Export für Webanwendungen

 

Filme können auf unterschiedliche Weise in Webseiten eingebunden sein:

  • Streaming Video: Ermöglicht die Betrachtung des Videos während der Übertragung. Auf der Festplatte des Benutzers werden keine Daten gespeichert.
  • Download-Filme: Die Datei muss heruntergeladen werden bevor sie abgespielt werden kann.
  • Progressive Download-Filme: Die Daten werden nach und nach auf der Festplatte gespeichert, während des Ladevorgangs können sie aber bereits angeschaut werden.

Mit entsprechender Kompression eignen sich die Container-Formate AVI, Quicktime, Real Media und Windows Media alle für eine Internet-Präsentation. Ausschlaggebend ist der verwendete Codec (siehe auch: Video 1.5_Dateiformate).

 

Quicktime-Filme werden oft mit dem Sorenson 3-Codec bei mittlerer Qualität und einer Bildgröße von 320 x 240 Pixel für das Web komprimiert, ein geeigneter Audio-Codec ist MPEG-4 Audio mit einer Abtastrate von 32 kHz.

 

 

Microsoft Windows Media Export

In Premiere steht ein Plug-In unter DATEI • SCHNITTFENSTER EXPORTIEREN • ADVANCED WINDOWS MEDIA EXPORT PLUG-IN zur Verfügung. Hier werden Profile angeboten, die für die Datenraten verschiedener Netzwerke ausgerichtet sind (z.B. für LAN, Breitband oder „Lokal Area Network“) und Kompressionseinstellungen vorgeschlagen, die angepasst werden können. Das Video kann für mehrere Datenraten in einer Datei gespeichert werden, dadurch kann ein Streaming Media-Server die Wiedergabequalität an die jeweilige Verbindungsgeschwindigkeit anpassen.

 

Für alle Qualitätsstufen (der Codec ist für alle gleich) können die Framerate, die Frequenz der Kompressions-Keyframes, sowie eine Gewichtung zwischen flüssiger Bewegung und Bildqualität eingestellt werden. Die Bildrate muss nicht der des zu exportierenden Clips entsprechen. Es wirkt sich aber positiv auf die Dateiqualität aus, wenn die neue Bildrate durch die ursprüngliche teilbar ist. Wenn der ausgewählte Codec mit zeitlicher Komprimierung arbeitet, kann eine Anzahl an Keyframes (in regelmäßigen Abständen komplett gespeicherte Bilder, dazwischen werden nur die Änderungen gespeichert) definiert werden. Je weniger Basisbilder angegeben werden, desto geringer wird die Wiedergabequalität - vor allem wenn eine Sequenz viele Bewegungselemente beinhaltet. Die Basisbildrate kann auch automatisch erfolgen, das heißt: Keyframes werden bei Bedarf eingefügt.

 

 

 

Real Media Export

Die Formate Real Audio und Real Video zählen zu den am häufigsten verwendeten Streamingformaten. Über einen Real Server können ebenfalls Videos mit verschiedenen Qualitätsstufen an die Verbindungsgeschwindigkeit angepasst wiedergegeben werden.

 

Über das Dialogfenster ADVANCED REAL MEDIA EXPORT können Prioritäten für die Video- und Audiokompression eingestellt werden. Im Bereich TARGET AUDIENCE SETTINGS kann zwischen Single-Rate und Multi-Rate- SureStream (mehrere Qualitätsstufen) gewählt und mittels Checkbox die Datenrate festgelegt werden. Im Bereich CLIP INFORMATION ist es möglich, Schlüsselwörter und Informationen zu Autor, Titel und Copyright einzutragen. Die Taste PREFERENCES öffnet einen Dialog, wo unter anderem Rechte (z.B. Download erlauben oder verbieten) definierbar sind. Zum Schluss werden Ausgabebereich, Bildgröße und Dateiname festgelegt.