Mai232016

Linktipp

Medien, Migration und ethnische Zugehörigkeiten

Dr. Petra Herczeg, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, in einem Blogbeitrag zur Diskussion in Deutschland und Österreich über die Nennung der ethnischen Herkunft in journalistischen Beiträgen:

http://blog.univie.ac.at/medien-migration-und-ethnische-zugehoerigkeiten/

Mai042016

Was ist ein Kulturkreis?

Der Kommentar erschien am 3. 5. 2016 in der Wiener Zeitung.

Je mehr sich Europa nach außen abschottet, desto öfter stolpern Leser über Formulierungen wie „fremde Kulturkreise“ oder „andere Kulturkreise“. Eine Klarstellung.

Wenig überraschend müssen Kulturkreise besonders dann herhalten, wenn Unterschiede zwischen Menschen zementiert und bestimmte Gruppen ausgegrenzt werden.

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Mai032016

Presserat verurteilt Falter-Cover

Dem Presserat wird bei der derzeitigen Berichterstattung sicher nicht langweilig – das zeigen schon die vielen gemeldeten Artikel. Um zwei Entscheidungen herauszugreifen: Der Presserat gab letzte Woche bekannt, dass das Falter-Cover zu den sexuellen Übergriffen in Köln gegen den Ehrenkodex verstößt, weil die Illustration (auf der ausnahmslos dunkel dargestellte Männer sexuelle Übergriffe auf blonde Frauen setzen und ein blonder Polizist danebensteht) ein “generalisierendes Element”
aufweist (siehe Begründung), weil zeichnerisch ein “Prototyp eines Mannes aus dem nordafrikanischen bzw. arabischen Raum konstruiert” wird.
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Mrz242016

Den Islam verbieten – oder doch die Zeitung “Österreich”?

Der Einfachheit halber dürfen wir gleich aus Wolfgang Fellners Kommentar „Wie lange noch schauen wir dem Terror zu?“ in der Tageszeitung “Österreich” zitieren: „Der dritte Punkt im Kampf gegen den Terror ist der heikelste: Mittlerweile muss die Diskussion erlaubt sein, ob nicht der Islam als solcher in Europa verboten werden sollte. Bei allem Respekt für die Freiheit der Religionen und die vielen friedlichen, sympathischen Anhänger des Islam auch bei uns in Österreich: Die Grenzen zwischen dem friedlichen Islam und dem Terror im Namen des Islam verwischen sich immer mehr. In unseren städtischen Kindergärten. In vielen Moscheen. Da wird Terror gefördert, gepredigt, vorbereitet. So kann und darf es nicht weitergehen.“

Wolfgang Fellner stellt mit diesem aufhetzenden, pauschalisierenden und diskriminierenden Kommentar nicht nur alle Muslime unter Generalverdacht, sondern auch die Religionsfreiheit in Frage, die in den Menschenrechten und in der österreichischen Verfassung garantiert ist.
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Mrz152016

Seit Köln

Seit Köln ist alles möglich. Sogar dass, wie Stefan Niggemeier letzte Woche in Über Medien berichtete, der Deutsche Presserat darüber diskutiert, ob die Zugehörigkeiten von Verdächtigen und TäterInnen zu Minderheiten auch ohne begründbaren Sachbezug genannt werden soll. Ergebnis der Diskussion: Nein, der entsprechende Passus im deutschen Pressekodex bleibt erhalten.
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Mrz122016

TMB als “Lebendes Buch” im C3 in Wien

Das C3 – Centrum für Internationale Entwicklung veranstaltet am Mittwoch, den 16. März 2016, eine Living-Books-Veranstaltung zum Thema “Hilfe!? (Gem)Einsam für eine bessere Welt”.

Dabei können gesellschaftlich Engagierte – beruflich oder ehrenamtlich, so wie wir – als Lebende Bücher zu ihren Projekten, ihrem Engagement und ihrer Motivation befragt werden. Neben der Teilnehmenden Medienbeobachtung stehen viele interessante Organisationen – von Train of Hope über Horizont3000, Amnesty, Attac oder dem Ute Bock Projekt bis hin zum Augustin – für Fragen zur Verfügung. Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es hier.

Wir würden uns freuen, unsere LeserInnen und Facebook-FreundInnen dort zu treffen!

Feb112016

LeserInnenbrief zu Sozialhilfe für Bigamisten

Sehr geehrte Redaktion,

wir erlauben uns, darauf hinzuweisen, dass das Bild von Muslimen und Musliminnen sowie Geflüchteten, das Ihr Blatt propagiert, falsch ist und diskriminierende Tendenzen aufweist. Es werden Männer und Frauen muslimischen Glaubens als so genannte Sozialschmarotzer diffamiert, die sich auf Kosten der österreichischen Steuerzahler und Steuerzahlerinnen bereichern wollen. Durch die Artikel „Muslime mit Zweitfrau: Bis zu 3000 € Sozialhilfe“ vom 02.02.2016 oder „Kostenfrage: Flüchtlinge: Streit um Gratis-Öffi- Tickets in Wien“ vom 25.01.2016 werden Vorurteile gegen und Neid auf die Geflüchteten geschürt.

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Jan212016

Der Falter und der Islam – Leserbrief zum Gastkommentar von Bianca Tschaikner, Falter 1-2/16

Die Bemühungen des Falters, die aktuellen Entwicklungen und Vorfälle in der Flüchtlingsthematik sachlich und tabufrei zu diskutieren, sind zu würdigen. Jedoch ist es leider so, dass im Rahmen dieser Bemühungen mitunter durchaus antimuslimische Ressentiments geschürt werden, nicht zuletzt durch den Artikel von Frau Tschaikner. weiterlesen »

Jan122016

Linktipp

“Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln.” (Goethe, Torquato Tasso) Und doch: Manchmal könnte man einfach nur noch heulen. Die “Süddeutsche Zeitung” und der “Focus” ernteten am vergangenen Wochenende massive Kritik wegen rassistischer bzw. sexistischer Titelseiten. Hier eine Kritik vom “Spiegel” zum Nachlesen: Rassistische Titelbilder: “Süddeutsche” entschuldigt sich, “Focus” nicht

Dez292015

Eine einseitige Darstellung von Nigeria

Unlängst wurde in einer Kindersendung auf Ö1 (16. 12. 2015, Rudi! Radio für Kinder: „Woher kommen die Flüchtlinge? Nigeria“) ein einseitiges Bild von Nigeria gezeichnet, das auch Falschinformationen beinhaltet.

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