Archiv des Autors: Heidi Weinhäupl

Belohnung für “ortsüblichen Dresscode” statt Kopftuch? – Zwei Entgegnungen

Der Standard hat vorige Woche einige mehr als hinterfragenswerte Texte als „Kommentare der anderen“ veröffentlicht, darunter den Artikel „Weniger Kopftuch, weniger Überfremdungsangst“ von einem pensionierten Diplomaten namens Michael Breisky, in dem argumentiert (wenn man das so nennen kann) wird, dass nur die kopftuchtragenden Frauen das Kopftuch ablegen müssten und schon wären die „Überfremdungsängste“ der ÖsterreicherInnen weg. Wer das Kopftuch ablegt und den „ortsüblichen Dresscode“ (schwebten ihm da wohl eher Bilder von Dirndln, Faltenröcken oder Jeans vor?) wird dann auch brav mit mehr Geld belohnt. Dadurch, so stellt sich das Breisky vor, sollen langsam die Kopftücher und damit die Ängste aus Österreich verschwinden. Zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. weiterlesen »

Zu viel Zuwanderung? Mit Informationen gegen Mythen

Sehr geehrte Redaktion der Wiener Zeitung, sehr geehrter Herr Wotke!

Vielen Dank für Ihren Artikel „Eine magische Zahl“ vom 27. August 2015 in der Wiener Zeitung, der wichtige Informationen zur Einwanderungsgeschichte vermittelt. Angesichts der derzeitigen Hasspostings und negativen Meinungsmache in sozialen Medien sind solche Artikel, die darauf hinweisen, dass der österreichische Sozialstaat (und nicht nur der!) von Zuwanderung prinzipiell profitiert, von großer Bedeutung. Allerdings liegt darin auch die Gefahr, die Zugewanderten nur unter dem Aspekt ihrer Nützlichkeit für Österreich zu betrachten – ein Standpunkt, der generell kritikwürdig ist, aber ganz besonders beim Thema Asyl hinterfragt werden sollte.
weiterlesen »

Protest: Gegen eine Verkleinerung des Weltmuseums

Das Wiener Weltmuseum muss nach dem Willen von Kulturminister Ostermayer einen Teil seiner Ausstellungsfläche abgeben. Das Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien sowie das Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften protestieren gegen diesen bedenklichen Schritt in der folgenden Stellungnahme. Ausführliche Hintergründe und Informationen liefert der im Dezember erschienene Gastkommentar von Thomas Fillitz in der Presse. TMB und die genannten Institute hoffen auf zahlreiche Beteiligung an der Online-Petition!

weiterlesen »

TMB-Gastbeitrag: “Zwarte piet” ist nicht gleich Krampus

Ein Gastkommentar von Machteld Venken zur Darstellung der Proteste in den Niederlanden gegen den “zwarte piet” im Falter und anderen österreichischen Medien.

weiterlesen »

So loben wir uns das Sommerloch

Sehr geehrter Herr Jasbar, sehr geehrtes Ö1-Team!

In anderen Medien leben im Sommer nicht nur die Loch-Ness-Ungeheuer und Binnen-I-Diskussionen auf, sondern auch die Vorurteile. Dass das Sommerloch aber auch genutzt werden kann, um Vorurteile zu hinterfragen, zeigte sich am Beispiel Ihrer Pasticcio-Sendung „Sommerloch Teil 2“ vom 13. August 2014. Die Aussage eines Hörers („Ich möchte Lehár, Lanner, Strauß, nicht diese Hottentotten-Musik“) wurde zum Anlass genommen, um sich kritisch mit der abfälligen Bezeichnung „Hottentotten“ auseinanderzusetzen. weiterlesen »

Es gibt kein Schweigen der Muslime zum Terror der IS

Ernst Fürlinger, der Leiter des Zentrums Religion und Globalisierung der Donau-Universität Krems und Dozent am Institut für Religionswissenschaft der Universität Wien, widerlegt in einem Userkommentar auf derStandard.at den immer wieder geäußerten Generalverdacht (zum Beispiel von Hans Rauscher im Standard vom 5. August 2014), Muslime würden sich nicht zu Terror und Gewalt im Namen des Islam äußern.

http://derstandard.at/2000004319513/Es-gibt-kein-Schweigen-der-Muslime-zum-Terror-des-IS

Weil es nicht nur Sprache ist

Kommentar von Anna-Sophie Tomancok und Heidemarie Weinhäupl, erschienen in der Wiener Zeitung am 13.8.2014

Das Gendern – also die gendergerechte oder genderfaire Sprache – steht seit der Publikation des offenen Briefes „Sprachliche Gleichbehandlung“ wieder im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung und Debatte. Das ist zu begrüßen, und zwar besonders aus feministischer Sicht. Denn genau solche Diskussionen auszulösen, ist schließlich ein wichtiger Zweck des Genderns. weiterlesen »

Der Islam als Biotop, in dem Gewalt blüht? Eine Replik

Kommentare oder Artikel wie der “düstere Halbmond” von Eric Frey, erschienen am 20. Jänner 2014 im Standard, sind nicht nur irreführend, sondern auch gefährlich. Eine kritische Replik von Ingrid Thurner, Heidemarie Weinhäupl und Margit Wolfsberger als Leser_innen-Kommentar auf derStandard.at.

Südwind-Magazin über TMB und Kobuk

Das Südwind-Magazin berichtet in seiner Dezember-Ausgabe über die Initiativen Teilnehmende Medienberichterstattung und Kobuk: Zum Artikel

Braucht die Universität Wien Exorzismen?

Wie sich die Kultur- und Sozialanthropologie zwischen Ultra-Rationalismus und Esoterik positioniert: Eine Replik von Bernhard Hadolt, Wolfgang Kraus, Elke Mader und Gertraud Seiser auf den Gastkommentar “Mit Geisterforschung zum Doktortitel: Esoterik an der Wiener Universität” auf derStandard.at – nachzulesen unter http://derstandard.at/1371170541032/Braucht-die-Universitaet-Wien-Exorzismen.