Zielsetzung des 
" Internet Lexikon für Tierschutz und Tierrechte"
"Internet Encyclopedia for Animal Welfare and Animal Rights"

Im Sinne von „Science goes Public“ beabsichtigt dieses wissenschaftlich interdisziplinäre  Projekt StudentInnen, LehrerInnen, SchülerInnen aber ebenso  anderen interessierten Personen tierschutz- und tierrechtsrelevante Informationen – in deutscher Sprache mit etlichen übersetzten englischsprachigen Beiträgen, nach Schlagworten/Fachtermini gegliedert - frei zugänglich im Internet zur Verfügung zu stellen. Daher sind Universitäten, Schulen aber insbesondere auch Tierschutzvereine  eingeladen dieses im deutschsprachigen Raum einmalige universitäre Tierschutzprojekt in ihre Liste der empfohlenen Internetlinks aufzunehmen und/oder  als Sponsoren aktiv zu werden. 
Die konkrete Umsetzung des Projekts erfolgt nun durch die Errichtung der  Website für das 

Internet Lexikon für Tierschutz und Tierrechte    

www.tierschutzlexikon.org  oder direkt www.univie.ac.at/tierrechte/ 

  an der Universität, ergänzt durch ein geplantes Internet Open Access Text Archiv wie z. B. CogPrints - An Electronic Archive for Papers in Cognitiv Science. Strukturell orientieren wir uns am ambitionierten universitären Internet Lexikonprojekt „Stanford Encyclopedia of Philosophy“. Damit verstehen wir uns verpflichtet dem Pluralismus begründeter Theorien, den Prinzipien der Aufklärung und Rationalität sowie der inter- und multidisziplinären Zusammenarbeit. Inhaltlich bauen wir primär auf folgende Publikationen: "Encylopedia of Animal Rights and Animal Wellfare"  (Hrsg. Bekoff), "Das Buch vom Tierschutz" (Hrsg. Sambraus/Steiger), dem "Lexikon der Tierschutzethik" (Hrsg.Teutsch) als auch auf dem Literaturbericht des Karlsruher "Archivs für Tierschutzethik". 
Unser Internet-Lexikon versteht sich aber nicht als Ersatz für die oben genannten Werke, sondern vielmehr als moderne Ergänzung derselben. Die konkrete Erarbeitung der Lexikon-Schlagwörter erfolgt in Zusammenarbeit mit ausgewählten Einrichtungen der Veterinär- und Humanmedizin, Instituten der Natur- und Rechtswissenschaften, sowie Instituten der Geistes- und Sozialwissenschaften. Weiters kooperiert das Internet Lexikon für Tierschutz und Tierrechte mit Einrichtungen der außeruniversitären Forschung, den parlamentarisch-politischen Einrichtungen, den Tierschutzorganisationen, sowie den Medien, und versteht sich  daher als grundlegende, zeitgemäße Informationsquelle für verschieden Tierschutzbereiche.  

Neben unseren Bibliographien soll eine Auswahl einschlägiger, wissenschaftlicher Aufsätze die Bandbreite und Intensität der Forschung in all seiner fachlichen Differenziertheit dokumentieren.

Zusätzlich versucht das Projekt, über die deutschsprachige Debatte hinausgehend, auch den umfangreichen angloamerikanischen Diskurs über Tierrechte, sowohl in seiner akademisch multidisziplinären Ausprägung, als auch in seiner gesellschaftlichen Umsetzung, für den deutschsprachigen Raum systematischer zugänglich zu machen.


Als bereits bestehende vorbildhafte Einrichtungen die sich der Verknüpfung von Wissenschaft und Tierschutz widmen, können  z. B. genannt  werden
Veterinärmedizinische Universitäten mit Arbeitsbereich Tierschutz, weiters The Universities Federation for Animal Welfare (UFAW), Altweb at John Hopkins University, Internationale Gesellschaft für Nutztierhaltung Freiland-Verband für ökologisch-tiergerechte Nutztierhaltung. Einer fundierten wissenschaftlichen Bearbeitung der Tierrechtsproblematik widmen sich z.B Animal Legal Defense Fund; Animal Rights Law Center, Rutgers University;  Center for Animals and Public Policy, Tufts University;  Center for the Expansion of Fundamental Rights;   Psychologist for ethical Treatment of Animals;  APS-Series. Die Tierrechts-relevante Bedeutung des gemeinsamen evolutionären Fundaments vom Säugetier  Mensch und anderen Primaten wird durch die Arbeiten von CHC, LRI und dem Great Ape Projekt betont. 

Vorrangiges Ziel unseres Projekts ist die Förderung eines differenzierten argumentativen öffentlichen Diskurses über Tierschutz und Tierrechte. Dieser bewegt sich in der  Traditionen einer umfassenden humanistischen Wissenschaft in welcher Menschenrechte und Tierrechte einander letztlich ergänzen.

Kontakt: erwin.lengauer@univie.ac.at