Sehr geehrter Herr Gerald John, sehr geehrte Standard-Redaktion,
mit Bedauern habe ich den Beitrag “Neue Wege gegen Arbeitslosigkeit bei Migranten” gelesen (erschienen am 28.10.2011 in der Printausgabe).
Ohne die genannten Fakten bezüglich der Arbeitslosigkeit anzuzweifeln, halte ich deren Darstellung für sehr unglücklich gewählt. Als Einstieg folgt ein Stereotyp dem nächsten. „Sie kommen oft in Begleitung, manchmal mit der halben Familie im Schlepptau. Stumm sitzen die Frauen da, das Kopftuch ins Gesicht gezogen, während der Mann an ihrer Seite das Wort führt. Zieht die Beraterin ihnen doch ein paar Sätze aus der Nase, offenbart sich nicht selten holpriges Deutsch.“
Was wie ein Rätsel klingt – mit der richtigen Antwort „Türkische Mädchen und Frauen zählen zur schwierigsten Klientel von Jobvermittlern“ – ist vielmehr die Festschreibung immer wieder bedienter Stereotype. weiterlesen »
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