Archiv des Autors: Margit Wolfsberger

TMB-Workshop bei den Tagen der KSA

DONNERSTAG, 6. JUNI

13:00–15:00 Workshop C: Eingrenzen, ausgrenzen, entgrenzen – Mediale Praxen
Übungsraum

  • Philipp Budka: Fußballfankultur und mediale Praxen aus sozial- und kulturanthropologischer Perspektive
  • Jacqueline Younes: Kurdinnen und Kurden im Spiegel der deutschsprachigen Printmedien: „Das Ausland“, „Globus“, „Dr. A. Petermanns Mitteilungen“
  • Lisa Mine Orel: Orient im Hochglanzformat – Differenzen und deren Konstruktion in deutschsprachigen Jemen-Reisebroschüren
  • Ingrid Thurner: Eingrenzen – ausgrenzen. Islam und Muslime in medialen Diskursen

Im Anschluss an die Vorträge gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Alle Interessierten sind willkommen.

Schwarzafrika gibt es nicht

In zahlreichen Medien erschien am 13.11.2012  ein APA-Bericht, der sich auf einen Bericht von Amnesty International über die Diskriminierung von Menschen aus dem subsaharischen Afrika in Libyen stützte. Dabei wurde diese Personengruppe in allen Medien als „Schwarzafrikaner“ bezeichnet (ORF: http://orf.at/stories/2150951/; Der Standard: http://derstandard.at/1350261279916/Amnesty-Folter-und-Willkuer-gegen-Schwarzafrikaner-in-Libyen; Die Presse: http://diepresse.com/home/panorama/welt/1312334/Libyen_Amnesty-beklagt-Folter-von-Schwarzafrikanern?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do). weiterlesen »

So bunt ist Österreich: Vielfalt zu Wort kommen lassen

Sehr geehrte Kurier-Redaktion!

Vielen Dank für die Titelgeschichte vom 1. Mai 2012 zu Menschen mit Migrationshintergrund („Bananen-Allergiker, Priester und Feen: So bunt ist Österreich“). Wir von der Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung freuen uns, dass Sie das Thema am Titelblatt so prominent platziert haben und im Artikel den interviewten Personen die Möglichkeit geben, ihre Meinungen auszudrücken. Gut finden wir auch die Bandbreite an kulturellen und geographischen Herkunftskontexten der Porträtierten sowie die verschiedenen beruflichen Felder, in denen sie tätig sind. weiterlesen »

Es gibt keine Verbrechergesichter

Sehr geehrte Kronen Zeitungs-Redaktion!

Im Bericht „Taxi-Raube geklärt: ‚Safer’ wird gesucht“ vom 22. November 2011 behaupten Sie, dass einer der mutmaßlichen Täter ein „Allerwelts-Verbrechergesicht“ besitzt und machen diese Behauptung an drei Merkmalen fest: „kurze Haare, dumpfer Blick, offener Mund“. Wir lehnen diese Form der Diskriminierung und Vorverurteilung entschieden ab. Eine mutmaßliche kriminelle Veranlagung kann sicher nicht aus einem Polizeifoto und ganz generell nicht vom Äußeren eines Menschen abgelesen werden. weiterlesen »

SexarbeiterInnen

Sehr geehrter Herr Mag. Mierau, sehr geehrte Österreich-Lokalredaktion!

Aufgrund des neuen Prostitutionsgesetzes in Wien häufen sich derzeit Berichte über Sexarbeit, auch in Ihrer Zeitung. Leider verwenden Sie dabei sehr stereotype und abwertende Bezeichnungen für die Betroffenen dieses Gesetzes. So sind im Artikel „Aus für den Strich“ vom 17. Nov. 2011 folgende Bezeichnungen – und nur diese – zu finden: Liebesdienerinnen und Dirnen. Ich kann keine psychologisierende Schlussfolgerung zur Verwendung solcher abwertender Termini für Sexarbeiterinnen abgeben, aber ich fände es für eine Zeitung im Jahr 2011 doch angemessen, dass sie in der Sprache das Niveau des 19. Jahrhunderts überwindet und Frauen – und Männer –, die dieser Profession nachgehen, als das bezeichnet, was sie sind, nämlich SexarbeiterInnen. weiterlesen »

Klischees fressen Hirn auf?

Im Jänner 2011 wurden die verbrannten Leichenteile einer jungen Frau in der Slowakei gefunden, die von ihrem Pflegevater in Österreich mutmaßlich missbraucht und ermordet wurde. Im Juni 2011 fand man in Bratislava die verbrannte Leiche einer Frau, die in Wien bereits seit sieben Monaten vermisst wurde. Niemand vermutete, dass der oder die Täter die Leichen der Frauen im Feuer zubereitet und gegessen hätten, sondern sich vielmehr auf diese Weise der Leichen entledigt haben, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Im Oktober 2011 werden verbrannte Leichenteile eines Mannes gefunden, der mit seiner Freundin auf einer Yacht vor Nuku Hiva ankert. Die Schlagzeile in Ihrer Zeitung am 17.10.2011 (und in weiteren Boulevardblättern weltweit): Deutscher in Südsee von Kannibalen ermordet? weiterlesen »

Reisen nach “Afrika südlich der Sahara”

30.9.2011

Sehr geehrte Radioredaktion, sehr geehrter Herr Agathakis!

 

Nach der Sommerpause der regulären „Radio Wien“-Reisesendung „Auf und Davon“ wurde die erste Folge zum Reiseziel Kenia ausgestrahlt, in der – zumindest in der Eingangsphase – der Begriff „Schwarzafrika“ für die Lokalisierung Kenias in Afrika verwendet wurde. Der Begriff „Schwarzafrika“ ist ein kolonialistischer und basiert auf einem rassistischen Konzept der Einteilung der Welt und ihrer BewohnerInnen, da er die angebliche Gemeinsamkeit auf die (vereinheitlichend „Schwarz“ angenommene) Hautfarbe seiner BewohnerInnen bezieht. weiterlesen »

‚Grillkrieg’ oder einfach Schlägerei?

Sehr geehrter Herr Pichler!

Ich habe Ihren Beitrag über die „Prügel-Orgie auf der Donauinsel“ sowie den Zusatzartikel „Grill-Polizei im Einsatz“ (beide: 27.4.2011 in Österreich) gelesen und möchte gegen diese Form der Berichterstattung protestieren. weiterlesen »

Reise zu sagenhaften Inseln im Südpazifik

Sehr geehrter Herr Riffert!

Im profil Nr. 7/ 42. Jg stellen Sie in der Rubrik Reisen eine Tour „Mit Reinhold Messner zu sagenhaften Inseln“ vor. Darin ist die Rede von einer „wunderbaren Reise zu fantastischen Inseln“ von Chile bis Tahiti. Offensichtlich fährt die MS Bremen quer durch den Pazifik und steuert verschiedene pazifische Inselstaaten an. Es wäre schön, wenn Sie diese Region nicht mit „Südsee“ titulieren würden. weiterlesen »

Keine sexistische und exotisierende Werbung für Brasilien!

Sehr geehrter Herr Redakteur Stainoch!
Sehr geehrtes Jumbo-Geschäftsleitungsteam!

Bei einem Besuch der Reisemesse in Wien gestern habe ich u. a. ein Exemplar Ihres Fernreisejournals, Ausgabe 36/2010, erhalten und bin – als Kultur- und Sozialanthropologin sowie als reisende Frau – über die Gestaltung der Titelseite erstaunt bis entsetzt. weiterlesen »