Aug032016

Frau ist nicht gleich Frau

Von Eva Kössner
Die Wahl von Hillary Clinton zur ersten Präsidentin der USA wäre wirklich ein historisches Ereignis, wie Gudrun Doringer auf der Titelseite der Salzburer Nachrichten vom 30. Juli feststellt. Verglichen mit ihrem Kontrahenten Trump erscheint Clinton derzeit wahrlich als die Stimme der Vernunft. Die demokratische Kandidatin aufgrund ihres Geschlechts als vernünftige, friedvolle Alternative zu „männlichen Machtdemonstrationen“ zu beschreiben, ist dennoch etwas weit her geholt.
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Jul302016

Terror in „Österreich“

Österreich ist von Österreich ja schon einiges gewöhnt – aber die Ausgabe vom vergangenen Dienstag toppte die bisherige Panikmache durch Faktenverbiegung noch einmal. Statt wie andere Medien auch die eigene Rolle in der medialen Hysterie kritisch zu hinterfragen, wird hier nachgelegt.
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Jul262016

Lesenswert

Lesenswerter Kommentar im Standard: Endlich auf der Titelseite: Die Rolle der Medien beim Amoklauf

Auch Gisela Mayer, die Mutter einer beim Amoklauf in Winnenden getöteten Lehrerin, spricht im Standard-Interview über die Verantwortung von Medien.

Nachtrag, passend zum Thema: Terrorberichterstattung: „Informieren ohne zu verherrlichen“ von Stefan Brändle.

Jul052016

Call for Papers der under.docs: Kategorien, Typen und Stereotype

Die under.docs der Universität Wien veranstalten von 20. bis 22. Oktober 2016 eine Fachtagung zu Kommunikation mit dem Schwerpunkt „Kategorien, Typen und Stereotype in den Geistes- und Sozialwissenschaften“. Schnellentschlossene StudentInnen aller Geistes- und Sozialwissenschaften – von Bachelor- bis Doktoratsniveau – können noch bis 11. Juli 2016 ein Extended Abstract einreichen. Weitere Informationen: http://underdocs.univie.ac.at

Jun202016

Zum Glück gibt’s Kobuk

Der Medienwatchblog hat sich die Mühe gemacht und Österreich-Schlagzeilen über die ach so hohe Kriminalität im Land mit der Kriminalstatistik verglichen – und siehe da: Während Österreich allenthalben die Kriminalität explodieren sieht (oder lässt), belegt die Kriminalstatistik eine rückläufige Entwicklung des kriminellen Geschehens in Österreich. weiterlesen »

Jun042016

Islam hat eine schlechte Presse

Der Kommentar ist am 2. Juni 2016 in Die Furche erschienen.

Unterzieht man die Schlagzeilen der letzten Zeit in Google News einer Wortanalyse, dominieren beim Thema Islam die Substantive Gewalt, Terror, Krieg, Delikte, Überwachung, Dschihadismus, Islamismus, Hetze, Anti-Islam, Verfassungsschutz, die Adjektive radikal, bedrohlich, nicht kontrollierbar, die Verben warnen, verschärfen, beschimpfen, fordern, gehört zu, gehört nicht zu. weiterlesen »

Jun012016

LeserInnenbrief zu Österreichs starke Rechtspopulisten

Sehr geehrter Herr Mijnssen, Sehr geehrte Redaktion der NZZ,

vielen Dank für Ihren informativen Kommentar zur Freiheitlichen Partei in Österreich. Es ist erschreckend, wie rechtspopulistische Parteien mittlerweile ihr Gedankengut an ihre Wählerschaft bringen und dieses unhinterfragt übernommen wird.

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Mai232016

Linktipp

Medien, Migration und ethnische Zugehörigkeiten

Dr. Petra Herczeg, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, in einem Blogbeitrag zur Diskussion in Deutschland und Österreich über die Nennung der ethnischen Herkunft in journalistischen Beiträgen:

http://blog.univie.ac.at/medien-migration-und-ethnische-zugehoerigkeiten/

Mai042016

Was ist ein Kulturkreis?

Der Kommentar erschien am 3. 5. 2016 in der Wiener Zeitung.

Je mehr sich Europa nach außen abschottet, desto öfter stolpern Leser über Formulierungen wie „fremde Kulturkreise“ oder „andere Kulturkreise“. Eine Klarstellung.

Wenig überraschend müssen Kulturkreise besonders dann herhalten, wenn Unterschiede zwischen Menschen zementiert und bestimmte Gruppen ausgegrenzt werden.

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Mai032016

Presserat verurteilt Falter-Cover

Dem Presserat wird bei der derzeitigen Berichterstattung sicher nicht langweilig – das zeigen schon die vielen gemeldeten Artikel. Um zwei Entscheidungen herauszugreifen: Der Presserat gab letzte Woche bekannt, dass das Falter-Cover zu den sexuellen Übergriffen in Köln gegen den Ehrenkodex verstößt, weil die Illustration (auf der ausnahmslos dunkel dargestellte Männer sexuelle Übergriffe auf blonde Frauen setzen und ein blonder Polizist danebensteht) ein „generalisierendes Element“
aufweist (siehe Begründung), weil zeichnerisch ein „Prototyp eines Mannes aus dem nordafrikanischen bzw. arabischen Raum konstruiert“ wird.
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