverhalten oder sonst was unterstellt, weil ich dich nicht kenne. Ich hab nur schon öfter hier gelesen wie du praktisch über das Studium schimpfst und dass es sowieso nichts bringt (sinngemäß gesagt). Damit ich dich auch sicher nicht falsch zitiere hab ich mich sogar durch deine Beiträge gelesen

(siehe unten) Jedenfalls: Das finde ich überhaupt nicht! Es bringt sehr viel, wenn man auch sehr viel investiert und es richtig angeht (wie ich schon mal auf einen deiner Beiträge geantwortet habe: gute LVs besuchen, gute LVs bei guten Vortragenden besuchen, Auslandserfahrung, nicht nur das Minimum machen sondern einfach mehr). Mir persönlich hat vor allem meine Magisterarbeit viele Türen geöffnet. Deshalb mein Tipp: Überlegt euch sehr gut, worüber ihr schreibt. Die x-te Untersuchung "Qualität und Boulevard am Beispiel von Der Standard und Kronen Zeitung" (keine Panik - auch ich hab sowas schon gemacht, nur eben zu Studienbeginn und nicht als Magisterarbeit) wird wohl wenige Leute vom Hocker reißen... Und es gibt tatsächlich noch Themen die absolut nie behandelt wurden.
Das hab ich nur schnell gefunden:
ding hat geschrieben:
es ist immer die frage, wer den studienabschluss zu schätzen hatt. wer soll dich dafür belohnen, dass du publizistik studiert hast? der staat? sicher nicht. private unternehmen? wozu brauchen die uns?
ne, ist schon richtig so, dass viele studienrichtungen nicht "geschätzt" werden. auch wenn ich selbst eines davon studiere, aber ich denk das halbe forum weiß, wie ich dazu steh ^^
Oder weil ich grad dabei bin:
ding hat geschrieben:
mal im ernst, kaum ein kommunikationswissenschaftler oder -theoretiker hat sinnvolle leistungen für die gesellschaft vollbracht, nicht zuletzt deswegen, weil die wenigsten in die wissenschaft gehen. der rest - zumindest kann ichs mir nicht vorstellen - sitzt sicher nicht zum großteil in "kommunikationsberufen".
ding hat geschrieben:
welche gesellschaft braucht pro semester gefühlte 1000 experten im schwafeln über kommunikation?
ding hat geschrieben:
mein persönliches motiv? ich hatte kein geld, keine ahnung und bin erst im laufe des studiums zu der ansicht gelangt. davor war ja die uni wien "die" uni überhaupt für mich

außerdem überleg ich mir eh, nach dem abschluss hier mich irgendwie woanders - zumindest postgradual - auf ne gscheite uni einzuschreiben. zeitverschwendung ist aber die uni wien in meinen augen größtenteils dennoch. also gelernt habe ich fast nur im selbststudium, abseits der lvs, die fallweise nicht mal pflichtlektüren haben.
ding hat geschrieben:
um das thema noch ein wenig zu vertiefen: ich bin ja der meinung, dass nicht nur die mangelnde berufspraxis einen gelungenen berufseinstieg für absolventen verhindert. ich denke auch, dass die universität wien und generell der studienplatz österreich ein grund dafür ist. unsere öffentlichen universitäten unterrichten auf bescheidenem niveau.
und ich spreche gar nicht den platzmangel oder das verhältnis studierende-profs an. eher die tatsache, dass zumindest in allen sozialwissenschaftlichen studien ein doch sehr undiszipliniertes, leistungsfremdes verständnis eines studiums vorliegt. wer zahlt schon für jemanden, der das kapital auswendig kennt, aber keine ahnung von der marktwirtschaft hat?
Was ich aber noch loswerden will: Sollte ich dich persönlich angegriffen haben, dann tut es mir leid. Das wollte ich nicht. Ich bin nur sehr sensibel was das Thema angeht, weil ich finde, dass man aus dem PKW-Studium so wahnsinnig viel mitnehmen kann. Nur muss man sich dafür auch ins Zeug legen. Ich hab mich damals noch als Schülerin darüber informiert, wer besonders anspruchsvolle LVs hält und bei wem man wirklich was lernt. Das macht nicht jeder, schon klar. Aber wer viel mitnehmen will, der kann das auch.