Leserbrief zur Gegenüberstellung Mindestpension-Mindestsicherung im Kurier

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben uns sehr über die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Sozialleistungen und Mindestpensionen „Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache wollen Sozialleistungen für Flüchtlinge kürzen(…)“ vom 22.08.17 gefreut. Online nachlesen

Allein die Komplexität dieser Ausarbeitung lässt erahnen, wie facettenreich das System eigentlich ist. Kurze Slogans, welche gerne in politischen Kreisen gebracht werden, verlieren hier schnell an Glaubwürdigkeit. Natürlich wäre es weitaus einfacher den Ausrufen von den Herren Kurz und Strache zu glauben, ohne sich selbst mit der Materie zu beschäftigen. Gerade deshalb ist es erfreulich, dass im Kurier versucht wurde, diese Aussagen zu hinterfragen und kritisch zu beleuchten.

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Kopftuch, wieder einmal

Zum Kommentar Religion ist privat, das Kopftuch ein Symbol von Helmut Brandstätter im Kurier vom 28. 11. 2015 erlauben wir uns – entsprechend kultur- und sozialanthropologischen Erkenntnissen – einige Anmerkungen.

Musliminnen, die ihre Häupter bedecken, erklären in den letzten Jahren unermüdlich, dass sie dies nicht tun, weil ihre männlichen Verwandten es vorschreiben, sondern weil sie des Glaubens sind, dass der Islam, der Koran ihnen dies vorschreibe. weiterlesen »

Teenies als Terroristen?

LeserInnenbrief zum Titelblatt des Kurier am 21. September 2014:

Sehr geehrte Kurier-Redaktion,

es ist einfach nur schade, dass reißerische Bilder und Headlines offenbar uneingeschränkte Priorität haben. Schockiert wird man aus seiner Sonntagsruhe gerissen, wenn einem der Sager „Teenies als Terroristen – jung, weiblich, gewaltbereit“ über schwarz verschleierten Augen entgegen prangt. weiterlesen »

Chancengerechtigkeit und Schule

Die VertreterInnen der sogenannten Ausländerpädagogik konstruierten in den frühen 1970er Jahren – voll guten Willens – die Kinder von „Gastarbeitern“ als SchülerInnen mit „Sprach- und Kulturdefiziten“. Sie arbeiteten mit der naiven Annahme, dass diese Kinder im Schulsystem nur bestehen könnten, wenn sie durch einen Prozess der vollständigen Assimilation gehen und dabei Sprache und Kultur ihrer Eltern gegen die des Gastlandes eintauschen. Die betroffenen Kinder werden dabei als eine besondere Gruppe betrachtet, als Schüler und Schülerinnen mit Defiziten und Problemen charakterisiert; als zusätzliche Bürden, „Analphabeten in zwei Sprachen und Kulturen“, tickende Zeitbomben, Kriminelle, als Gefahren oder als zu wenig motiviert. Eben diese Bilder finden sich auch in jüngster Zeit wiederholt – so auch im Kurier-Kommentar „Mehr Integrations- als Schulproblem“ von Martina Salomon, 5.10.2012. weiterlesen »

Inflationäre Verwendung des Begriffes Islamismus

Sehr geehrte Frau Smekal, sehr geehrte Redaktion,

es ist erfreulich, dass der Kurier am 18. 5. 2012 einen Bericht über Marokko bringt, auch wenn es dazu eines Besuches von Außenminister Spindelegger im Lande bedarf. Aber es ist bedenklich, wenn immer wieder in europäischen Medien, so auch in diesem Artikel, demokratisch gewählte Regierungen und Terroristen in einem Atemzug mit dem Adjektiv islamistisch versehen werden.

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Safari in Namibia

Sehr geehrter Herr Mag. Wurm, sehr geehrte Reise-Redaktion,

das Cover Ihrer Reise-Beilage vom letzten Sonntag ziert ein vordergründig sehr ansprechendes Bild. Da muss man doch unbedingt mal hin! Diese Menschen leben im Einklang mit der Natur – und das im 21. Jahrhundert! Das Problem dabei ist: Die damit angedeutete Naturnähe und Unverdorbenheit sind exotistische Verklärungen. Wie schnell diese in Rassismus umschlagen können, wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt. Im Westen jedenfalls wecken solche Bilder Assoziationen mit Primitivität und Rückständigkeit und erhalten den rassistischen Diskurs über AfrikanerInnen aufrecht. weiterlesen »

Neoliberale Nebel-Argumentation im Karrieren-Kurier

Sehr geehrte Frau Baierl, sehr geehrte Karrieren-Redaktion!

Ihre Kolumne „Wofür Firmen zahlen“ vom 8. Jänner regt auf. Doch nicht aufgrund der von Ihnen als Aufreger gesehenen Gesetzesnovelle, die im Jänner beschlossen werden soll, sondern als meisterhaftes Beispiel für neoliberale Nebel-Argumentation.
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