Monatsarchiv: Januar 2010

Die „Asylanten“-Zuwanderer-„Ausländer“-Frage und ihre „mörderischen Folgen“

Sehr geehrte Standard-Redaktion!

Ja, die „Asylanten“-Zuwanderer-„Ausländer“-Frage“, wie sie Hans Rauscher in seinem Kommentar vom 13. 01. 2010 tituliert, ist derzeit leider die wichtigste Frage für die Medien des Landes. Leider, weil sie in der derzeitigen Debatte hauptsächlich als Problem gesehen wird.

Für die Kronen Zeitung ist das typisch. Überraschend ist aber, dass der Standard einen Kommentar veröffentlicht, in dem zu lesen ist, dass „die jüdische und slawische Zuwanderung nach Wien“ vor 100 Jahren „mörderische Folgen hatte“ und man die Zuwanderung der letzten Jahrzehnte aus „archaischen Gesellschaften“ managen müsste, um solche Folgen zu vermeiden.

Damit wird implizit Juden und Jüdinnen bzw. SlawInnen die Schuld am industriellen Massenmord des Nationalsozialismus gegeben, was sogar die derzeitigen Argumentationsmuster der Kronen Zeitung unterbietet. weiterlesen »

Das Kopftuch: Der Stoff, aus dem Vorurteile sind

„Die Muslimin, das arme Opfer von Männermacht – so wird sie medial stilisiert, so wird sie von einer breiten Öffentlichkeit imaginiert“…. weiterlesen auf http://diepresse.com

Ingrid Thurner, Lektorin am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, hat in der Presse einen medienkritischen Artikel über das Kopftuch veröffentlicht, der derzeit heiß diskutiert wird.

Call for Papers: Workshop „Medien und Medienkritik aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive“

Die Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung organisiert für die Tage der Kultur- und Sozialanthropologie (22. und 23. April 2010 am KSA-Institut der Universität Wien) einen Workshop zum Thema „Medien und Medienkritik aus kultur- und sozialanthropologischer Perspektive“. Der Call for Papers läuft noch bis zum 19.2.2010 – Vorschläge für Vorträge oder andere Formate bitte an tmb.ksa@univie.ac.at senden.

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