Offener Brief an die “Heute”-Redaktion über die Berichterstattung im Fall des “Kindergarten-Mörders”

Rassistische Berichterstattung ist in österreichischen Medien kein Einzelfall. Ganz im Gegenteil: Sie findet recht häufig statt.
Selbst die “Krone”, über die man per Gerichtsurteil sagen darf, dass sie “antisemitische und rassistische Tendenzen unterstützt”, bewegt sich innerhalb bestimmter Grenzen.

Der Gratis-Ableger der “Krone”, die Tageszeitung “Heute”, hat diese Grenze überschritten.
Der Bericht in “Heute” über den “Kindergarten-Mord” ist ein übles Machwerk:
Zum Nachlesen:
http://dastandard.at/1353208508447/Heute-ueberschreitet-Grenzen weiterlesen »

Rassistische Logos und Marken

Negerküsse, Mohr im Hemd, Indianer mit Schlag, Negerbrot, Schwedenbomben, Mohrenbräu – es ist an der Zeit, dass gewisse Namen von Lebensmitteln entsorgt werden. Manchmal wäre auch eine Änderung des Logos hilfreich. weiterlesen »

Fußball als gelebter Klischee-Krieg: Zu Hans Rauschers „Einserkastl“ „Laufende Tattoos“ in Der Standard vom 22./23.06.2012

Manche Dinge kehren immer wieder. Man kann sich auf sie verlassen. Manche von ihnen begrüßt man wie alte Freunde, andere weniger. Eines dieser weniger erfreulichen Dinge ist die in etwa jährlich wiederkehrende, klischeehafte Kolumne von Hans Rauscher zum Thema Tätowierungen (zuletzt im Mai 2011).

Die Darstellung wiederholt sich immer wieder, deshalb ist es müßig, immer wieder die gleichen Gegenargumente zu bringen. weiterlesen »

Die Kannibalen, das sind immer die Anderen

Menschenfresser sind immer irgendwo anders. Menschenfresser, das sind immer die anderen. Sie sind gut für die Auflage. Menschenfresser lassen uns schaudern. Sie rühren an unseren schlimmsten Ängsten. Sie sind fast zu schaurig, um wahr zu sein. Doch jeder Kannibale hat auch seine gute Seite: Er erhöht die Auflage, steigert die Quote – und verkauft. Sex sells. Kannibalen ebenso. Gibt es keine Kannibalen, werden sie eben gemacht. Besonders der Boulevard-Journalismus liebt seine Kannibalen.

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Auf Safari!

Fragwürdige Stereotypen der Tourismuswerbung

Im Rahmen der Vermarktung indigener Kulturen im Tourismus werden die Lebenswelten verarmter Minderheiten zu Sehnsuchtsorten reicher Zivilisationsflüchtiger auf Zeit. Im südlichen Afrika sind es „Buschmänner“, deren Vergangenheit als Jäger und Sammlerinnen zum gefälligen touristischen Konsum aufbereitet wird. weiterlesen »

Es gibt keine Verbrechergesichter

Sehr geehrte Kronen Zeitungs-Redaktion!

Im Bericht „Taxi-Raube geklärt: ‚Safer’ wird gesucht“ vom 22. November 2011 behaupten Sie, dass einer der mutmaßlichen Täter ein „Allerwelts-Verbrechergesicht“ besitzt und machen diese Behauptung an drei Merkmalen fest: „kurze Haare, dumpfer Blick, offener Mund“. Wir lehnen diese Form der Diskriminierung und Vorverurteilung entschieden ab. Eine mutmaßliche kriminelle Veranlagung kann sicher nicht aus einem Polizeifoto und ganz generell nicht vom Äußeren eines Menschen abgelesen werden. weiterlesen »