Schlachtfeld Ägypten: Wer hat Interesse an Demokratie?

Der Kommentar ist am 20. 8. 2013 in Die Presse erschienen.

Vor Gläubigen und Theologen fürchtet man sich in aufgeklärten westlichen Ländern mehr als vor Generälen. Wie leise sind doch die Proteste aus Brüssel und Washington gegen das gezielte Morden in Kairo? Bloß um den Schein zu wahren legen sie zeitweise ein wenig an Schärfe zu. Die Medienberichterstattung ist tendenziös und überwiegend Anti-Mursi und Pro-Sisi. Hunderte Tote – und dennoch wird das Wort Massaker in Anführungszeichen gesetzt („Massaker“). Da ist die Rede von „Räumung“ oder „Auflösung“ der Protestlager, obwohl sie doch niedergewalzt und leer geschossen wurden. Da kann man lesen: „Es sieht aus wie ein Schlachtfeld“ – wo es doch eines ist. weiterlesen »

Was hat Islam mit Islamismus zu tun?

Der Artikel ist am 6. 2. 2013 als Gastkommentar in der Presse erschienen und wurde aufgenommen ins Austria-Forum.

Revolutionäre, Terroristen, Bilderstürmer, Selbstmordattentäter, Taliban, Al-Qaida, Muslimbruderschaft, demokratisch gewählte Präsidenten und Ministerpräsidenten, Männer mit Bärten und Frauen mit Kopftüchern, sie alle haben eines gemeinsam: Sie werden in der Kategorie Islamismus schubladiert. weiterlesen »

Was eigentlich ist Islamismus?

Wenn es eine Schwarmintelligenz gibt, dann auch eine Schwarmdummheit. Der inflationäre Gebrauch des Wortes „Islamismus“ in Medien und Stammtischrunden gehört zweifellos zur letzteren. weiterlesen »

Inflationäre Verwendung des Begriffes Islamismus

Sehr geehrte Frau Smekal, sehr geehrte Redaktion,

es ist erfreulich, dass der Kurier am 18. 5. 2012 einen Bericht über Marokko bringt, auch wenn es dazu eines Besuches von Außenminister Spindelegger im Lande bedarf. Aber es ist bedenklich, wenn immer wieder in europäischen Medien, so auch in diesem Artikel, demokratisch gewählte Regierungen und Terroristen in einem Atemzug mit dem Adjektiv islamistisch versehen werden.

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