Wir sind der Meinung, dass die Kultur- und Sozialanthropologie zu den alltäglichen Diskriminierungen in den Medien nicht schweigen soll und laden alle Interessierten zur Mitarbeit ein. weiterlesen
Wir sind der Meinung, dass die Kultur- und Sozialanthropologie zu den alltäglichen Diskriminierungen in den Medien nicht schweigen soll und laden alle Interessierten zur Mitarbeit ein. weiterlesen
Gastkommentar, Wiener Zeitung Printausgabe: 07.02.2012
Schauplatz Nachmittagsbetreuung. “Herzlich willkommen” steht in vielen Sprachen an der Tür. Hier treffen Volksschulkinder mit unterschiedlicher Muttersprache und Herkunft zusammen. Konfliktsituationen gibt es im Kinderalltag ständig: A. nimmt S. den Radiergummi weg, B. versteckt die Turnschuhe von L., K. stört bei der Hausübung, G. beschimpft andere ohne ersichtlichen Grund, E. kritzelt ins Heft des Sitznachbarn, D. tritt F. absichtlich auf die Zehen . . . Wenn mehrere Kinder aufeinandertreffen, sind solche Probleme normaler Alltag. Grenzen werden ausgetestet, Freundschaften gebildet und auch wieder aufgelöst – Stillstand herrscht hier nie.
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Menschenfresser sind immer irgendwo anders. Menschenfresser, das sind immer die anderen. Sie sind gut für die Auflage. Menschenfresser lassen uns schaudern. Sie rühren an unseren schlimmsten Ängsten. Sie sind fast zu schaurig, um wahr zu sein. Doch jeder Kannibale hat auch seine gute Seite: Er erhöht die Auflage, steigert die Quote – und verkauft. Sex sells. Kannibalen ebenso. Gibt es keine Kannibalen, werden sie eben gemacht. Besonders der Boulevard-Journalismus liebt seine Kannibalen.
Fragwürdige Stereotypen der Tourismuswerbung
Im Rahmen der Vermarktung indigener Kulturen im Tourismus werden die Lebenswelten verarmter Minderheiten zu Sehnsuchtsorten reicher Zivilisationsflüchtiger auf Zeit. Im südlichen Afrika sind es „Buschmänner“, deren Vergangenheit als Jäger und Sammlerinnen zum gefälligen touristischen Konsum aufbereitet wird. weiterlesen
Sehr geehrte Kronen Zeitungs-Redaktion!
Im Bericht „Taxi-Raube geklärt: ‚Safer’ wird gesucht“ vom 22. November 2011 behaupten Sie, dass einer der mutmaßlichen Täter ein „Allerwelts-Verbrechergesicht“ besitzt und machen diese Behauptung an drei Merkmalen fest: „kurze Haare, dumpfer Blick, offener Mund“. Wir lehnen diese Form der Diskriminierung und Vorverurteilung entschieden ab. Eine mutmaßliche kriminelle Veranlagung kann sicher nicht aus einem Polizeifoto und ganz generell nicht vom Äußeren eines Menschen abgelesen werden. weiterlesen
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Befremden registrieren wir die diskriminierenden und ausgrenzenden Beschreibungen des Publikums einiger städtischer Bäder im Online-Medium Wien-konkret (http://www.wien-konkret.at/sport/schwimmbad/ – Abfrage 1. 12. 2011):
Amalienbad
Publikum: es gibt (auch) Österreicher hier
Floridsdorferbad
Publikum: Jugendliche, Familien, Inländer zu Ausländer ca Halbe : Halbe
Hütteldorferbad
Publikum im Winter: hauptsächlich Inländer
Jörgerbad
Publikum: es gibt auch Österreicher
Kongressbad
Publikum: Multikulturell
Laaerbergbad
Publikum: Inländer dürften noch in der Überzahl sein / multikulturell
Theresienbad
Publikum: geringer Inländeranteil weiterlesen
Sehr geehrter Herr Mag. Mierau, sehr geehrte Österreich-Lokalredaktion!
Aufgrund des neuen Prostitutionsgesetzes in Wien häufen sich derzeit Berichte über Sexarbeit, auch in Ihrer Zeitung. Leider verwenden Sie dabei sehr stereotype und abwertende Bezeichnungen für die Betroffenen dieses Gesetzes. So sind im Artikel „Aus für den Strich“ vom 17. Nov. 2011 folgende Bezeichnungen – und nur diese – zu finden: Liebesdienerinnen und Dirnen. Ich kann keine psychologisierende Schlussfolgerung zur Verwendung solcher abwertender Termini für Sexarbeiterinnen abgeben, aber ich fände es für eine Zeitung im Jahr 2011 doch angemessen, dass sie in der Sprache das Niveau des 19. Jahrhunderts überwindet und Frauen – und Männer –, die dieser Profession nachgehen, als das bezeichnet, was sie sind, nämlich SexarbeiterInnen. weiterlesen
Sehr geehrter Herr Rauscher, sehr geehrte Standard-Redaktion,
Ihr Kommentar “Facebook-Gesichtsverlust” (Printausgabe 22.11.2011) macht Sie kein bisschen jünger, cooler oder urgeiler, als Sie es Werner Faymann vorwerfen nicht zu sein. Das Einserkastl wird als Plattform genützt, um auf Mitmenschen mit Migrationshintergrund hinzuprügeln – aus welchem Anlass auch immer.
Sehr geehrte Frau Mag.a Goebel, sehr geehrte Profil-Redaktion,
mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „Kranke Kassen“ gelesen, der die zahlreichen Probleme unseres Gesundheitssystems einleuchtend aufzeigt.
Unglücklich ist in diesem Zusammenhang lediglich der Vergleich unserer Lebensweise mit jener des frühen Menschen, da im Zuge dessen auf heute lebende Bevölkerungsgruppen Bezug genommen wird. Wie leider so oft in medialen und Alltagsdiskursen üblich, wird dadurch der Eindruck vermittelt, es gäbe Menschen, die in ihrer Entwicklung weiter zurück liegen würden als andere, vorzugsweise wir selbst. weiterlesen
Betr: Die Presse, Fotoserie “Hadsch nach Mekka: Die größte Pilgerreise der Welt” (Abfrage 9. 11. 2011, 14:35)
Sehr geehrte Redaktion,
es ist erfreulich, dass die Presse für Interessierte die Pilgerfahrt nach Mekka in Wort und Bild veranschaulicht, es haben sich dabei jedoch Irrtümer und Ungenauigkeiten eingeschlichen. weiterlesen
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