Archiv des Autors: Margit Wolfsberger

Klimawandel und Asylwerber in der ZIB24

Sehr geehrte ZIB-24.00 Redaktion!

In der Ausgabe vom 26. Nov. 2013 der ZIB 24.00 brachten Sie einen Kurzbeitrag über den Fall eines Migranten aus Kiribati, der in Neuseeland bis dato erfolglos um Asyl als Klimaflüchtling angesucht hat. Ich begrüße es sehr, dass Sie über diese Thematik – Folgen des Klimawandels in Ozeanien – berichten. Leider tun Sie dies ohne spezifisches Fachwissen über diese Region. weiterlesen »

Längster Tag und tiefste Nacht – Wie ich die Sonnwendfeier 2013 am Cobenzl als stille Zuhörerin erlebte

Der Cobenzl ist ein vielschichtiger Ort – ein atemberaubender Blick über die Stadt und somit auch Fixpunkt in meinem Wienprogramm für Gäste, der Parkplatz und die Wiese beim Baumkreis ein Ort für Stelldicheins, die Waldwege rund ums Weingut in Sommernächten voll mit Glühwürmchen, die Bäume neben dem Oktogon einst unentbehrlich für die Radiopiraterie, denn auf ihnen konnte man Antennen montieren und Programme in die Stadt hinunter senden. Viele Bedeutungen, Erzählungen und Erinnerungen machen den Cobenzl zu einem besonderen Ort.

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Fehlende Recherche und Sprachsensibilität

 

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Knauer!

Mit großem Interesse haben wir – die Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung – Ihren Artikel Der Ur-Krieg ist abgesagt“ in der Wochenendausgabe der Wiener Zeitung (20./21. Juli 2013) gelesen. Positiv ist unserer Meinung nach, dass die darin vorgestellte Studie von Douglas Fry und Patrik Söderberg zeigt, dass Krieg keine conditio sine qua non der menschlichen Existenz ist. Daneben gibt es allerdings einige Punkte, die wir am Artikel kritisieren. weiterlesen »

Wild Girls bei den Himba

Sehr geehrte Frau Priesching,

(LeserInnenbrief zum Beitrag: http://derstandard.at/1373513707374/Gnadenlose-Wild-Girls-auf-RTL-Erstkontakt-mit-dem-Pavillon)

wir teilen Ihre Ablehnung von so fragwürdigen Spektakeln wie die RTL-Reality-Show Wild Girls voll und ganz, möchten Sie aber darauf hinweisen, dass in Ihrem Beitrag einige Begriffe auftauchen, die aus Sicht der Kultur- und Sozialanthropologie überholt sind. weiterlesen »

TMB-Workshop bei den Tagen der KSA

DONNERSTAG, 6. JUNI

13:00–15:00 Workshop C: Eingrenzen, ausgrenzen, entgrenzen – Mediale Praxen
Übungsraum

  • Philipp Budka: Fußballfankultur und mediale Praxen aus sozial- und kulturanthropologischer Perspektive
  • Jacqueline Younes: Kurdinnen und Kurden im Spiegel der deutschsprachigen Printmedien: „Das Ausland“, „Globus“, „Dr. A. Petermanns Mitteilungen“
  • Lisa Mine Orel: Orient im Hochglanzformat – Differenzen und deren Konstruktion in deutschsprachigen Jemen-Reisebroschüren
  • Ingrid Thurner: Eingrenzen – ausgrenzen. Islam und Muslime in medialen Diskursen

Im Anschluss an die Vorträge gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Alle Interessierten sind willkommen.

Schwarzafrika gibt es nicht

In zahlreichen Medien erschien am 13.11.2012  ein APA-Bericht, der sich auf einen Bericht von Amnesty International über die Diskriminierung von Menschen aus dem subsaharischen Afrika in Libyen stützte. Dabei wurde diese Personengruppe in allen Medien als „Schwarzafrikaner“ bezeichnet (ORF: http://orf.at/stories/2150951/; Der Standard: http://derstandard.at/1350261279916/Amnesty-Folter-und-Willkuer-gegen-Schwarzafrikaner-in-Libyen; Die Presse: http://diepresse.com/home/panorama/welt/1312334/Libyen_Amnesty-beklagt-Folter-von-Schwarzafrikanern?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do). weiterlesen »

So bunt ist Österreich: Vielfalt zu Wort kommen lassen

Sehr geehrte Kurier-Redaktion!

Vielen Dank für die Titelgeschichte vom 1. Mai 2012 zu Menschen mit Migrationshintergrund („Bananen-Allergiker, Priester und Feen: So bunt ist Österreich“). Wir von der Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung freuen uns, dass Sie das Thema am Titelblatt so prominent platziert haben und im Artikel den interviewten Personen die Möglichkeit geben, ihre Meinungen auszudrücken. Gut finden wir auch die Bandbreite an kulturellen und geographischen Herkunftskontexten der Porträtierten sowie die verschiedenen beruflichen Felder, in denen sie tätig sind. weiterlesen »

Es gibt keine Verbrechergesichter

Sehr geehrte Kronen Zeitungs-Redaktion!

Im Bericht „Taxi-Raube geklärt: ‚Safer’ wird gesucht“ vom 22. November 2011 behaupten Sie, dass einer der mutmaßlichen Täter ein „Allerwelts-Verbrechergesicht“ besitzt und machen diese Behauptung an drei Merkmalen fest: „kurze Haare, dumpfer Blick, offener Mund“. Wir lehnen diese Form der Diskriminierung und Vorverurteilung entschieden ab. Eine mutmaßliche kriminelle Veranlagung kann sicher nicht aus einem Polizeifoto und ganz generell nicht vom Äußeren eines Menschen abgelesen werden. weiterlesen »

SexarbeiterInnen

Sehr geehrter Herr Mag. Mierau, sehr geehrte Österreich-Lokalredaktion!

Aufgrund des neuen Prostitutionsgesetzes in Wien häufen sich derzeit Berichte über Sexarbeit, auch in Ihrer Zeitung. Leider verwenden Sie dabei sehr stereotype und abwertende Bezeichnungen für die Betroffenen dieses Gesetzes. So sind im Artikel „Aus für den Strich“ vom 17. Nov. 2011 folgende Bezeichnungen – und nur diese – zu finden: Liebesdienerinnen und Dirnen. Ich kann keine psychologisierende Schlussfolgerung zur Verwendung solcher abwertender Termini für Sexarbeiterinnen abgeben, aber ich fände es für eine Zeitung im Jahr 2011 doch angemessen, dass sie in der Sprache das Niveau des 19. Jahrhunderts überwindet und Frauen – und Männer –, die dieser Profession nachgehen, als das bezeichnet, was sie sind, nämlich SexarbeiterInnen. weiterlesen »

Klischees fressen Hirn auf?

Im Jänner 2011 wurden die verbrannten Leichenteile einer jungen Frau in der Slowakei gefunden, die von ihrem Pflegevater in Österreich mutmaßlich missbraucht und ermordet wurde. Im Juni 2011 fand man in Bratislava die verbrannte Leiche einer Frau, die in Wien bereits seit sieben Monaten vermisst wurde. Niemand vermutete, dass der oder die Täter die Leichen der Frauen im Feuer zubereitet und gegessen hätten, sondern sich vielmehr auf diese Weise der Leichen entledigt haben, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Im Oktober 2011 werden verbrannte Leichenteile eines Mannes gefunden, der mit seiner Freundin auf einer Yacht vor Nuku Hiva ankert. Die Schlagzeile in Ihrer Zeitung am 17.10.2011 (und in weiteren Boulevardblättern weltweit): Deutscher in Südsee von Kannibalen ermordet? weiterlesen »