Gerade in Zeiten der Krisen: Macht Urlaub in Griechenland!

“Die Presse”, Print-Ausgabe, 19.07.2011
Online: die Presse.com

Wirft man einen Blick in die Zeitungen der letzten Wochen, scheint das Bild Griechenlands völlig entrückt. Zu Beginn der touristischen Hauptsaison ist mehr die Rede von Krise, Pleite und Streik als von Urlaub.

Zurück von einer Griechenland-Reise: Hätten nicht die Zuhausegebliebenen anhand von Zeitungsinformationen über die „Pleite-Griechen“ informiert, hätte ich mich vor Ort höchstens über die hohen Spritpreise gewundert. Durchaus faszinierend, dass man scheinbar mittendrin statt nur dabei ist, von einer Krise jedoch nichts bemerkt. Aber Griechenland ist wohl weitaus größer als die wenigen Zentren, in denen es zeitweise zu Streiks oder Demonstrationen kommt.

Die alles überschattende Krise

Probleme hatte ich, wie wahrscheinlich der Großteil der Reisenden, keine. Das Flugzeug hat mich planmäßig an mein Ziel und zurück gebracht, auch die Fähre ist verlässlich übers Wasser geglitten. Taxis, Mietautos, Busse, Unterkünfte und Tavernen haben sich ebenfalls von ihrer besten Seite gezeigt. Ich habe an verschiedenen herrlichen Stränden gebadet und Bergdörfer besucht, habe sehr nette Menschen kennengelernt.

Eigentlich alles wunderbar, würde man meinen. Wäre da nicht noch diese Krise, die in der medialen Berichterstattung alles überschattet und sich in den Köpfen der Leserschaft festsetzt. Der touristische Blick vernachlässigt politische Themen und konzentriert sich eher auf Entspannung und Erholung. Es ist daher durchaus wichtig, Informationen zu erhalten, die darüber hinausgehen – eine Flut an negativen Schlagzeilen übersteigt jedoch das Maß.

Ängste über dahinschwindendes Steuergeld machen sich in der österreichischen Bevölkerung breit. Liest man sich durch die Forenbeiträge diverser Onlinemedien, könnte man meinen, alle Griechen seien korrupt und Investitionen keinen Cent mehr wert. Sie werden als faules Pack oder betrügerisches Volk beschimpft.

Diese aufkeimende Abneigung wirkt sich auf einen der wichtigsten Wirtschaftszweige Griechenlands aus. Untypisch wenige Touristen wären für Juni in der Region, berichtete ein Tavernenbesitzer und führte dies auf die Krise zurück. Er habe weit weniger Besucher und die Reisenden seien skeptisch geworden.

Die Rolle der Medien

Schade, wenn man bedenkt, dass Griechenland finanzielle Hilfe benötigt, dem Land aber zeitgleich Budgetkürzungen bevorstehen. Tourismuseinkünfte machen immerhin 15 Prozent (vgl. CIA Factbook) des griechischen BIPs aus. Ein ohnehin geschwächtes Land wird durch die übertriebene mediale Darstellung der Krise noch mehr entkräftet.

Kann das das Ziel sein? Die Wahl einer Urlaubsdestination wird nicht von ungefähr getroffen. Vielmehr wird sie von Informationen und Eindrücken beeinflusst, die wir aus den Medien erhalten. Tageszeitungen vermitteln hierbei das aktuellste Bild. Gerade deshalb spielen sie für Kurzentschlossene eine wichtige Rolle. Schnell kann sich der Reisewunsch verflüchtigen, wenn die negativen Schlagzeilen überwiegen.

Es gibt keine Reisewarnungen!

Touristisch gesehen hat Griechenland jedoch nichts an Attraktivität verloren. Auch die Sicherheit der Reisenden ist gewahrt, es wurden keine Reisewarnungen bekannt gegeben.

Und wenn das Land schon Unterstützung braucht, kann man diese doch mit etwas Schönem verbinden: Mit einem Urlaub zum Beispiel!

Mag.a Susanna Reiskopf ist Kultur- und Sozialanthropologin und Mitglied der Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar»
  1. Wir waren von zig Jahren mit dem Auto in Grichenland, waren damals ca 25 Jahre alt und haben uns sehr auf diese Reise gefreut- Grichenland usw. Was rausgekommen ist war der planke Horror- Wir wollen von Athen einen Abschtecher mit dem Flugzeug nach Kairo machen- unmöglich- das Auto war im Pass eingetragen-hätte bei den Zollbehörden abgegeben werden müsse- die “Lagerhalde” für diese Autos war der reiste Schrottplatz- zerbeulet-ausgeschlachtete Auto waren dort UNGESICHERT gepart- Danke nein- die erste Enttäuschung über die Geburststädte der Demokratie.
    Die zweite: Wir parkten in einer Seitengasse unterhalb der Akropolis mit unseren Auto- als wir zum Auto kammen waren da keine Kennzeichen mehr drauf- auf keinen der dort geparkten PKW ( alles ausländer) waren welche drauf- in einen Polizeiaut- lachende Grichische Polizisten die uns einen Zettel in die Hand drückten wo wir uns unseren Nummerntafeln wider holen durften- natürlich mit einer gesalzenen Geldstrafe- weil in diesen Strassen war einfach zu Parkverbot- ohne Tafel- aber mit vergilbten blauen Strichen am Gesteigrand. Nicht nur das wir unser letzes Geld für diese Strafe zahlen mussten-hatte dioe Polizei natürlich am Abend schon zu- (Samsatag) -Geld ahben sie genommen- aber die Kennzeichen gabst erst am Sonntag ab 8.00 Uhr. Die Kennzeichen waen natürlich durch das runterreisen beschädift, das Auto hatte einen Schaden durch das Runterreisen. Un dann schreiben Sie man soll bei diesen Griechen Urlaub machen !- na sicherlich machen wir und unsere Fam. keinenen Urlaub mehr in Griechenlad- dieses Land und die dortie Bevölkerung / Behörden sind für uns gestorben. ( machen im jahr so 2-3 mal einen Urlaub von 5 -18 Tagen- aber wo anders ). Das ein Land so mit Geldbringenden Touriosten umgeht ist die Höhe- alle schon die Abzocken in den Restaurant- als Tourist voll abgezockt- als Grieche “schwarz” hinter der Theke ( weis ich von einen Griechen). Natürlich müssen wir dennen helfen- allein schon das Foto eines brennenden Auto in der heutigen Presse zeigt das dieses land in Jahrzenten nicht`s dazugelernt hat- Gewalt und Betrug = Griechenland !

    mfg
    Fam. Dr.Antes
    2380 p`dorf

  2. Susanna Reiskopf

    Sehr geehrter Herr Antes,

    es ist natürlich sehr schade, dass Ihr Griechenlandurlaub vor zig Jahren durch negative Erlebnisse überschattet war. Wir weisen jedoch darauf hin, dass dies individuelle Erfahrungen sind, die sich nicht verallgemeinern lassen und die Ihnen nicht das Recht dazu geben ein ganzes Land mit Gewalt und Betrug gleich zu setzen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Susanna Reiskopf

  3. Vasilis Gialamatzaki

    Ich will an der Geschichte von Herrn Dr. Antes nicht zweifeln, wohl aber an den angeblichen Doktortitel, wenn ich die Schreibfehler sehe.

    Was mich aufregt ist jedoch was anderes. Wenn du in Österreich bist, dann fügst du dich einfach denn regeln, in Griechenland hattest du wohl das Gefühl dass du das nicht machen must. Anstatt das Auto wie vorgeschrieben bei den Zollbehörden zu lassen hast du es einfach auf die Strasse parkiert. Ist auch logischer es auf die Strasse zu parkieren denn da wird es ja bewacht. Oder wie war das nochmals mit der unbewachten Lagerhalle? Auch egal. Wahrscheinlich Parks du auch nie neben alten oder evtl. zerbeulten Autos. Oder was war nochmals der Grund? Jedoch, mit ein bischen Verstand macht es auch Sinn, dass in der Lagerhalle auch ausgeschlachtete Autos standen. Wahrscheinlich war die meiste dort beschlagnahmte Fahrzeuge die ausgeschlachtet und untersucht werden. Vielleicht aber auch nicht denn ich weiss es nicht, ich vermute es auch nur.
    Das mit den Nummernschildern kann gut sein, denn das ist gängige Praxis bei Falschparker aus dem Ausland, da Bussen nicht im Ausland eingetrieben werden können oder besser gesagt konnten.
    Jeder Tourist hat das gefühlt dass er da fahren und parken kann wie und wo er will nur weil es die einheimischen auch machen. Kann er auch! Jedoch ärgern die sich nicht wenn sie eine Busse wegen falschparken bekommen, es ist ihnen nämlich durchaus bewusst dass sie sich nicht korrekt verhalten haben, jedoch wissen die meisten, wie häufig wo kontrolliert wird und wo sie acht nehmen müssen. Jedoch ist es kein Problem wenn man sich an die Verkehrsregeln hält. Ich bin mir sicher dass es eine Tafel mit, irgendwas über ein Parkverbot, hatte ob es auch nur ein zeitlich begrenztes war oder nur für bestimmte Tage Geltung hatte. Aber irgendwas wird sicher gewesen sein, doch wahrscheinlich nur gedacht “naja die anderen parken auch”, anstatt sich zu informieren. leider aber hat es dich nun erwischt. Wäre dein Auto abgeschleppt worden wie hier zu Lande, wäre deine Überraschung aber noch grösser gewesen.
    Dann kommt natürlich die Frage warum hast du nicht in ein Parkhaus geparkt oder am Flughafen? Wahrscheinlich um ein paar Schilling zu sparen. Du hättest auch einfach in der Nähe des Flughafens parken könne, auch auf der Strasse meine ich. Würde schon logischer sein, da die gegen auch als die “bessere” gilt -und auch damals galt- als die im Zentrum von Athen und man sicher auch weniger um sein Auto fürchten muss.
    Und, ja klar voll abgezockt in den Restaurants, könnte ich dir fast glauben aber eben nur fast weil du es eben nicht näher erklärst.
    Schwarz hinter der Theke? Was denn? Hat er schwarz hinter der Theke Fetakäse gegessen? Du kannst ja die Karte einsehen und dich dann entscheiden ob die Preise für dich stimmen oder nicht. Falls nicht kannst du aufstehen und gehen. Falls du das Gefühl hast du wirst übers Ohr gehauen kannst ja zuerst mit den Geschäftsführer sprächen und falls du immer noch davon überzeugst bist dass du betrogen wist kannst du ja die Polizei rufen. Es gibt ja sogar eine Polizeiabteilung die sich nur mit Touristenproblemen befasst. Hast du aber nicht gemacht. Hinter der Theke hättest du dir höchstens die Usst. ersparen können.
    Ehrlich gesagt, wenn ich so nachdenke, zweifle ich nicht nur an deinem Titel sondern auch an die Wahrheit deiner Geschichte.
    Also ich akzeptiere jeden Kommentar auch den übelsten solange er begründet und logisch ist, aber beim Herrn Antes habe ich das Gefühl das er hier einfach anti-griechische Stimmung verbreiten will, wenn man das so sagen darf, beleidigen und Griechenland in ein schlechtes Licht rücken will, ober bessergesagt, mit solchen erfundenen Halbwahrheiten Stammtisch Geschichten, seine antigriechische Position festigen und verbreiten will.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail wird nicht veröffentlicht.

(erforderlich)
(erforderlich)