zuletzt geändert: 8.03.10
Autor: gucki

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8. März: Internationaler Weltfrauentag

Wir laden euch heute alle ein, anlässlich des Internationalen Frauentags an der Demonstration teilzunehmen!
Zeit: 17.00 Uhr
Ort: Wien/Ecke Museumsquartier - Marcus Omofuma Denkmal


51% der StudentInnen sind Frauen, je höher man jedoch die Universitätshierarchie hinaufblickt, desto niedriger wird der Frauenanteil. AssistentInnen-, DozentInnenstellen und Professuren sind überwiegend in Männerhand und in ganz Österreich gibt es keine einzige Rektorin. Frauen wird es schwer gemacht, sich in Entscheidungsgremien, Forschung, und Lehre zu beteiligen. Die existierende „Antidiskriminierungsregelung“ besagt, dass Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden sollten und auf allen Hierarchieebenen eine Frauenquote von 40% anzustreben ist. Diese wird jedoch in vielen Fällen gekonnt ignoriert.

Am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft gibt es keine einzige ordentliche Professorin. Das IPKW könnte mittlerweile eine Professorin haben, diese Stelle wurde aber von Rektor Winckler durch lange Verhandlungen unattraktiv gemacht, und durch einen Mann nachbesetzt. Wir die IG Publizistik setzen uns in Berufungskommissionen dafür ein, dass bei gleicher Qualifikation bald die erste – und hoffentlich nicht letzte – Professorin an der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft tätig ist. Auch im Bereich der studentischen Mitarbeit sind Frauen, gemessen am tatsächlichen StudentInnenanteil unterrepräsentiert. So gibt es prozentual schon mehr Fachtutoren als Studienanfänger, und weniger Fachtutorinnen als Studienanfängerinnen.

Die gesellschaftliche Realität spiegelt sich in den Strukturen der Hochschulen wider. Es existieren zahlreiche weitere Gründe - abgesehen von den herrschenden Bedingungen an unseren Universitäten – sich heute am internationalen Frauentag für Gleichberechtigung und gegen Sexismus zu wenden. Einige wollen wir hier aufzählen:

• Abtreibung/Verhütungsmittel
Selbstbestimmung von Frauen in Bezug auf ihren Körper wird immer und immer wieder in Frage gestellt

• Gewalt gegen Frauen, ob physisch oder verbal

• Frauen leisten unbezahlte/unterbezahlte Arbeit
was passiert, wenn das alles mit Geld "wettgemacht“ werden müsste