„Die Arbeitsaufteilung ergibt sich“

Lena (25) und Amy (24) wohnen in Brüssel…

Seit wann wohnt ihr zusammen und wie teilt ihr euch die Hausarbeit auf?

Lena: Wir wohnen seit zwei Monaten zusammen. Also relativ frisch. Erstmal bestand Hausarbeit hauptsächlich darin, die Wohnung ‚wohnbar‘ zu machen. Die anderen Tätigkeiten teilen wir uns untereinander auf. Amy geht häufiger einkaufen und kocht öfter als ich. Dafür ist es mir besonders wichtig, dass immer alles sauber ist – deswegen putze ich wohl auch mehr als sie. Die Wäsche machen wir gemeinsam. Nachdem wir sehr viel arbeiten, übernimmt oft auch mal eine für die andere mehr Hausarbeit.

Sind die Arbeiten also gerecht verteilt?

Ich denke, sie sind ausgeglichen. Und ich glaube, Amy würde mir da zustimmen.

Redet ihr viel über Hausarbeit, ist das ein Aushandlungsprozess bei euch? Oder ergibt sich das eher?

Das ergibt sich eher – und wenn wir darüber reden, dann hauptsächlich darüber, wann wer was kocht.

In welchen Punkten glaubst du, unterscheidet sich das von Hetero-Beziehungen?

Ich war noch nie in einer Hetero-Beziehung, aber ich glaube nicht, dass es große Unterschiede gibt – zumindest nicht von den Beziehungen meiner FreundInnen. Auch meine Eltern teilen sich die Hausarbeit – ich kenne das gar nicht anders.

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Zum Artikel: Who cares?

Anmerkungen:

Die Namen wurden von der Redaktion anonymisiert.