Mai242018

In eigener Sache: DSGVO und Verstärkung

Liebe AbonnentInnen der Teilnehmenden Medienbeobachtung!

Auch wenn auf unserem Blog derzeit wenig los ist: Tot sind wir nicht, lediglich in der normalen Mühle zwischen Beruf, Familie und ehrenamtlichem Engagement leicht eingeklemmt. Da wir aber finden, es braucht nach wie vor – und eigentlich jetzt erst recht! (siehe Kommentar von Petra Stuiber) – kritische Medienbeobachtung, bitten wir um eure / Ihre Zustimmung, über künftige Blogbeiträge per E-Mail informieren zu dürfen.

Wie alle wissen, tritt am 25. Mai die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft. Aus diesem Anlass möchten wir unsere E-Mail-AbonnentInnen um ihre aktive Einwilligung zur weiteren Datennutzung bitten. Wenn ihr / Sie weiterhin Interesse an Teilnehmender Medienbeobachtung habt, abonniert bitte neu die E-Mail-Zusendung von Blogbeiträgen – nach einer Bestätigung der E-Mail-Adresse werden dann auch in Zukunft unsere Blogbeiträge per E-Mail zugesandt. Alle anderen Adressen werden von uns gelöscht. Selbstverständlich kannst du / können Sie auch Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen und unsubscriben.


 

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Mai272018

Call der Under.Docs der Uni Wien

Gerne leiten wir einen Call der Under.Docs weiter:

„Wir sind ein Team von Studier­­­enden der Geistes- und Sozialwissenschaften an der Uni Wien, die eine Konferenz mit dem Titel „under.docs – Fachtagung zu Kommunikation. “Widerstehen und Widersprechen“ von Studierende für Studierende veranstalten. Diese Fachtagung soll einerseits Jungwissenschaftler*innen ab Bachelor- bis prae doc-Niveau in ihrer akademischen Tätigkeit und ihrem Werdegang fördern und auch das Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten bestärken. Sie findet vom 18. – 20. Oktober 2018 in Wien statt.“

Hier geht es zum CFP: http://underdocs.univie.ac.at/wp-content/uploads/2018/05/under.docs-CfP-2018.pdf

Dez122017

Was wir aus der Kopftrophäen-Debatte lernen könnten

Der Kommentar erschien am 12. 12. 2017 in der Wiener Zeitung.

Nicht nur die Toten verdienen Respekt, sondern auch die Lebenden – und zwar alle, unabhängig von Herkunft und Religion.

Gegenwärtig wird darüber diskutiert, ob man die menschlichen Überreste, die bisher als Kunst und Ethnographica betrachtet wurden, aus den Auktionshäusern und Schaukästen der endlich umbenannten Völkerkunde-Museen entfernen soll oder nicht. Dabei wird argumentiert, dass Leichenteile aus Pietät und aus Respekt dem Tod und dem Verstorbenen gegenüber nicht mehr verkauft und ausgestellt werden sollten, auch um rechtsextremen Umtrieben und Ansichten keinen Vorschub zu leisten.

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Nov012017

Sprache ist nicht gleich Sprache

Wer, was, wann, wo und wie sind die fünf Frageworte, die wohl einem jeden Bericht zu Grunde liegen. Dies ist bestimmt auch beim Artikel „Ein Haus der Geschichten“ von Judith Belfkih, der die Eröffnung des Weltmuseums zum Thema hat, der Fall. Doch über das Wie lässt sich streiten. In welcher Weise, mit welcher Sprache wird über ein Thema gesprochen und welche Annahmen werden getroffen? Die Kultur- und Sozialanthropologie (KSA) setzt sich unter anderem auch intensiv mit diesem Wie auseinander. weiterlesen »

Sep292017

Islam sells

Der Kommentar erschien am 27. 9. 2017 in der Wiener Zeitung.

Islam bringt Stimmen, Islam macht Quote, Islam lenkt ab. Wie man eine Religion und deren Angehörige auf ihre Kosten für politische Zwecke nutzen kann.

Ein neues Schlagwort macht die Runde: „der politische Islam“ ist in aller Munde, taucht in allen Medien auf und bei allen Parteien und wird bei jeder einschlägigen Veranstaltung erneut in die Köpfe der Wahlberechtigten gehämmert. Inzwischen kann bei dem Thema jeder mitreden. Es ist wie beim Wetter, beim Straßenverkehr und beim Sex, alle wissen Bescheid.
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Aug282017

Für Muslime gilt die Schuldvermutung

Der Kommentar erschien am 28. 8. 2017 im Standard, ebenso auf Qantara und wurde ins Englische und Arabische übersetzt.

Über die erfolgreiche Strategie, den Antisemitismus islamischen Gemeinden anzulasten.

Als ob Europa je frei von Rassismen und Fremdenfeindlichkeit gewesen wäre, als ob es nie Diskriminierungen von Minderheiten gegeben hätte, schaffen es rechte Parteien, rechte Blätter und rechte Kommentare erfolgreich, den grassierenden Antisemitismus dem Islam und seinen Angehörigen in die Schuhe zu schieben. weiterlesen »

Aug252017

Leserbrief zur Gegenüberstellung Mindestpension-Mindestsicherung im Kurier

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben uns sehr über die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Sozialleistungen und Mindestpensionen „Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache wollen Sozialleistungen für Flüchtlinge kürzen(…)“ vom 22.08.17 gefreut. Online nachlesen

Allein die Komplexität dieser Ausarbeitung lässt erahnen, wie facettenreich das System eigentlich ist. Kurze Slogans, welche gerne in politischen Kreisen gebracht werden, verlieren hier schnell an Glaubwürdigkeit. Natürlich wäre es weitaus einfacher den Ausrufen von den Herren Kurz und Strache zu glauben, ohne sich selbst mit der Materie zu beschäftigen. Gerade deshalb ist es erfreulich, dass im Kurier versucht wurde, diese Aussagen zu hinterfragen und kritisch zu beleuchten.

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Jun082017

Die merkwürdigen Kulturbegriffe einflussreicher Herren

Der Kommentar erschien am 6. 6. 2017 in der Wiener Zeitung.

Der deutsche Innenminister beschwört eine „deutsche Leitkultur“, der österreichische Außenminister spricht von „kulturfernen Regionen“ und meint die Türkei, und in rechtskonservativen bis rechtsextremen Kreisen ist zunehmend die Rede von „Gewaltkulturen“.

Was sind das für rückwärtsgewandte eurozentristische Ideologie-Konzepte, denen manche Politiker und manche Medienschaffende verfallen? Wer solche Begriffe im aktiven Wortschatz führt, sollte ein wenig Kulturgeschichte büffeln, seinem ethnologischen Basis-Wissen dringend ein Update verpassen und das Wording überdenken. weiterlesen »

Apr172017

Replik auf „Gender-Studies: Die Geschlechterillusion“ von Axel Meyer

Sehr geehrte NZZ-Redaktion, sehr geehrter Herr Axel Meyer,

In Ihrem Diskussionsbeitrag „Gender-Studies: Die Geschlechterillusion“ vom 04.04.2017, zeigen Sie die unumstößlichen Naturgesetze auf und versuchen gegen die Sozialwissenschaften anzuschreiben, deren Forschungsergebnisse gern als Teil des Genderwahn subsummiert werden. Dabei wird die Legitimität der Naturwissenschaften hervorgestrichen, um ein für alle Mal darzulegen, dass Geschlecht zum größten Teil biologisch determiniert sei. Die sozialkonstruktivistischen Ansätze, als Strömung jenseits von schwarz und weiß beziehungsweise Mann und Frau, seien eine Illusion, mit kaum wissenschaftlicher Evidenz.

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Apr032017

Call for Papers der under.docs: (Deutungs-)Macht des Öffentlichen

Die under.docs der Universität Wien veranstalten von 19. bis 21. Oktober 2017 eine Fachtagung zu Kommunikation mit dem Schwerpunkt „(Deutungs-)Macht des Öffentlichen“. StudentInnen aller Geistes- und Sozialwissenschaften – von Bachelor- bis Doktoratsniveau – können noch bis 10. Juli 2017 laufende oder abgeschlossene Bachelor- bzw. Masterarbeiten, Dissertationen oder andere wissenschaftliche Projekte, Seminar- und Forschungsarbeiten einreichen. Weitere Informationen: http://underdocs.univie.ac.at