| A-3. Im Rahmen der Aktion "University
meets Public"
Josef Tomiska |
Mit LAbg. Dr Michael Ludwig, dem Vorsitzenden des Verbandes Wiener
Volksbildung.
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Innovationswille und Realitätssinn.
1) Wissen ist nicht bloß Macht, sondern vor allem schön. Es war Teil unserer Kultur und muß es wieder werden -insbesondere auch jenes um die Naturvorgänge. Nicht komplizierte Fremdwörter-Rezitationen und das Gefallen an immer noch Komplizierterem sondern möglichst verständlich und einprägsam. 2) In unseren Schulen muß wieder entscheidend werden, was unsere Schulabgänger fünf oder zehn Jahre nach Absolvierung noch können sollen. 3) Es darf nicht mehr statisches, punktuelles Wissen vermittelt werden, sondern dynamische Fähigkeiten, Übersicht und Wissensstrukturen, die wir uns merken können. 4) Ausbildung also
nicht bloß um des reinen Wissens willen, nicht allein für das
Humboldt’sche Bildungsideal, sondern für die Entwicklung jener Kenntnisse
und Fertigkeiten, die unserer Jugend ein souveränes Meistern ihrer künftigen
Lebenserfordernisse ermöglichen - sowohl in der Arbeitswelt als auch
im Kultur- und Geistesleben.
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| 5) Wir dürfen nicht länger "Populärwissen" vom "Fachwissen" trennen, sondern müssen "Übersichtswissen" schaffen, das sich zwanglos immer mehr verdichten und spezialisieren läßt, bis hin zum Detailwissen der Forschungs- und Industriefront. |
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6) Wir brauchen wieder Schulen, die einen zweiten Platon, da Vinci, Goethe, Einstein, Siemens oder Porsche hervorzubringen vermögen und weniger solche, deren Absolventen das von diesen schon Erdachte bloß reproduzieren können.
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| "University meets Public" |
| 1. Meine Mitarbeit an dieser Aktion ist besonders aus meinen Arbeitshobby motiviert, da ich im Gegensatz zu vielen Intellektuellen der vollen Überzeugung bin, daß die Naturwissenschaft ein Teil unseres allgemeinen Kulturlebens sein muß. Ich bemühe mich daher seit längerem um die Übersetzung der modernen physikalischen Theorien in eine verständliche Sprache, damit mit ihrer Einbindung in das allgemeine Geistesleben begonnen werden kann. |
| 2. Dazu gehören auch zunehmende Bemühungen, Vorschläge zur Erneuerung des naturwissenschaftlichen Unterrichts zu erarbeiten |
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3. Ich bereite auch ein
Buchmanuskript vor, das verschiedene Wurzeln hat: Studentische Erfahrung,
Persönliches und meine Lehrtätigkeit sowohl am Institut für
Physikalische Chemie der Universität Wien als auch in Gastvorlesungen:
Lehrtätigkeit. In meiner Vorlesung ”Einführung in die
Relativitätstheorie für Chemiker” wurde mir deutlich, wie unbefriedigend
und ineffizient die traditionellen Vermittlungstechniken naturwissenschaftlichen
Wissens sind. Der Wunsch entstand daher, mich freizuspielen von den ungeschriebenen
Gesetzen naturwissenschaftlichen Studiums, „fundierte“ Vorlesungen müssen
einen mathematisch präzisen Aufbau und - salopp formuliert, ein gerüttelt
Maß an Unverständlichkeit aufweisen. Bestärkt wurden die
Intentionen durch die Erfahrungen mit meiner Vorlesung ”Die Energie”, in
Rahmen derer ich den Studierenden die Bedeutung der Energie über die
gewohnten Formulierungen hinaus aufzeigen konnte. Unter anderem konnte ihnen
auch erstmals die Frage ausreichend beantwortet werden, wie die „elektrische“
Energie zu den Maschinen kommt, in denen sie in mechanische Leistung oder
in Wärme umgesetzt wird. Mit meiner Vorlesung „Das Naturbild der modernen
Naturwissenschaft“ entstand dann eine Mischung aus lockerer Naturwissenschaft
und erkenntnistheoretischen Überlegungen, die bei den Studierenden erstaunlichen
Anklang fand. Es stellte sich bald heraus, daß ein wesentlich einfacherer Aufbau zu erhalten ist, wenn die Pfeiler von Relativitätstheorie und Quantenmechanik nicht als Ergebnis, sondern als Ausgangspunkt unserer Überlegungen genommen werden. Dies hat aber zur Konsequenz, daß wir uns von manchen liebgewonnenen Vorstellungen und Gedankengängen, insbesondere auch von Einigem der antiken Philosophie emanzipieren müssen. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Umgang mit dem Begriff „unendlich“ zu. In Folge führte mich das rasch zu der Überzeugung, daß wir Menschen offensichtlich in der Anfangsphase einer Umorientierung unseres Weltbildes stehen, deren Tragweite vermutlich vergleichbar sein wird mit der ”Kopernikanischen Wende” - wie der Übergang vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild gerne bezeichnet wird. Studentische Erfahrung. Es waren für mich als Student
der Theoretischen Physik beinahe irrealen Erlebnisse, als ich bemerkte, daß
die Naturwissenschaft überhaupt nicht diesen "homolithischen" Block
bildet, als der sie uns dargestellt wird. Als Schüler und Student
war die Naturwissenschaft für mich immer etwas im wesentlichen „Absolut-Wahres“.
Mein Glaube an die persönliche Integrität von Professoren war vollkommen.
Es war mir lange Zeit unvorstellbar, daß ein Forscher nicht der Wahrheitssuche
absoluten Vorrang einräumen, sondern persönlicher Eitelkeit frönen,
Intrigen spinnen und Standpunkte um persönlicher Vorteile willen vertreten
könnte. Besonders unvorstellbar war mir, daß Forscher nicht immer
bemüht wären, ein möglichst umfassendes und modernes Naturbild
zu haben. Persönliches. Es stimmte mich als begeisterten Physiker immer ein wenig traurig, daß Relativitätstheorie und Quantenmechanik an die hundert (!) Jahre alt werden konnten ohne in den Weltbildern der überwiegenden Zahl auch gebildeter Menschen merkbare Spuren zu hinterlassen. Dazu bin ich seit meinen Studententagen um eine möglichst geschlossene Weltanschauung bemüht, die naturwissenschaftliches Arbeiten und den Glauben an den christlichen Gott als harmonisch vereinbar zeigt. Letzteres deshalb, weil mir eine Welt mit Liebe und Güte sympathischer ist, weil ich manchmal spontan bete und und in Gefühlsmomenten meine, an den christlichen Gott zu glauben. |
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Die Welt, in der wir leben - 1
A-3.1 "Einfuehrung in die Relativitätstheorien."
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| Aktuelle UMP-Kurse (Unter "Weitere Vortragsangebote") |
Ein Skriptum ist beim Autor erhältlich.
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Die Welt, in der wir leben - 4
A-3.2 "Warum ist der Himmel blau?"
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Eine kindergerechte Kurzversion ist Vorlesung an der Kinderuniversität.
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Die Welt, in der wir leben - 2
A-3.3 "Einfuehrung in die moderne Quantentheorie."
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| Aktuelle UMP-Kurse (Unter "Weitere Vortragsangebote") |
Ein Skriptum ist beim Autor erhältlich.
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*) Eine Kurzfassung war Thema zweier eingeladener Vorträge im Rahmen des Dritten Konrad Deubler Symposiums "Von der Göttlichen Schöpfung bis hin zur Gentechnologie" in Bad Goisern (Juni 1999). Das Manuskript ist veröffentlicht.
Ein Skriptum ist beim Autor erhältlich.
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A-3.5 "Wieviel Angst müssen wir vor der Zukunft haben?" (Kurs und Kurzkurse VHS Meidling, VHS Liesing) |
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Urbaner Kollaps, Energiekrisen, Umweltprobleme und Automation sind Schlagwoerter
fuer die Aengste unserer Zeit. Technik-, Chemie- und Industriefeindlichkeit
sind der falsche Weg. Devensive Einstellungen sind unattraktiv und gefaehrlich.
Phantasie und Faszinationen sind gefordert.
Was koennen wir, was muessen wir tun fuer eine attraktive Zukunftsgestaltung?
Naturgesetze gelten ueberall, auch im urbanen Bereich. Ihre richtige Anwendung
koennte uns aus vielen Noeten befreien - insbesondere auch im urbanen Bereich.
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A-3.6 "Die Energie."
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Die „Energie“ ist einer der wichtigsten und dementsprechend häufig
verwendeten Begriffe unserer Zeit. Was wissen wir über sie wirklich?
Was ist Energie tatsächlich? Wie wird sie transportiert und aufgehoben?
Können wir Energie wirklich erzeugen oder nur umformen? Wie kann kommt
sie in den Staubsauger? Vor- und Nachteile der verschiedenen Energieformen.
Wie funktionieren die Kraftwerke.
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A-3.7 "Einstein enthront Platon"
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Die Philosophie der Antike bemühte sich intensivst um besseres Verständnis
der "Physis", die wir heute aus dem Lateinischen her "Natur" nennen. Die
dabei entwickelte, geballte Wucht an Phantasie und Genialität der antiken
Philosophen erscheint uns sogar in der Kulturgeschichte beispiellos. Kein
Wunder, denn antike Überlegungen und Begriffsschöpfungen haben
unser Weltbild und die Arbeiten unserer Naturwissenschaften bis heute massivst
geprägt. Dies gilt insbesondere für Platons Welt in der Idee. Denken
wir etwa an das ideale Gas oder an die "wahren" Naturgesetze.Dabei ist die
moderne Wissenschaft nicht weniger phantasiebegabt und genial - nur für
die meisten unverständlich. Wie könnte es auch anders sein, da
nach Kants Tod eine beinahe vollständige Trennung von Philosophie und
Naturwissenschaft durchgezogen worden ist, infolge derer dann sogar letztere
erstmalig seit der Antike aus unserer Allgemeinbildung gestrichen worden ist.
Schade, denn die wahre Bedeutung von Relativitätstheorie und Quantenmechanik
ist von erkenntnis- und wissenschaftstheoretischer Art: Sie tauschen nämlich
die Paradigmen unserer Weltsicht aus. Wir erleben eine zweite "Kopernikanische
Wende", die vielleicht noch gewaltigere Konsequenzen birgt als die Verstossung
der Erde aus dem Zentrum eines kleinen Universums zum Planeten eines von
jetzt schon Abermilliarden bekannten Sternen.
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A-3.8 "Naturwissenschaften fuers Leben" (Vortrag, VHS Meidling) |
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Unser Lebensraum wird von einer Fuelle von technischen Geraeten und Einrichtungen
gepraegt, deren Innovationen in atemberaubendem Tempo vor sich gehen. Aber
auch Grundlegendes Wissen über den Aufbau und die Funktionsweise der
Natur wurde und wird teils radikal verändert: in der Medizin ebenso
wie in Biologie, Geographie, Physik, Chemie, ... . Die naturwissenschaftlichen
und mathematischen Fächer gehoeren nicht reduziert sondern radikal reformiert.
Es werden die Loesungsskizzen vorgestellt, die 1998 im Rahmen einer
Diplomarbeit zusammengefaßt worden sind.
Lehrplanvorschläge für Physik und
Chemie
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A-3.9 "Die neue Weltformel - Revolution in der Naturwissenschaft."
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Wir verwenden Begriffe wie „unendlich“ und „ewig“ und finden keinen Bezug
dazu. Das gilt be-sonders für die Quantenmechanik und die Relativitätstheorien.
Die Physik der Jahrtausend-wende stößt vieles Althergebrachtes
um, denn die „ideal“ gedachte Welt wird zunehmend durch die Realität
ersetzt. Damit werden aber Raum, Zeit und Masse aus ihrer Jahrhunderte
alten Vormachtstellung verdrängt. Eine neue Welt entsteht.
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Allgemein. |