Konzeption und Herausgabe von Publikationen im Jahre 2015

"650 Jahre Universität Wien – Aufbruch ins neue Jahrhundert"
drei thematisch gegliederte, wissenschaftliche Sammelbände zur Geschichte der Universität Wien mit aktuellen Forschungsergebnissen in Form von Längsschnittanalysen (Schwerpunkt "langes 20. Jahrhundert"), zzgl. einem Band zur Geschichte und Entwicklung der Fakultäten, Zentren und Einrichtungen
Bd. I | Universität – Forschung – Lehre
(hg. Friedrich STADLER, Elisabeth NEMETH, Herbert POSCH und Katharina KNIEFACZ)
Fokus/Zugang/Blickwinkel ist primär auf der kognitiven, epistemischen, wissenschaftstheoretischen Ebene der Universitätsgeschichte (v.a. Lehrende, Studierende); thematischer Rahmen von Entstehung und Entwicklung der Wissen(schaft)sgesellschaft im Mittelalter bis zur knowledge society (z.B. Drucker 1969, Stehr 1994/2004, Burke 2001, van Dülmen, Rauschenbach 2004, Szöllösi-Janze 2004, Rüegg 2004/2010).
Überlegungen von I. Kant ("Der Streit der Fakultäten"), P. Bourdieu ("Homo Academicus" 1984), W. Krohn/G. Küppers ("Die Selbstorganisation der Wissenschaft" 1989), N. Luhmann ("Die Wissenschaft der Gesellschaft" 1990) und L. Rafael ("Verwissenschaftlichung" 1996ff.) als brauchbares (meta-)theoretisches Gerüst für die diachrone und synchrone Beschreibung und Erklärung der Universität Wien als ein dynamisches gesellschaftliches Sub-System, das mit Wissenschaft allgemein und allen anderen Lebensbereichen in Beziehung steht. Die folgenden Einzelfragen sind nach Möglichkeit in Form von Längsschnittanalysen (epochenübergreifend: k.u.k. Monarchie – 1. WK – l. Republik – Austrofaschismus – NS – 2. Republik) jeweils interdisziplinär /disziplinenübergreifend und im internationalen Vergleich zu sehen.
Inhalte
- GruĂźworte
- Vorwort
- Einleitung
- Universität zw. Staat, Kirche, Militär und Stadt
- Ausdifferenzierung wissenschaftlicher Disziplinen, Institute und Fakultäten
- Fallbeispiel Philosophie (Disziplin und Fakultät)
- Universität Wien als Teil der modernen europäischen Wissensgesellschaft
- "Moderne" Forschung im 20. und 21. Jh. | Innovation
- "Massen-Universität" zwischen Bildung und Ausbildung
- Gender-Dimension
- Konflikt | Konsens
- Exkurs: ZeitzeugInnen und Oral History
Bd. II | Universität–Politik–Gesellschaft–Wirtschaft–Kultur
(hg. Mitchell G. ASH, Josef EHMER)
Der Band behandelt die vielfachen Beteiligungen der Universität Wien – das sind ihre Lehrenden, Studierenden und MitarbeiterInnen – an Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur von 1848 bis zur Gegenwart.
Zwei grundsätzliche Leitgedanken:
A | Universität Wien nicht nur, vielleicht nicht einmal in erster Linie eine Forschungsinstitution, sondern eine Verkörperung und Vermittlerin von sozialem Prestige und Chancen sowie eine nicht nur symbolische Vertreterin vorherrschender Weltsichten und ein Ort weltanschaulicher, politisch geprägter Auseinandersetzungen, ProfessorInnen wie Studierende als politische AkteurInnen.
B | "Innen-" und "Außenbeziehungen" der Institution kaum säuberlich trennbar – Universität wies und weist Machtverhältnisse im Innern sowie eine Mikrogesellschaft und Mikro-Wirtschaft auf, die zum Teil die nämlichen Verhältnisse außerhalb der Universität reproduzierten, aber sich z.T. von diesen unterschieden; und sie hat auch ein eigenes, von Traditionen und Neuerungen stark geprägtes Kulturleben.
All dies soll im Band jedenfalls angesprochen werden, auch wenn eine vollständige Behandlung der politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Dimensionen der Universitätsgeschichte in diesem Zeitraum kaum möglich sein kann.
Inhalte
A. UNIVERSITÄT WIEN ALS ORT DER POLITIK
- Universität & politische Umbrüche
- Universität & Kirche
- Angehörige der Universität Wien als politische AkteurInnen
- Strukturwandlungen d. Universität als Wandlungen v. Machtverhältnissen
B. UNIVERSITÄT, WIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT
- Entwicklung des österreichischen Bildungssystems
- Sozialstruktur der Studierenden
- Arbeitsweisen und Lebensstile der Studierenden
- Sozialstruktur & LaufÂbahnen Lehrender u. Forschender
- "Sonstiges Personal"
C. UNI WIEN ALS KULTURELLE INSTANZ/ KULTUR DER UNIVERSITÄT
- Selbstverständnis und Außendarstellung der Universität
- Universitätsangehörige als kulturelle Akteure (auch außerhalb der Uni)
- Universitäts-Jubiläen
Bd. III | Reichweiten - Außensichten auf die Universität Wien
(hg. Margarete GRANDNER, Thomas KĂ–NIG)
- Geographische Reichweiten – umfassen die (eher institutionellen) Beziehungen der Universität Wien in lokaler, regionaler, kontinentaler & globaler Hinsicht.
- Gesellschaftliche Reichweiten – betreffen die unterschiedlichen soziale Klassen, wie etwa Arbeiter, Bauern, Bürgertum und div. Submilieus, die mit der Universität Wien Verbindung aufnehmen (wollen).
- Wissenschaftliche Reichweiten – meinen die an der Universität Wien etablierten und betriebenen Area Studies, Austauschbeziehungen, etc.
Dabei soll die Universität Wien als ein möglichst vielschichtiger Bezugspunkt verstanden werden. In jedem der einzelnen Beiträge wird der Fokus auf Querschnittmaterien gelegt. Gemeinsam ist allen Beiträgen, dass sie eine Außenperspektive einnehmen: Damit soll eine auf verschiedenen (sozial-, kultur- und ideengeschichtlichen) Blickwinkeln ruhende Einbettung der Universität Wien vorgenommen werden.
Inhalte
A | EINFĂśHRUNG
B | WAHRNEHMUNG
- Literatur
- Soziale Gruppen, (sozial-)historisch
- Soziale Gruppen, gegenwärtig
C | AREA STUDIES
- Ă–konomische Interessen
- Politische Interessen
- Wissenschaftliche Interessen
D | AUSTAUSCHBEZIEHUNGEN
- Mobilität
- Wissenschaftliche Gäste
- "Auslagerungen"
ANHÄNGE, Bd. I-III (Gesamtüberblick | Statistiken | Index, etc.)
Bd. IV | Fakultäten–Zentren–Disziplinen
(hg. Karl Anton FRĂ–SCHL, Gerd MĂśLLER, Thomas OLECHOWSKI u. Brigitta SCHMIDT-LAUBER)
ein komprimierter Band zur Geschichte der einzelnen Fakultäten, Zentren, Institute & zentralen Universitätseinrichtungen (Bibliothek, Rechenzentrum, ...) seit 1918, Überblick über die breite Palette von Forschung, Lehre und (Selbst-)Verwaltung an der Universität Wien in ihrer unmittelbaren historischen Entwicklung.
Vorschläge müssten von den Fakultäten und Zentren ausgehen und von einem HerausgeberInnenteam koordiniert werden. Seitens der Kommission Angebot der formalen Koordination und inhaltlichen Begleitung; Einladung an den WB:
- Sammlung von Ideen und Vorschlägen für diesen geplanten "Fakultätenband"
- Mitarbeit als AutorInnen
- inhaltliche Gliederung





