Das Café Rosa

Ein Studibeisl der besonderen Art

Seit Anfang Mai 2011 hat das Café Rosa in der Währingerstraße 18 seine Türen geöffnet. Das Rosa soll ein Lokal sein, das sich von anderen Kaffeehäusern unterscheidet – ein Raum, der mitgestaltet und inhaltlich befüllt werden kann, der Getränke bietet, die nicht überall zu bekommen sind, der einen eigentlichen Standard der Barrierefreiheit und den Anspruch ein Freiraum zu sein hat – und das alles ohne Konsumzwang.

Mit dem Studibeisl Café Rosa wurde ein Ort eröffnet, an welchem sich verschiedenste Leute treffen können, um zu quatschen, sich auszutauschen, zu lernen, einen Club-Mate, einen Kaffee oder ein Bier zu trinken. Die Getränkekarte ist groß und die Preise sind absolut leistbar – vor allem im Vergleich zu anderen Lokalen.- Das ist möglich, weil das Café Rosa nicht profitorientiert arbeitet. Es ist aus der Idee von Studierenden entstanden, deren Wunsch es war, einen Raum in Uninähe zu schaffen, der den Bedürfnissen und Möglichkeiten von Studis gerecht wird.

Raum für r[R]osa Ideen

Dem Studibeisl liegt die Idee zu Grunde, Platz zu schaffen, um kritisches Denken, politisches Interesse und Uni miteinander zu verbinden. Dies einerseits durch die sehr gemütliche Atmosphäre, die sowohl zum Entspannen wie auch zum Diskutieren anregt, andererseits auch durch die Möglichkeiten der Partizipation. Es gibt ein wöchentliches offenes Plenum, in welchem gemeinsam besprochen wird, welche Inhalte im Rosa gewünscht werden, welche Veranstaltungen gemacht werden oder wie der Raum gestaltet wird. Zu diesem sind alle Interessierten immer herzlich eingeladen. Aber auch andere Möglichkeiten, den Raum zu nutzen, gibt es – wer Lust hat, inhaltliche Veranstaltungen, Workshops, Partys, Lesungen, Performances, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen oder anderes zu organisieren, für die könnte das Rosa der passende Ort sein.

Das Café Rosa wurde nach verschiedenen Frauen benannt, die in der Vergangenheit politisch aktiv waren und (in männlich dominierten Strukturen) Erfolge erzielen konnten. Frauen wie Rosa Luxemburg, Rosa Mayreder, Rosa Manus, Rosa Parks, Rosa Jochmann, Rosa Pomeranz … stehen stellvertretend für viele starke Frauen*, die für verschiedenste Rechte kämpf(t)en und sich politisch engagier(t)en.

Platz für (fast) alle

Da sich alle in dem Raum wohl fühlen sollen, sind mit den Grundsätzen des Lokals und des „Vereins zur Förderung der Emanzipation von Studierenden“ Rahmenbedingungen geschaffen, die die Möglichkeiten und Formen der Partizipation und des Umgangs miteinander beschreiben. Neben bereits angedeuteten Grundsätzen wie basisdemokratisch und feministisch geben die anderen vor, dass im Café Rosa ausgrenzendes Verhalten wie Sexismus, Rassismus, Antisemitismus oder Nationalismus keinen Platz haben. Auch versteht sich das Studibeisl als progressiv, emanzipatorisch, ökologisch-nachhaltig und solidarisch.

Das Café Rosa ist als Studibeisl der anderen Art auf jeden Fall einen Besuch wert. Eine gute Gelegenheit, das Rosa zu genießen, bietet sich beispielsweise am Samstag,  den 8. 10. 2011, wo der Semesterstart mit einer Party gefeiert wird.

 

Infos:

www.cafe-rosa.at