TMB-Workshop bei den Tagen der KSA

DONNERSTAG, 6. JUNI

13:00–15:00 Workshop C: Eingrenzen, ausgrenzen, entgrenzen – Mediale Praxen
Übungsraum

  • Philipp Budka: Fußballfankultur und mediale Praxen aus sozial- und kulturanthropologischer Perspektive
  • Jacqueline Younes: Kurdinnen und Kurden im Spiegel der deutschsprachigen Printmedien: „Das Ausland“, „Globus“, „Dr. A. Petermanns Mitteilungen“
  • Lisa Mine Orel: Orient im Hochglanzformat – Differenzen und deren Konstruktion in deutschsprachigen Jemen-Reisebroschüren
  • Ingrid Thurner: Eingrenzen – ausgrenzen. Islam und Muslime in medialen Diskursen

Im Anschluss an die Vorträge gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Alle Interessierten sind willkommen.

Waun mi des Reisebüro net vermittelt hätt

Kommentar von Almuth Waldenberger zu Sabine Scholls Reisebericht aus Marokko: “Was wären wir ohne Fatima?” im Standard, Album vom 20. 4. 2013

Da hat also eine Schriftstellerin einen Text über ihre eigene Unfähigkeit verfasst, auf Urlaubsreise in Marokko mit kleinen und größeren Abweichungen von der eigenen Lebensrealität irgendwie umzugehen. Ihre mitgereisten Kinder werden zu Indikatoren, wie denn die Gesamtgesellschaft im Kontakt mit dem Fremden bestehen würde – noch viel stärker äußert sich da die Ohnmacht. weiterlesen »

Staatsbürgerschaftstest und Wertedebatte – Ausgrenzende Abwertung

Sehr geehrter Herr Rauscher,
Sehr geehrte Standard-Redaktion,

 

Werte sind das, was der andere nicht hat – das ist zumindest der Eindruck, der entsteht, wenn man sich diverse Diskussionen um Inklusion und Exklusion ansieht. Und in diese Kerbe schlägt auch Ihre Glosse vom 25. April 2013 zum neuen Staatsbürgerschaftstest  (http://derstandard.at/1363709223295/Eine-Einstellungssache).  weiterlesen »

TMB bei den Tagen der KSA

8. Tage der Kultur- und Sozialanthropologie 2013

6. und 7. Juni 2013

Workshop 16: Eingrenzen, ausgrenzen, entgrenzen – Mediale Praxen

CFP: Abstract (max. 300 Worte) bis 12.4.2013 weiterlesen »

Die ÖH ist kein “Studentenparlament”

Sehr geehrte Redaktion,

seit vielen Jahren schätzen wir den Falter wegen seiner genauen Recherchearbeit, vieler informativer Artikel, die man anderswo nicht findet, und weil immer das Bestreben erkenntlich ist, auch Minderheiten angemessen darzustellen. weiterlesen »

“Schwarzafrikanerin” auf U-Bahn-Geleise gestoßen

Sehr geehrter Standard-Leser_innenbeauftragter, sehr geehrte Redaktion!

Anlässlich der Berichterstattung über die schwere Körperverletzung einer Kenianerin – im Standard und in anderen Zeitungen als „Schwarzafrikanerin“ bezeichnet – möchten wir gerne auf zwei frühere Beiträge unserer Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung verweisen: „Schwarzafrika gibt es nicht“ und „Reisen nach Afrika südlich der Sahara“. Weniger ausführlich, aber ebenso treffend formuliert es EUphoriker im derStandard.at-Forum am 8.1.2012: weiterlesen »

“Kurze Miniröcke und die sexuellen Fantasien des armen Professors”

Eine sehr empfehlenswerte Antwort auf einen aus TMB-Sicht kritikwürdigen Beitrag über den Umgang mit sexueller Belästigung an japanischen Universitäten. Danke an Thomas Schmidinger.

http://derstandard.at/1350260474760/Kurze-Miniroecke-und-die-sexuellen-Phantasien-des-armen-Professors

Leben in der Migrationsgesellschaft

Am 13. Oktober 2012 durfte Heinz Buschkowsky, SPD-Bürgermeister von Berlin-Neukölln, im „Standard“ sein diskussionswürdiges Integrationsverständnis darstellen. Buschkowsky spricht von Einwanderung als „Testbetrieb fürs Sozialsystem“, von einer Zunahme von „Zweit-, Dritt- und Viertfrauen“, von einer „Bewahrung der archaischen Lebenswelt wie bei Opa“ und von einem Zurück zu „Fred Feuerstein“. Als besonders brennende Probleme werden – wieder einmal – die „Sprach- und Bildungsdefizite“ der „Einwandererkinder“ betrachet. weiterlesen »

Chancengerechtigkeit und Schule

Die VertreterInnen der sogenannten Ausländerpädagogik konstruierten in den frühen 1970er Jahren – voll guten Willens – die Kinder von „Gastarbeitern“ als SchülerInnen mit „Sprach- und Kulturdefiziten“. Sie arbeiteten mit der naiven Annahme, dass diese Kinder im Schulsystem nur bestehen könnten, wenn sie durch einen Prozess der vollständigen Assimilation gehen und dabei Sprache und Kultur ihrer Eltern gegen die des Gastlandes eintauschen. Die betroffenen Kinder werden dabei als eine besondere Gruppe betrachtet, als Schüler und Schülerinnen mit Defiziten und Problemen charakterisiert; als zusätzliche Bürden, „Analphabeten in zwei Sprachen und Kulturen“, tickende Zeitbomben, Kriminelle, als Gefahren oder als zu wenig motiviert. Eben diese Bilder finden sich auch in jüngster Zeit wiederholt – so auch im Kurier-Kommentar „Mehr Integrations- als Schulproblem“ von Martina Salomon, 5.10.2012. weiterlesen »

Das Afrikabild in unseren Köpfen

Angesichts von Berichten über Bürgerkriege und Flucht, AIDS und Ebola, Armut und Hungersnöten und den damit verbundenen Spendenaufrufen fragen sich wohl viele ÖsterreicherInnen, „warum ausgerechnet“ in Afrika, „ewig Hunger, Kriege, Staatsstreiche, Korruption, Diktaturen“ herrschen und „da stets Entwicklungs- und Nothilfe das Allerschlimmste verhindern“ müssen. Für MedienkonsumentInnen ist das – angesichts der medialen Bilder, die immer wieder Afrika insgesamt so darstellen – eine nachvollziehbare Frage. Der Chefredakteur eines Qualitätsmagazins sollte eigentlich einige Schritte weiter denken. Das tut Christian Rainer in seinem Beitrag „Darum immer Afrika“ (Profil vom 15.7.2012) leider nicht. Dafür liefert er uns aber ein Lehrstück darüber, wie genau dieses Afrikabild konstruiert wird. weiterlesen »