Archiv des Autors: Margit Wolfsberger

Out of the Jungle hinein ins Sommerloch?

Sehr geehrte Standard-Wissenschaftsredaktion!

Ihr Artikel Isolierter Ureinwohner-Stamm suchte erstmals Kontakt zur Zivilisation vom 9. Juli 2014 im Standard online erscheint als äußerst exotisierender und nicht auf dem Stand der Wissenschaft basierender Bericht, der in einem Qualitätsmedium so nichts verloren hat. Die ursprüngliche Artikelüberschrift „Isolierter-Eingeborenen-Stamm-suchte-erstmals-Kontakt-zur-Zivilisation“, in der Linkadresse noch zu lesen, zeigt die eurozentristische Sichtweise dahinter sehr gut auf. weiterlesen »

Foto von Gewaltbetroffenem in HEUTE WMExtra

Sehr geehrter Herr Dr. Nusser!

Bei der Durchsicht Ihrer Zeitung HEUTE am Montag, 7.7.2014 waren wir von der Illustration des Beitrages „Messer-Attacke! Public Viewing in Costa Rica endet mit Blutbad“ im WMExtra regelrecht schockiert. Das relativ groß abgedruckte Foto zeigt einen auf der Straße liegenden Mann mit einem Messer im Rücken stecken. weiterlesen »

Klimawandel und Asylwerber in der ZIB24

Sehr geehrte ZIB-24.00 Redaktion!

In der Ausgabe vom 26. Nov. 2013 der ZIB 24.00 brachten Sie einen Kurzbeitrag über den Fall eines Migranten aus Kiribati, der in Neuseeland bis dato erfolglos um Asyl als Klimaflüchtling angesucht hat. Ich begrüße es sehr, dass Sie über diese Thematik – Folgen des Klimawandels in Ozeanien – berichten. Leider tun Sie dies ohne spezifisches Fachwissen über diese Region. weiterlesen »

Längster Tag und tiefste Nacht – Wie ich die Sonnwendfeier 2013 am Cobenzl als stille Zuhörerin erlebte

Der Cobenzl ist ein vielschichtiger Ort – ein atemberaubender Blick über die Stadt und somit auch Fixpunkt in meinem Wienprogramm für Gäste, der Parkplatz und die Wiese beim Baumkreis ein Ort für Stelldicheins, die Waldwege rund ums Weingut in Sommernächten voll mit Glühwürmchen, die Bäume neben dem Oktogon einst unentbehrlich für die Radiopiraterie, denn auf ihnen konnte man Antennen montieren und Programme in die Stadt hinunter senden. Viele Bedeutungen, Erzählungen und Erinnerungen machen den Cobenzl zu einem besonderen Ort.

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Fehlende Recherche und Sprachsensibilität

 

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Knauer!

Mit großem Interesse haben wir – die Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung – Ihren Artikel Der Ur-Krieg ist abgesagt“ in der Wochenendausgabe der Wiener Zeitung (20./21. Juli 2013) gelesen. Positiv ist unserer Meinung nach, dass die darin vorgestellte Studie von Douglas Fry und Patrik Söderberg zeigt, dass Krieg keine conditio sine qua non der menschlichen Existenz ist. Daneben gibt es allerdings einige Punkte, die wir am Artikel kritisieren. weiterlesen »

Wild Girls bei den Himba

Sehr geehrte Frau Priesching,

(LeserInnenbrief zum Beitrag: http://derstandard.at/1373513707374/Gnadenlose-Wild-Girls-auf-RTL-Erstkontakt-mit-dem-Pavillon)

wir teilen Ihre Ablehnung von so fragwürdigen Spektakeln wie die RTL-Reality-Show Wild Girls voll und ganz, möchten Sie aber darauf hinweisen, dass in Ihrem Beitrag einige Begriffe auftauchen, die aus Sicht der Kultur- und Sozialanthropologie überholt sind. weiterlesen »

TMB-Workshop bei den Tagen der KSA

DONNERSTAG, 6. JUNI

13:00–15:00 Workshop C: Eingrenzen, ausgrenzen, entgrenzen – Mediale Praxen
Übungsraum

  • Philipp Budka: Fußballfankultur und mediale Praxen aus sozial- und kulturanthropologischer Perspektive
  • Jacqueline Younes: Kurdinnen und Kurden im Spiegel der deutschsprachigen Printmedien: „Das Ausland“, „Globus“, „Dr. A. Petermanns Mitteilungen“
  • Lisa Mine Orel: Orient im Hochglanzformat – Differenzen und deren Konstruktion in deutschsprachigen Jemen-Reisebroschüren
  • Ingrid Thurner: Eingrenzen – ausgrenzen. Islam und Muslime in medialen Diskursen

Im Anschluss an die Vorträge gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Alle Interessierten sind willkommen.

Schwarzafrika gibt es nicht

In zahlreichen Medien erschien am 13.11.2012  ein APA-Bericht, der sich auf einen Bericht von Amnesty International über die Diskriminierung von Menschen aus dem subsaharischen Afrika in Libyen stützte. Dabei wurde diese Personengruppe in allen Medien als „Schwarzafrikaner“ bezeichnet (ORF: http://orf.at/stories/2150951/; Der Standard: http://derstandard.at/1350261279916/Amnesty-Folter-und-Willkuer-gegen-Schwarzafrikaner-in-Libyen; Die Presse: http://diepresse.com/home/panorama/welt/1312334/Libyen_Amnesty-beklagt-Folter-von-Schwarzafrikanern?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do). weiterlesen »

So bunt ist Österreich: Vielfalt zu Wort kommen lassen

Sehr geehrte Kurier-Redaktion!

Vielen Dank für die Titelgeschichte vom 1. Mai 2012 zu Menschen mit Migrationshintergrund („Bananen-Allergiker, Priester und Feen: So bunt ist Österreich“). Wir von der Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung freuen uns, dass Sie das Thema am Titelblatt so prominent platziert haben und im Artikel den interviewten Personen die Möglichkeit geben, ihre Meinungen auszudrücken. Gut finden wir auch die Bandbreite an kulturellen und geographischen Herkunftskontexten der Porträtierten sowie die verschiedenen beruflichen Felder, in denen sie tätig sind. weiterlesen »

Es gibt keine Verbrechergesichter

Sehr geehrte Kronen Zeitungs-Redaktion!

Im Bericht „Taxi-Raube geklärt: ‚Safer’ wird gesucht“ vom 22. November 2011 behaupten Sie, dass einer der mutmaßlichen Täter ein „Allerwelts-Verbrechergesicht“ besitzt und machen diese Behauptung an drei Merkmalen fest: „kurze Haare, dumpfer Blick, offener Mund“. Wir lehnen diese Form der Diskriminierung und Vorverurteilung entschieden ab. Eine mutmaßliche kriminelle Veranlagung kann sicher nicht aus einem Polizeifoto und ganz generell nicht vom Äußeren eines Menschen abgelesen werden. weiterlesen »