Okt212014

TMB-Gastbeitrag: Rebellion und Salafismus oder Sinnsuche 2.0

Die Ideen und Gedanken des Sozialarbeiters Fabian Reicher zum Umgang mit salafistisch orientierten Jugendlichen erschienen in gekürzter Form als Gastkommentar in der Presse sowie in der Septemberausgabe der uni:press der öh salzburg.

Spätestens seit zwei junge Frauen Österreich verlassen haben, um für den islamischen Staat zu kämpfen, stellt sich die Frage nach dem Warum. Warum gehen Jugendliche, die in einem friedlichen Land leben, freiwillig weg, um zu kämpfen? Warum diskutieren sie über Videos, in denen Gewaltszenen zu sehen sind, als würde es um Kuchenrezepte gehen? Warum sympathisieren Jugendliche mit extremistischen, gewaltverherrlichenden Organisationen wie dem Islamischen Staat?

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Okt022014

Leserbrief zum „Geo Epoche“ Heft zum Thema „Afrika“

Sehr geehrter Herr Schaper, sehr geehrtes Redaktionsteam von Geo Epoche!

Spät, aber doch, sind wir von der Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung auf Ihr Schwerpunktheft zur Geschichte Afrikas aufmerksam geworden. Spät, aber nicht zu spät für ein Feedback, von dem wir hoffen, dass Sie es insbesondere für die angekündigte Darstellung Afrikas ab 1960 berücksichtigen können.

Ja, Sie haben recht. Es gibt Krisen, es gibt Katastrophen, es gibt Unfassbares in Afrika. Aber genau mit diesem Stereotyp des Krisenkontinents das Heft zu beginnen, es scheinbar auseinanderzunehmen, nur um es dann wieder zu bestätigen, hilft niemandem. Und es trägt auch nicht zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit Afrika bei. weiterlesen »

Sep252014

Teenies als Terroristen?

LeserInnenbrief zum Titelblatt des Kurier am 21. September 2014:

Sehr geehrte Kurier-Redaktion,

es ist einfach nur schade, dass reißerische Bilder und Headlines offenbar uneingeschränkte Priorität haben. Schockiert wird man aus seiner Sonntagsruhe gerissen, wenn einem der Sager „Teenies als Terroristen – jung, weiblich, gewaltbereit“ über schwarz verschleierten Augen entgegen prangt. weiterlesen »

Sep182014

TMB-Gastbeitrag: Jugendliche fordern Differenzierung ein

Von muslimischen Jugendlichen wird in letzter Zeit medial sehr oft verlangt, Kritik an Gruppierungen zu äußern, welche die gleiche Religionsangehörigkeit haben, sowie zwischen diesen verschiedenen Gruppen zu differenzieren. Die Medien sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen.

Sehr geehrtes Heute-Redaktionsteam,

bezugnehmend auf Ihren Artikel vom 6.8.2014 „ISIS oder Al Kaida: Wiener vertreibt Terror-Fanartikel“ auf Seite 15 möchten wir etwas anmerken: Auf beiden Bildern ist die Shahada, das Glaubensbekenntnis im Islam, abgebildet. Auf den Kappen ist sie in Altarabisch, auf dem T-Shirt in Neuarabisch geschrieben. Außerdem steht auf dem T-Shirt noch Churaba, was auf Deutsch „Fremder“ heißt. Das war in der Zeit nach Mohammed eine andere Bezeichnung für Muslime, da sie einer Religion angehörten, die für Juden und Christen neu bzw. noch fremd war. weiterlesen »

Aug252014

Ursache der Genderproblematik in Österreich: Muslime sprechen kein Deutsch

TMB-Gastbeitrag von Menerva Hammad

Im Artikel „Attacke auf die Stellung der Frau – kein Thema für Feministinnen” in:
Die Presse vom 18. 08. 2014 kommt Gudula Walterskirchen von der Genderdebatte auf die Verallgemeinerung, der Islam sei frauenfeindlich. Muslimische Eltern sollen ihren Söhnen beibringen Frauen zu respektieren! Schön und gut, aber Christen sollten genau dasselbe tun. weiterlesen »

Aug202014

Gottesstaaten überall?

Der Kommentar erschien am 20. 8. 2014 in der Wiener Zeitung.

Was hat Gott mit den Kriminellen zu tun, die unter Missbrauch der Religion in mehreren Ländern Terror verbreiten?

In letzter Zeit werden in deutschsprachigen Medien eine Unzahl von Gottesstaaten heraufbeschworen, wenn nicht herbeigebetet. Es besteht allerdings wenig Aussicht, dass Gott demnächst im Irak, in Syrien, in Mali, in Nigeria, in Afghanistan, in Somalia oder sonst irgendwo regiert, denn diese Hoffnung beruht vorläufig nur auf der Tatsache, dass gut organisierte Verbrecherbanden sich beim Morden, Plündern und Brandschatzen auf die Religion berufen. weiterlesen »

Aug142014

So loben wir uns das Sommerloch

Sehr geehrter Herr Jasbar, sehr geehrtes Ö1-Team!

In anderen Medien leben im Sommer nicht nur die Loch-Ness-Ungeheuer und Binnen-I-Diskussionen auf, sondern auch die Vorurteile. Dass das Sommerloch aber auch genutzt werden kann, um Vorurteile zu hinterfragen, zeigte sich am Beispiel Ihrer Pasticcio-Sendung „Sommerloch Teil 2“ vom 13. August 2014. Die Aussage eines Hörers („Ich möchte Lehár, Lanner, Strauß, nicht diese Hottentotten-Musik“) wurde zum Anlass genommen, um sich kritisch mit der abfälligen Bezeichnung „Hottentotten“ auseinanderzusetzen. weiterlesen »

Aug142014

Es gibt kein Schweigen der Muslime zum Terror der IS

Ernst Fürlinger, der Leiter des Zentrums Religion und Globalisierung der Donau-Universität Krems und Dozent am Institut für Religionswissenschaft der Universität Wien, widerlegt in einem Userkommentar auf derStandard.at den immer wieder geäußerten Generalverdacht (zum Beispiel von Hans Rauscher im Standard vom 5. August 2014), Muslime würden sich nicht zu Terror und Gewalt im Namen des Islam äußern.

http://derstandard.at/2000004319513/Es-gibt-kein-Schweigen-der-Muslime-zum-Terror-des-IS

Aug142014

Weil es nicht nur Sprache ist

Kommentar von Anna-Sophie Tomancok und Heidemarie Weinhäupl, erschienen in der Wiener Zeitung am 13.8.2014

Das Gendern – also die gendergerechte oder genderfaire Sprache – steht seit der Publikation des offenen Briefes „Sprachliche Gleichbehandlung“ wieder im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung und Debatte. Das ist zu begrüßen, und zwar besonders aus feministischer Sicht. Denn genau solche Diskussionen auszulösen, ist schließlich ein wichtiger Zweck des Genderns. weiterlesen »

Jul212014

Out of the Jungle hinein ins Sommerloch?

Sehr geehrte Standard-Wissenschaftsredaktion!

Ihr Artikel Isolierter Ureinwohner-Stamm suchte erstmals Kontakt zur Zivilisation vom 9. Juli 2014 im Standard online erscheint als äußerst exotisierender und nicht auf dem Stand der Wissenschaft basierender Bericht, der in einem Qualitätsmedium so nichts verloren hat. Die ursprüngliche Artikelüberschrift „Isolierter-Eingeborenen-Stamm-suchte-erstmals-Kontakt-zur-Zivilisation“, in der Linkadresse noch zu lesen, zeigt die eurozentristische Sichtweise dahinter sehr gut auf. weiterlesen »