Aufzeichnung auf Magnetband


Um Informationen auf einem Magnetband zu speichern, ist im einfachsten Fall ein Schreibkopf nötig. Der Schreibkopf besteht aus einem hochpermeablen Kern und einer Spule mit sechs oder sieben Windungen. Nun wird durch einen Aufsprechstrom, der durch die Spule fließt, ein Magnetfeld erzeugt, das durch einen kleinen Luftspalt an einer Seite des Magneten austreten muss. Das passiert deswegen, da Luft einen viel größeren magnetischen Widerstand als das Material des Schreibkopfes hat. Nun durchsetzen die Magnetfeldlinien das zu beschreibende Magnetband. Durch die spezielle Bandbeschichtung kann das Band durch das Magnetfeld magnetisiert werden. Die Information ist jetzt also in Form von kleinen Permanentmagneten, also kleinen Magnetfeldern auf dem Band gespeichert. Dabei gilt: je kleiner die Frequenz des Aufsprechstromes ist, desto größer ist die Länge eines Permanentmagneten. In dessen Länge ist also die eigentliche Information, die nachher beim Lesen verwendet wird, gespeichert.

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetaufzeichnung

 

 


Abb.: Das zu speichernde Signal erzeugt ein Magnetfeld, das in die bewegte Magnetschicht übertritt
und dort die Magnetpartikel kollektiv ausrichtet.

 

 

Magnetbänder zeichnen sich dadurch aus, dass sie Timecode-fähig sind, und bildgenau geschnitten werden können.

 

Auf die gespeicherten Daten hat man nur sequenziellen Zugriff, ob analog oder digital - sie müssen „gelesen“ werden. Zur Wiedergabe wird das Band wie bei der Aufzeichnung am Magnetkopf vorbei geführt. Dieser Vorgang ist nur in Echtzeit möglich. Wenn das Video also 20 Minuten lang ist, so dauert z.B. die Übertragung zum Computer genauso lang.

 

Daten können auch nur durch ein sequenzielles Suchverfahren gefunden werden. Während des Schnelllaufs kann man zwar meist die Bilddaten ansehen, das führt aber zu einem schnelleren Verschleiß der Bänder (die Reibung zwischen Band und Laufwerk ist geschwindigkeitsabhängig). Lese und Schreibköpfe sollten während des Spulens vom Band getrennt werden.

 

Achtung: Magnetbänder (vor allem für den Consumerbereich wie z.B.: MiniDV) sind nur beschränkt haltbar, nach spätestens fünf Jahren kommt es zu Bildstörungen. Die Bänder sind sehr empfindlich gegenüber Staub, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen etc.

 

Im Heimanwenderbereich (teilweise auch im semiprofessionellen) kommen vor allem MiniDV-Bänder zur Anwendung. Neue Bänder besitzen von sich aus keinen Timecode. Er wird erst während der ersten Aufnahme auf das Band geschrieben. Der Timecode beginnt mit der Position 00:00:00:00, wobei das erste Ziffernpaar für die Stunden, das zweite für die Minuten, das dritte für die Sekunden, das vierte für die Einzelbilder/Frames steht. Nach 24 Frames beginnt die nächste Sekunde.

 

Es empfiehlt sich sehr, das DV-Band vorzuformatieren, d. h. vor der ersten Aufnahme einmal komplett schwarz (bei geschlossenem Objektivdeckel) zu bespielen.