Teenies als Terroristen?

LeserInnenbrief zum Titelblatt des Kurier am 21. September 2014:

Sehr geehrte Kurier-Redaktion,

es ist einfach nur schade, dass reißerische Bilder und Headlines offenbar uneingeschränkte Priorität haben. Schockiert wird man aus seiner Sonntagsruhe gerissen, wenn einem der Sager „Teenies als Terroristen – jung, weiblich, gewaltbereit“ über schwarz verschleierten Augen entgegen prangt. weiterlesen »

Ursache der Genderproblematik in Österreich: Muslime sprechen kein Deutsch

TMB-Gastbeitrag von Menerva Hammad

Im Artikel „Attacke auf die Stellung der Frau – kein Thema für Feministinnen” in:
Die Presse vom 18. 08. 2014 kommt Gudula Walterskirchen von der Genderdebatte auf die Verallgemeinerung, der Islam sei frauenfeindlich. Muslimische Eltern sollen ihren Söhnen beibringen Frauen zu respektieren! Schön und gut, aber Christen sollten genau dasselbe tun. weiterlesen »

Im Zweifel gegen ein Burka-Verbot

Der Kommentar erschien am 9. 7. 2014 in der Wiener Zeitung.

Niemand darf einer Frau die Verhüllung aufzwingen – und niemand darf sie ihr verwehren.

Die Debatte um ein Verbot der weiblichen Ganzkörperverhüllung in der Öffentlichkeit ist dominiert von ethnologischer Unkenntnis, historischen Wissenslücken, hastig zusammengegoogelten Erläuterungen und an den Haaren herbei gezogenen Argumenten. Sie hat viele Mitwirkende, selbsternannte Fachleute, wohlmeinende Feministinnen, rechts stehende Parteien und ihre medialen Sprachrohre. Nicht thematisiert werden die Wünsche und Bedürfnisse derjenigen, die ein solches Kleidungsstück tragen könnten, die ganze Diskussion findet nahezu unter Ausschluss von Musliminnen statt. Zur Verdeutlichung von Standpunkten sind sie auf soziale Netzwerke und Blogs verwiesen, auf Druckwerke mit geringen Auflagen oder beschränkten Zielgruppen.

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TMB-Gastkommentar: Schule fürs Leben?

Von Gizem Gerdan, erschienen in der Wiener Zeitung am 15. Juni 2014

Seit Mitte März werden im Rahmen eines Experiments der Sendung “Thema” zwei Schulklassen aus einer Neuen Mittelschule (NMS) und einem Gymnasium mit einer Kamera und einem Team von Trainer_innen durch die letzten Monate der 8. Schulstufe begleitet. Schon im Laufe der ersten Folge wird klar, dass es der Anteil an Schüler_innen mit Migrationshintergrund ist, der diese Klassen nach der Idee der Redakteure ganz besonders von einander unterscheidet. Ziel dieses Experiments ist es, dass die Schüler_innen von- und miteinander lernen. Zehn Jugendliche werden näher vorgestellt und begleitet, sechs von ihnen haben Migrationshintergrund, vier davon Fluchterfahrungen.

Der Ansatz der Sendung ist eigentlich erfreulich, da er eine Möglichkeit bietet, migrantische Geschichten zu erzählen, die selten Platz in Mainstreammedien finden. Die erste Folge der Sendung setzt in dieser Hinsicht auch positive Zeichen: Wir lernen die Jugendlichen kennen. Nichtsdestotrotz zeigen leider die nächsten Folgen eine deutliche Fokussierung auf die Kinder mit Fluchterfahrung, die stutzig werden lässt. Natürlich ist diese Erfahrung prägend für die Wünsche und Träume der Schüler_innen. Aber das Thema Flucht beherrscht nicht nur die Darstellung der Jugendlichen aus der NMS sondern den Großteil der gesamten weiteren Sendezeit. weiterlesen »

Der Islam als Biotop, in dem Gewalt blüht? Eine Replik

Kommentare oder Artikel wie der “düstere Halbmond” von Eric Frey, erschienen am 20. Jänner 2014 im Standard, sind nicht nur irreführend, sondern auch gefährlich. Eine kritische Replik von Ingrid Thurner, Heidemarie Weinhäupl und Margit Wolfsberger als Leser_innen-Kommentar auf derStandard.at.

Wider besseres Wissen: Medien und Islam

Der Kommentar ist in Südwind, Oktober 2013 erschienen.

Die Berichterstattung liefert ein äußerst einseitiges Bild einer ganzen Religion, zusammengewürfelt aus wenigen Versatzstücken.

Wer Zeitungen liest, muss feststellen, dass Meldungen und Kommentare zu Islam auf wenige Themen reduziert sind: Kopftuch, Minarett, Polygamie, Zwangsheirat, Beschneidung, Ehrenmord, Terrorismus, Islamismus, Hassprediger, Unterdrückung. weiterlesen »

Das Scheitern der islamischen Demokratie?

LeserInnenbrief zum Profil-Artikel Ägypten: Das Scheitern der islamischen Demokratie von Tessa Szyszkowitz im Profil vom 15. Juli 2013

Sehr geehrte Dr. Szyszkowitz, sehr geehrte profil-Redaktion,

vielen Dank für das gelungene Interview mit Gilles Kepel. Sie konnten den sogenannten Experten durch das Einbringen von Hintergrundwissen aus der Reserve locken, seine zum Teil verallgemeinernden Positionen aufbrechen und ein differenziertes Bild ermöglichen. Durchaus energischer hätte man noch aufdecken können, dass Herr Kepel jedes Versagen von demokratisch gewählten Regierungen mit Beteiligung islamistischer Parteien als logisch und naturbedingt (Ägypten, Türkei) darstellt, während er Erfolge (Tunesien) lediglich als Ausnahmeerscheinung abtut. weiterlesen »

Fatales Nicht-Schweigen eines Islamkritikers

Betr: Fatales Schweigen vieler Muslime, Standard, 24. 5. 2013

Sehr geehrter Herr Kirchengast, sehr geehrte Redaktion,

die Freude und das Lob über den Standard vom Samstag 18. 5. – den wir über weite Strecken schätzten, weil Diversität als Chance gesehen und nicht als Problem aufgebaut wurde – ist uns im Hals stecken geblieben, als wir den Kommentar „Fatales Schweigen vieler Muslime“ (24. 5.) lasen. Er hat die ganze schöne Wochenendausgabe Lügen gestraft. weiterlesen »

Die antimuslimischen Vorurteile pflegen

Der Kommentar erschien am 17. 5. 2013 gekürzt in der Wiener Zeitung.

„Mehrheit der Muslime weltweit für Scharia“, so oder so ähnlich lauteten weltweit die Schlagzeilen anlässlich einer Umfrage des Pew Research Center*), die dieser Tage für mediale Aufregung sorgte.
Es klang zugleich wie eine Anklage und wie ein Triumph, wie wenn endlich offiziell bestätigt würde, was man immer schon befürchtet hat. Aber was ist daran überraschend, wenn Muslime für die Scharia sind? Selbstverständlich befürworten die Angehörigen einer Religion ihre Glaubensinhalte. weiterlesen »

Was hat Islam mit Islamismus zu tun?

Der Artikel ist am 6. 2. 2013 als Gastkommentar in der Presse erschienen und wurde aufgenommen ins Austria-Forum.

Revolutionäre, Terroristen, Bilderstürmer, Selbstmordattentäter, Taliban, Al-Qaida, Muslimbruderschaft, demokratisch gewählte Präsidenten und Ministerpräsidenten, Männer mit Bärten und Frauen mit Kopftüchern, sie alle haben eines gemeinsam: Sie werden in der Kategorie Islamismus schubladiert. weiterlesen »