Digital Component Signal

 

Diese Signalform spielt in der digitalen Videotechnik die größte Rolle. Die Komponentencodierung ist weitgehend unabhängig von Fernsehnormen und ermöglicht eine einfachere Datenreduktion als Digital Composite.

 

 

ITU-R BT.601 (CCIR 601):

Damit die Pixel jeder Zeile die selbe Position haben (orthogonale Abtaststruktur) muss die Abtastrate ein Vielfaches der Zeilenfrequenz betragen. Kleinstes gemeinsames Vielfaches der Halbbildfrequenzen von PAL und NTSC (59,94 Hz und 50 Hz) ist 2,25 MHz. Mit der Norm CCIR 601 (Empfehlung des International Radio Consultativ Comitee) wurde eine Abtastrate von 13,5 MHz (6 x 2,25 MHz) festgelegt.

Der für das Videosignal nutzbare Bereich ist durch die horizontale Austastlücke begrenzt. Mit ITU-R 601 (Empfehlung der International Telecommunication Union) wurde für PAL und NTSC gleichermaßen festgelegt, dass die aktive Zeile 720 Luminanz- und je 360 Chrominanz-Abtastwerte enthält. Diese Werte sind durch 8 teilbar, was für die Datenreduktion von Vorteil ist. Die in die Austastlücke fallenden Abtastwerte sind in den beiden Normen verschieden.

 

Die analoge Norm hat ein 4:3-Bildseitenverhälnis mit 768 x 576 aktiven Pixel. Das Pixelseitenverhältnis ist hier 1:1 (square Pixels). Die 720 x 576 aktiven Bildpunkte der digitalen Norm nach CCIR 601 entsprechen einem Bildseitenverhältnis von 5:4 und werden, um auf einem analogen Fernseher in 4:3 dargestellt werden zu können leicht verzerrt (non-square Pixels). Erstellt man ein Bild in einem Programm, das mit Square Pixels arbeitet, wird es auf dem analogen Fernsehmonitor verzerrt dargestellt. Umgekehrt werden analoge Bilder bei der Digitalisierung schmäler. Die Quantisierung der Signalwerte wurde ursprünglich mit 8 Bit festgelegt, später auf 10 erweitert.

 

 

Synchronsignale und Zeitreferenz

Die Information über das Ende der Zeile kann mit einem Bit dargestellt werden, zur Unterscheidung zwischen der vertikalen und der horizontalen Synchronisation wird ein zweites Bit gebraucht. Diese Bits werden, umgeben von gut erkennbaren Bitfolgen, in der Austastlücke untergebracht und als Timing Referenzsignal ausgegeben.