Miss Vienna eine “Black Beauty”?

ein Leserbrief an die Österreich-Redaktion von Almuth Waldenberger.

Liebe Österreich-Redaktion,

was versprechen Sie sich davon, in Ihrer Berichterstattung am 29.3. über den Ausgang der Wiener Miss-Wahl der Siegerin einen Beinamen zu geben, der die Leserschaft entweder an ein Pferd oder an einen Sklavenmarkt denken lässt?
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Fußball als gelebter Klischee-Krieg: Zu Hans Rauschers „Einserkastl“ „Laufende Tattoos“ in Der Standard vom 22./23.06.2012

Manche Dinge kehren immer wieder. Man kann sich auf sie verlassen. Manche von ihnen begrüßt man wie alte Freunde, andere weniger. Eines dieser weniger erfreulichen Dinge ist die in etwa jährlich wiederkehrende, klischeehafte Kolumne von Hans Rauscher zum Thema Tätowierungen (zuletzt im Mai 2011).

Die Darstellung wiederholt sich immer wieder, deshalb ist es müßig, immer wieder die gleichen Gegenargumente zu bringen. weiterlesen »

SexarbeiterInnen

Sehr geehrter Herr Mag. Mierau, sehr geehrte Österreich-Lokalredaktion!

Aufgrund des neuen Prostitutionsgesetzes in Wien häufen sich derzeit Berichte über Sexarbeit, auch in Ihrer Zeitung. Leider verwenden Sie dabei sehr stereotype und abwertende Bezeichnungen für die Betroffenen dieses Gesetzes. So sind im Artikel „Aus für den Strich“ vom 17. Nov. 2011 folgende Bezeichnungen – und nur diese – zu finden: Liebesdienerinnen und Dirnen. Ich kann keine psychologisierende Schlussfolgerung zur Verwendung solcher abwertender Termini für Sexarbeiterinnen abgeben, aber ich fände es für eine Zeitung im Jahr 2011 doch angemessen, dass sie in der Sprache das Niveau des 19. Jahrhunderts überwindet und Frauen – und Männer –, die dieser Profession nachgehen, als das bezeichnet, was sie sind, nämlich SexarbeiterInnen. weiterlesen »

Tattoo ohne Eigenschaften. Zum Peckerl-Klischee

In Berlin wird der Halleiner Tätowierer Raoul S. ermordet. Die längste Zeit im Juli heisst es in der deutschen und österreichischen Presse, dass Rocker ihn vermutlich umgebracht haben. Warum? Irgendwo in der Nähe ist ein Rocker-Club – und Raoul S. war Tätowierer. Schließlich haben Rocker viele Tattoos. Rocker sind außerdem nicht als Friendensengel bekannt, das heißt: Der Mörder wird ein Rocker gewesen sein. War es aber nicht.
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Interview von Michael Völker mit Außenminister Michael Spindelegger „Wir wollen keine Parallelgesellschaften“

LeserInnen-Kommentar zum Interview von Michael Völker mit Außenminister Michael Spindelegger „Wir wollen keine Parallelgesellschaften“, Der Standard Ausgabe 6./7. März 2010

In der Wochenendausgabe des Standard durfte Außenminister Michael Spindelegger im Interview mit Michael Völker wieder das diskussionswürdige Integrationsverständnis der derzeitigen Regierung darstellen: Titel des Interviews (und der Regierungslinie): „Wir wollen keine Parallelgesellschaften“. Im Text wird die Regierungslinie dann detailliert ausgeführt: Wir schaffen selbst Parallelstrukturen, z.B. Sprachschulen für Kinder mit Migrationshintergrund, drohen bei angeblicher Nichtintegration Sanktionen an und bekämpfen Rassismus, der Integration verhindert, nur in Form von Lippenbekenntnissen. Kritikwürdig ist aber nicht nur die Position der Regierung, sondern auch die journalistische Bereitwilligkeit, sich in diesen Diskurs über Pflichten ohne Rechte einzufügen.
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Olympische Spiele: Indianer mehr als nur Aufputz

Sehr geehrte Ö1 Mittagsjournal Redaktion,

zunächst herzlichen Dank, dass Sie sich in Ihrem Beitrag „Olympische Spiele: Indianer mehr als nur Aufputz“ auch diesem gesellschaftlich und kulturell wichtigen Aspekt der Olympischen Winterspiele in Vancouver widmen. Die Indigenen Völker Kanadas, die sich aus First Nations, Inuit und Métis zusammensetzen, erkämpfen sich zusehends mehr politische und ökonomische Relevanz innerhalb der kanadischen Gesellschaft sowie entsprechende mediale Repräsentanz.

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