zuletzt geändert: 27.04.07
Autor: pascal

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Sexarbeit ...

Sexarbeit zählt zu einem der zahlreichen Tabuthemen in Österreich. Von den ca. 6000 in Wien lebenden Sexarbeiterinnen sind die Mehrheit Migrantinnen. Ihre Arbeitsbedingungen sind oftmals sklavenähnlich, ihre rechtliche Situation unsicher - Verträge mit SexarbeiterInnen sind per Gesetz sittenwidrig, weil sie unter "Ausnützung der Triebhaftigkeit" entstehen - Sozial- und Arbeitsrechte gibt es keine und zu all dem kommt die tagtägliche Konfrontation mit Gewalt hinzu.

Der Verein LEFÖ - Beratung, Bildung und Begleitung von Migrantinnen produziert deshalb zu diesem Thema eine von Barbara Korb und Elisa Heinrich erarbeitete und dramaturgisch durch Genia Enzelberger unterstütze Lesung, in der nicht so genannte ExpertInnen sondern die Betroffenen selbst zu Wort kommen:

"Ich bin eine Hure und stolz darauf!"
Ansichten über einen Job ohne Rechte

Eine Lesung aus Erzählungen, Interviews und Texten von Sexarbeiterinnen.

Das Innen ging verloren, wie so oft. Das Aussen bestimmt den Inhalt, wie so oft. Denn meist kommen so genannte Experten und Expertinnen zu Wort, wenn es um die Lage von Sexarbeiterinnen geht. Selten bis nie werden Wortmeldungen und O-Töne von Frauen in der Sexarbeit selbst öffentlich. Wer könnte jedoch besser die Frage beantworten, ob Prostitution ein Beruf wie jeder andere ist, als jene die diese Arbeit aus eigener Erfahrung kennen.
Somit: Innenansichten über einen Job ohne Rechte.

Gelesen von Asli Kislal, Aneta Hristova und Inge Stecher-Schubert

Musik: Milagros Piñera

Wann: Freitag, 4. Mai 2007, 19.30 Uhr
Wo: Literaturhaus Wien, Zieglergasse 26A, 1070 Wien

www.lustaufrechte.at