Den Islam verbieten – oder doch die Zeitung “Österreich”?

Der Einfachheit halber dürfen wir gleich aus Wolfgang Fellners Kommentar „Wie lange noch schauen wir dem Terror zu?“ in der Tageszeitung “Österreich” zitieren: „Der dritte Punkt im Kampf gegen den Terror ist der heikelste: Mittlerweile muss die Diskussion erlaubt sein, ob nicht der Islam als solcher in Europa verboten werden sollte. Bei allem Respekt für die Freiheit der Religionen und die vielen friedlichen, sympathischen Anhänger des Islam auch bei uns in Österreich: Die Grenzen zwischen dem friedlichen Islam und dem Terror im Namen des Islam verwischen sich immer mehr. In unseren städtischen Kindergärten. In vielen Moscheen. Da wird Terror gefördert, gepredigt, vorbereitet. So kann und darf es nicht weitergehen.“

Wolfgang Fellner stellt mit diesem aufhetzenden, pauschalisierenden und diskriminierenden Kommentar nicht nur alle Muslime unter Generalverdacht, sondern auch die Religionsfreiheit in Frage, die in den Menschenrechten und in der österreichischen Verfassung garantiert ist.
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Seit Köln

Seit Köln ist alles möglich. Sogar dass, wie Stefan Niggemeier letzte Woche in Über Medien berichtete, der Deutsche Presserat darüber diskutiert, ob die Zugehörigkeiten von Verdächtigen und TäterInnen zu Minderheiten auch ohne begründbaren Sachbezug genannt werden soll. Ergebnis der Diskussion: Nein, der entsprechende Passus im deutschen Pressekodex bleibt erhalten.
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TMB als “Lebendes Buch” im C3 in Wien

Das C3 – Centrum für Internationale Entwicklung veranstaltet am Mittwoch, den 16. März 2016, eine Living-Books-Veranstaltung zum Thema “Hilfe!? (Gem)Einsam für eine bessere Welt”.

Dabei können gesellschaftlich Engagierte – beruflich oder ehrenamtlich, so wie wir – als Lebende Bücher zu ihren Projekten, ihrem Engagement und ihrer Motivation befragt werden. Neben der Teilnehmenden Medienbeobachtung stehen viele interessante Organisationen – von Train of Hope über Horizont3000, Amnesty, Attac oder dem Ute Bock Projekt bis hin zum Augustin – für Fragen zur Verfügung. Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es hier.

Wir würden uns freuen, unsere LeserInnen und Facebook-FreundInnen dort zu treffen!

Linktipp

“Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln.” (Goethe, Torquato Tasso) Und doch: Manchmal könnte man einfach nur noch heulen. Die “Süddeutsche Zeitung” und der “Focus” ernteten am vergangenen Wochenende massive Kritik wegen rassistischer bzw. sexistischer Titelseiten. Hier eine Kritik vom “Spiegel” zum Nachlesen: Rassistische Titelbilder: “Süddeutsche” entschuldigt sich, “Focus” nicht

Plädoyer für sensiblen Sprachgebrauch

Sehr geehrter Herr John,
sehr geehrte Frau Sterkl,
sehr geehrte Standard-Redaktion,

herzlichen Dank für Ihren Beitrag „Wenn der ‚Ansturm‘ der ‚Asylanten‘ losbricht“ und das Interview mit Anatol Stefanowitsch. weiterlesen »

Replik zu Florian Klenks Kommentar „Offene Grenzen brauchen offene Worte“ (Falter 38/15)

Ja, es stimmt, es braucht eine ehrliche Debatte. Naivität und das Beklatschen von Flüchtlingen lösen keine Probleme.
Schade ist jedoch, dass es auch Herr Klenk schafft, wieder bekannte Vorurteile zu bedienen. Unterm Strich bleibt von seinem Kommentar: Probleme werden uns die MuslimInnen aus „rückständigen“ Gebieten machen. weiterlesen »

Linktipp

Andre Gingrich über ein Erstarken der Zivilgesellschaft:

„derstandard.at“

Belohnung für “ortsüblichen Dresscode” statt Kopftuch? – Zwei Entgegnungen

Der Standard hat vorige Woche einige mehr als hinterfragenswerte Texte als „Kommentare der anderen“ veröffentlicht, darunter den Artikel „Weniger Kopftuch, weniger Überfremdungsangst“ von einem pensionierten Diplomaten namens Michael Breisky, in dem argumentiert (wenn man das so nennen kann) wird, dass nur die kopftuchtragenden Frauen das Kopftuch ablegen müssten und schon wären die „Überfremdungsängste“ der ÖsterreicherInnen weg. Wer das Kopftuch ablegt und den „ortsüblichen Dresscode“ (schwebten ihm da wohl eher Bilder von Dirndln, Faltenröcken oder Jeans vor?) wird dann auch brav mit mehr Geld belohnt. Dadurch, so stellt sich das Breisky vor, sollen langsam die Kopftücher und damit die Ängste aus Österreich verschwinden. Zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. weiterlesen »

Zu viel Zuwanderung? Mit Informationen gegen Mythen

Sehr geehrte Redaktion der Wiener Zeitung, sehr geehrter Herr Wotke!

Vielen Dank für Ihren Artikel „Eine magische Zahl“ vom 27. August 2015 in der Wiener Zeitung, der wichtige Informationen zur Einwanderungsgeschichte vermittelt. Angesichts der derzeitigen Hasspostings und negativen Meinungsmache in sozialen Medien sind solche Artikel, die darauf hinweisen, dass der österreichische Sozialstaat (und nicht nur der!) von Zuwanderung prinzipiell profitiert, von großer Bedeutung. Allerdings liegt darin auch die Gefahr, die Zugewanderten nur unter dem Aspekt ihrer Nützlichkeit für Österreich zu betrachten – ein Standpunkt, der generell kritikwürdig ist, aber ganz besonders beim Thema Asyl hinterfragt werden sollte.
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Bimfahrer und Bezeichnungsmacht

Liebe Frau Dusl,

bei allem Verständnis für den Wunsch des Lesers, politisch korrekte
Bezeichnungen zu verwenden: herzlichen Dank für Ihre erhellenden
Gegenfragen in “Bimfahrer und Bezeichnungsmacht” (Falter 28/15, 8.7.2015). weiterlesen »