Neun Wissenschafter, die mit der Universität Wien durch Forschung oder Lehre verbunden waren, wurden mit dem Nobelpreis, der wohl angesehensten Auszeichnung auf dem Gebiet der Wissenschaft, geehrt.
Robert Bárány, Otologe (1876 Wien – 1936 Uppsala)
1914: Nobelpreis für Medizin
Julius Wagner-Jauregg, Psychiater (1857 Wels – 1940 Wien)
1927: Nobelpreis für Medizin
Hans Fischer, Chemiker (1881 Höchst a.M. – 1945 München)
1930: Nobelpreis für Chemie
Karl Landsteiner, Immunologe (1868 Wien – 1943 New York)
1930: Nobelpreis für Medizin
Erwin Schrödinger, Physiker (1887 Wien – 1961 Wien)
1933: Nobelpreis für Physik
Viktor Franz Hess, Physiker (1883 Schloß Waldstein – 1964 Mount Vernon, USA)
1936: Nobelpreis für Physik
Otto Loewi, Physiologe und Pharmakologe (1873 Frankfurt a.M. – 1961 New York)
1936: Nobelpreis für Medizin
Konrad Lorenz, Biologe (1903 Wien – 1989 Wien)
1973: Nobelpreis für Medizin
Friedrich A. von Hayek, Nationalökonom (1899 Wien – 1992 Freiburg im Breisgau)
1974: Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften
Ausführliche Informationen auf der Website des Universitätsarchivs.

In der Installation "Nobelpreis und Universität Wien" in der Aula im Hauptgebäude werden die Nobelpreisträger nicht als "versteinerte" Büsten dargestellt, sondern auf Glasstelen mit Porträtfotos. Im Zentrum der Installation befindet sich eine Stele ohne Gesicht, nur mit Fragezeichen: Sie verweist auf all jene WissenschafterInnen, deren Forschungen an der Universität Wien durch die Vertreibung im Nationalsozialismus unterbrochen wurden. Gleichzeitig benennt sie aber auch eine Leerstelle, die bis in die Gegenwart reicht.