Blogbeitrag verfassen

Wie kann man sich beteiligen?

Wenn Sie einen Blogbeitrag für uns haben oder regelmäßig mitarbeiten möchten, senden Sie uns bitte ein E-Mail an tmb.ksa@univie.ac.at – wir freuen uns über alle Redaktionsmitglieder mit kultur- und sozialanthropologischem Background:  Studierende ebenso wie AbsolventInnen, Lehrende, in der Praxis Stehende, …

Auch wenn Sie nicht mitarbeiten möchten, aber einen problematischen oder besonders positiven Medienbeitrag gefunden haben, freuen wir uns über ein Mail mit dem Hinweis darauf an dieselbe Mailadresse.

Hier ein paar Hinweise zu Form, Stil und Argumentation möglicher Blogbeiträge:

  • Die Blogbeiträge sollten sich auf einen oder mehrere in Medien erschienene Artikel bzw. Sendungen beziehen. Der Schwerpunkt des Blogs liegt auf österreichischen Medienberichten, es spricht aber nichts dagegen, Artikel oder Sendungen aus Deutschland oder anderen Ländern zum Thema zu machen.
  • Die Blogbeiträge sollten in Form von Gastkommentaren oder LeserInnenbriefen abgefasst und  dem jeweiligen Medium (oder anderen Medien) zugesandt werden. So wird sichergestellt, dass nicht nur im Blog selbst klug argumentiert wird, sondern diese Argumente auch die Medien selbst erreichen. Schließlich werden LeserInnenbriefe in vielen Redaktionen sehr ernst genommen und sowohl den Vorgesetzten als auch den RedakteurInnen selbst zugesandt. Gastkommentare können ev. auch Konkurrenzmedien angeboten werden, um so weiteren Druck zu erzeugen.
  • Bezüglich der Länge des Beitrags empfehlen wir, nicht über 3000 bis maximal 4000 Zeichen hinauszugehen, um sowohl die Blog-LeserInnen als auch die RedakteurInnen der jeweiligen Medien in möglichst knapper Form zu informieren, ohne auszuschweifen. Sind längere Erklärungen nötig, kann diese Grenze auch überschritten werden – allerdings sind im Zweifelsfall weiterführende Literaturtipps oft sinnvoller als allzu lange Blogbeiträge.
  • Der Stil Ihres LeserInnenbriefes und Gastkommentars bleibt natürlich den jeweiligen AutorInnen selbst überlassen. Zu beachten ist allerdings, dass es nicht das Ziel der Initiative ist, durch Polemik und Sarkasmus zu glänzen, sondern kultur- und sozialanthropologisches Wissen zu vermitteln. Im Vordergrund sollten daher die Argumente für oder gegen einen Medienbericht stehen. Diese können

als Standpunktkommentar verfasst werden (argumentiert aus einer Perspektive),

als diskursiver Kommentar (zeigt verschiedene Sichtweisen auf, arbeitet sich von Punkt zu Punkt zu einer Schlussfolgerung durch) oder

als Pro- und Kontra-Kommentar (der/die AutorIn bezieht selbst keine eindeutige Stellung, sondern stellt die Diskussion dar).

In jedem Fall ist es jedoch wichtig, die Positionen klar und schlüssig zu argumentieren. Zu Kommentarformen vgl. z.B. Nowag, Werner / Schalkowski, Werner (1998): Kommentar und Glosse. München: Ölschläger.

  • Bitte überprüfen Sie alle Fakten, Namen und Zahlen und vermeiden Sie alle Polemiken oder Unterstellungen, die von den Redaktionen als falsch widerlegt werden können. Diese Kleinigkeiten können dazu führen, dass Ihre Kritik leichter als unberechtigt oder unqualifiziert abgetan wird.
  • Auch Beschimpfungen oder pauschale Aburteilungen aller Medien sind nicht empfehlenswert. Schließlich gibt es (vermutlich) in allen Medien engagierte Menschen, die teilweise auch von den Strukturen, Machtverhältnissen und Gewohnheiten im Journalismus behindert werden. Sie zu erreichen und mit zusätzlichem Wissen zu versorgen ist ein Ziel der Initiative TMB – pauschale Aburteilungen schaden hier mehr als sie nützen.
  • Setzen Sie möglichst wenig kultur- und sozialanthropologisches Vorwissen bei Ihren LeserInnen voraus, sondern erklären Sie Fachspezifisches lieber.
  • Besonders schwierig gestaltet sich häufig der Anfang eines Kommentars bzw. LeserInnenbriefes: Es gilt klar zu machen, um welchen Medienbeitrag es sich handelt, wann und wo dieser erschienen ist und was daran positiv oder negativ zu kritisieren ist – und gleichzeitig die Lust aufs Lesen zu erhalten. Keine leichte Aufgabe, aber schließlich haben auch JournalistInnen das gleiche Problem, vor allem bei Kommentaren und Rezensionen. Tipps zum journalistischen Schreiben bzw. dem Schreiben von Kommentaren und Rezensionen finden sich z.B. in Porombka, Stephan (2006): Kritiken schreiben: Ein Trainingsbuch. Konstanz: UVK-Verl.-Ges.
  • Bitte verwenden Sie wenige Fremdwörter und schreiben Sie so einfach wie möglich: Wir wollen auch Menschen erreichen, die noch keine innige Herzensbindung zum kultur- und sozialanthropologischen Fachvokabular aufgebaut haben. Zudem liest sich ein Text mit kurzen, möglichst lebendigen und aktiven Sätzen leichter als einer mit zehnzeiligen Schachtelsätzen und Hauptwortkonstruktionen. Für Tipps zum Sprachstil können Sie auf eines der unzähligen (o.k., „unzählig“ wäre widerlegbare Polemik – also mindestens 30) Bücher von Wolf Schneider zurückgreifen – z.B. Deutsch für Kenner. Beachten Sie aber, dass einige Ansichten des Herrn Schneider nicht von der Initiative Teilnehmende Medienbeobachtung geteilt werden. So sind wir durchaus der Ansicht, dass die deutsche Sprache in Richtung Gendergerechtigkeit und in Bezug auf die Repräsentation von Minderheiten weiterentwickelt werden sollte – notfalls auch auf Kosten der Lesbarkeit. Andere Tipps bezüglich Stil, Satzbau usw. tun jedoch den meisten wissenschaftlich angehauchten Texten gut.
  • Bitte verfassen Sie Ihre Beiträge in gendergerechter Sprache (z.B. Nennung beider Geschlechter, Binnen-I oder andere Versionen). Zwar veröffentlichen viele Medien keine Texte mit Binnen-I, doch auch hier können wir vielleicht den einen oder anderen Anstoß geben.
  • Die Reaktionen der Medien – sei es in Form eines persönlichen Schreibens oder einer Veröffentlichung – können zum jeweiligen Blogbeitrag hinzugefügt werden.

Wir hoffen, wir konnten die eine oder andere Anregung zum Mitbloggen geben und freuen uns auf Ihre Beiträge und Mails unter tmb.ksa@univie.ac.at !

Zum Prozedere

Ein eingesandter Gastkommentar oder ein LeserInnenbrief wird im TMB-Redaktionsteam diskutiert und je nach Thema mit Anregungen und Korrekturvorschlägen versehen. Nach definitiver Fertigstellung des Blogbeitrages wird er unter dem Namen des/der AutorIn im Blog veröffentlicht. Zudem sollte der Beitrag auch von dem/der AutorIn, gerne mit Nennung der Initiative und Webadresse, an das jeweilige Medium versandt werden. Eine Liste von Medienkontakten ist vorhanden.

Ein eingesandter Medienhinweis wird von dem/der jeweiligen CvD (ChefIn vom Dienst) an fachkundige KollegInnen weitergeleitet, die daraus einen entsprechenden LeserInnenbrief oder Gastkommentar gestalten. Da wir ehrenamtlich tätig sind, können wir nicht jedem eingesandten Hinweis nachgehen. Bitte haben Sie dafür Verständnis und senden Sie uns dennoch weiter Hinweise zu.