Lampensturz: WU-Bibliothek wieder in Betrieb und geöffnet

Wegen einer feh­ler­haf­ten Montage sind im Februar Lampen im Bibliotheksgebäude der Wirtschaftsuniversität (WU) abge­stürzt. Nun wur­den alle Lampen-Aufhängungen getauscht und geprüft. Sämtliche Räume sind wie­der geöff­net und in Betrieb. …

Siehe dazu: http://wien.orf.at/news/stories/2697405/

Andere Meldungen:

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Online in E-LIS: Bibliothek der Medizinischen Universität Graz (Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 13)

Ulrike Kortschak: Bibliothek der Medizinischen Universität Graz
Online in E-LIS: http://eprints.rclis.org/24300//

«Universitätsbibliotheken im Fokus» ent­hält u.a. auch Porträts der Universitätsbibliotheken der öffent­li­chen Universitäten Österreichs.

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Die Beiträge des 13. Bandes der Schriften der Vereinigung Öster­rei­chi­scher Bibliothekarinnen und Bibliothekare, der dem Thema „Universitätsbibliotheken im Fokus“ gewid­met ist, sind mitt­ler­weile auch online abruf­bar.
E-LIS: e-prints in library and infor­ma­tion sci­ence: http://eprints.rclis.org/

Interessierte Personen kön­nen nach wie vor die gedruckte Version bezie­hen:
Bauer, Bruno; Gumpenberger, Christian; Schiller, Robert (Hrsg.): Universitätsbibliotheken im Fokus. Aufgaben und Perspektiven der Universitätsbibliotheken an öffent­li­chen Universitäten in Öster­reich. (Schriften der Vereinigung Öster­rei­chi­scher Bibliothekarinnen und Bibliothekare 13). Wolfgang Neugebauer Verlag GesmbH: Graz-Feldkirch 2013, 418 Seiten
ISBN 978-3-85376-293-6
EUR 52,00 UVP
Für VÖB-Mitglieder ermä­ßig­ter Preis: EUR 41,50 (nur bei Direktbezug, VÖB-Mitgliedsbestätigung der Bestellung bei­le­gen)
Bestellung per Mail: wnverlag@aon.at

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Der Tagesspiegel: Bibelhandschriften online - Erbe der Menschheit

Sie sind unschätz­bar wert­voll, uner­setz­lich: Die anti­ken Manuskripte in der Apostolischen Bibliothek. Der Vatikan stellt sie nach und nach online. Jetzt ist ein beson­ders bedeu­ten­der Text im Internet ver­öf­fent­licht wor­den: Die Bibelhandschrift «Vaticanus B». …

Siehe http://www.tagesspiegel.de/kultur/bibelhandschriften-online-erbe-der-menschheit/11441528.html

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BIBCOMIC 282: Kaffee und Rosen

http://bibcomic.blogspot.co.at/2015/03/kaffee-und-rosen.html

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Sollte sich die bibliothekarische Erschließung nicht schleunigst neu positionieren?

Sollte sich die biblio­the­ka­ri­sche Erschließung nicht schleu­nigst neu posi­tio­nie­ren? Die fol­gen­den drei Literaturhinweise sol­len zum Nachdenken, Mitreden und Vorzeigen, wie das gelin­gen könnte, anregen:

Winfried GÖDERT: Hashtag Erschließung
http://eprints.rclis.org/24643/

Abstract: Der Beitrag nimmt aktu­elle Entwicklungen im Teilbereich Formalerschließung in Deutschland zum Anlass, eine kri­ti­sche Reflexion über den Zustand und die Weiterentwicklung des Themenfeldes Erschließung ins­ge­samt anzu­stel­len. Es wer­den einige his­to­ri­sche Beispiele gege­ben, die die Ausstrahlung biblio­the­ka­ri­scher Ideen und Problemlösungen auf das all­ge­meine Leben zei­gen. Diese Ausstrahlung wird dem Eindruck ent­ge­gen gesetzt, dass sich gegen­wär­tig der biblio­the­ka­ri­sche Berufsstand ins­be­son­dere im Bereich infor­ma­ti­ons­tech­ni­scher Anwendungen die zu beach­ten­den fach­li­chen Standards lie­ber von ande­ren vor­ge­ben lässt, als sich selbst um deren Weiterentwicklung zu bemühen.

Gerhard STUMPF: «Kerngeschäft» Sacherschließung in neuer Sicht
https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/frontdoor/index/index/docId/3002

Abstract: Als «Kerngeschäft» des biblio­the­ka­ri­schen Berufsbildes ist die Sacherschließung star­ken Veränderungen unter­wor­fen; als Kern des Metadatenangebots ist ein intel­lek­tu­el­ler Input unver­zicht­bar, gerade weil mit maschi­nel­len Verfahren sehr viel Mehrwert dar­aus gene­riert wer­den kann. In dem Vortrag wird ver­sucht, aus all­ge­mei­ner Perspektive den funk­tio­nel­len Mehrwert der Sacherschließung zu beleuch­ten. Das Zusammenwirken der intel­lek­tu­el­len Erschließung und ver­schie­de­ner Formen auto­ma­ti­scher Metadatenerzeugung und -ver­meh­rung muss neu jus­tiert und stan­dar­di­siert wer­den. Besondere Bedeutung haben Normdaten mit ihrem Potenzial für die Linked-Data-Welt; zugleich muss aber auch die Datenbasis für die durch Suchmaschinentechnologie gepräg­ten Rechercheumgebungen quan­ti­ta­tiv ver­brei­tert und qua­li­ta­tiv auf­ge­wer­tet werden.

Michael FRANKE, Christian RÜTE: Discover Sacherschließung
http://opus4.kobv.de/opus4-hsog/frontdoor/index/index/docId/1124

Abstract: Discovery Systeme erlau­ben einen neuen und ande­ren Zugriff auf ver­füg­bare Ressourcen einer Bibliothek als die tra­di­tio­nel­len Online-Kataloge. Daraus erge­ben sich Probleme, aber auch Chancen für die Nutzung und Sichtbarkeit der biblio­the­ka­ri­schen Sacherschließung. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Funktionalitäten und Funktionsweisen von Discovery Systemen am Beispiel eines gro­ßen Players, Primo von ExLibris, sowie die Auswirkungen auf biblio­the­ka­ri­sche inhalt­li­che Metadaten. Es wer­den Chancen und Grenzen der Technik beleuch­tet. Der Vortrag schließt mit der Reflektion der Implikationen für die Arbeit im Fachreferat.

Hinweise: Dr. Margit Sandner

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Bookniture - Furniture Hidden in a Book

Irgendwie das Lumio-Gestaltungsprinzip, aber als rei­nes Möbel …

BOOKNITURE unfolds from a book to a mul­ti­func­tio­nal fur­ni­ture. In just a flip, you will never run out of tables and seats.

Siehe: https://www.kickstarter.com/projects/1985945130/bookniture-furniture-hidden-in-a-book

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Online in E-LIS: Universitätsbibliothek der Karl-Franzens-Universität Graz (Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 13)

Ute Bergner und Werner Schlacher: Universitätsbibliothek der Karl-Franzens-Universität Graz
Online in E-LIS: http://eprints.rclis.org/24299/

«Universitätsbibliotheken im Fokus» ent­hält u.a. auch Porträts der Universitätsbibliotheken der öffent­li­chen Universitäten Österreichs.

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Die Beiträge des 13. Bandes der Schriften der Vereinigung Öster­rei­chi­scher Bibliothekarinnen und Bibliothekare, der dem Thema „Universitätsbibliotheken im Fokus“ gewid­met ist, sind mitt­ler­weile auch online abruf­bar.
E-LIS: e-prints in library and infor­ma­tion sci­ence: http://eprints.rclis.org/

Interessierte Personen kön­nen nach wie vor die gedruckte Version bezie­hen:
Bauer, Bruno; Gumpenberger, Christian; Schiller, Robert (Hrsg.): Universitätsbibliotheken im Fokus. Aufgaben und Perspektiven der Universitätsbibliotheken an öffent­li­chen Universitäten in Öster­reich. (Schriften der Vereinigung Öster­rei­chi­scher Bibliothekarinnen und Bibliothekare 13). Wolfgang Neugebauer Verlag GesmbH: Graz-Feldkirch 2013, 418 Seiten
ISBN 978-3-85376-293-6
EUR 52,00 UVP
Für VÖB-Mitglieder ermä­ßig­ter Preis: EUR 41,50 (nur bei Direktbezug, VÖB-Mitgliedsbestätigung der Bestellung bei­le­gen)
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VÖBBLOG Februar 2015 - Top 20

24.400 total visits im Februar 2015 bedeu­ten zweit­bes­tes Monatsergebnis des VÖBBLOGs.

Die TOP 20 im Februar waren:

  1. OÖLB: «Österreich-Ungarns letz­ter Krieg 1914-1918″ online
  2. Stellenausschreibung UB Wien: Angestellte/r in der Dienstleistungseinrichtung Bibliotheks- und Archivwesen
  3. Stellenausschreibung ÖAW, Forschungsbereich Öster­rei­chi­sches Biographisches Lexikon: 2 wis­sen­schaft­li­che Mitarbeiter_innen
  4. Stellenausschreibung KPH Wien/Krems: Bibliotheksleitung an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems
  5. Stellenausschreibung ÖAW, Austrian Centre for Digital Humanities: Datenkurator_in
  6. Stellenausschreibung AK-Bibliothek Wien: Lehrling
  7. Stellenausschreibung an der Universitätsbibliothek der WU Wien: Fachreferent/in (Schwerpunkt Open Access)
  8. Stellenausschreibung an der Universitätsbibliothek der WU Wien: Fachreferent/in
  9. Stellenausschreibung UB Wien: Angestellte/r des geho­be­nen Bibliotheksdienstes
  10. Stellenaussschreibung UB Boku Wien: Bibliotheksangestellte/r
  11. Wired: Ein Algorithmus holt die Werke bemer­kens­wer­ter Autoren der Geschichte aus dem Grab
  12. Stellenausschreibung ÖNB: MitarbeiterIn für Informationsdienste
  13. Vergabe des VFI-Förderungspreises 2014
  14. Stellenausschreibung ÖNB: MitarbeiterIn (30h/Woche)
  15. Stellenausschreibungen/job pos­tings: Austrian Centre for Digital Humanities, Austrian Academy of Sciences
  16. Stellenausschreibung ÖNB: MitarbeiterIn für die Digitalisierungsinititiativen ANNO und ALEX
  17. Adolf Loos als Sexualstraftäter: eine wie­der­auf­ge­tauchte Strafakte
  18. Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 60 Bände (Wien 1856–1891)
  19. Stellenauschreibung ÖNB: ServicedeskmitarbeiterInnen im Wechseldienst
  20. oe24: Studentin dreht Sex Show in Uni-Bibliothek
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Veröffentlichungspflicht von Bachelor- und Masterarbeiten nach dem Hochschulgesetz 2005 (idF BGBl I 21/2015)

In der Sitzung des Nationalrates am 10. Dezember 2014 wurde eine umfang­rei­che Sammelnovelle zum Universitätsgesetz und zum Hochschulgesetz behan­delt und auch beschlos­sen. Nach Zustimmung im Bundesrat wurde diese Sammelnovelle heuer im Bundesgesetzblatt kund­ge­macht und zwar unter BGBl. I Nr. 21/2015.

Aus biblio­theks­recht­li­cher Sicht ist die neu­er­li­che Novellierung der Veröffentlichungspflicht nach § 49 Hochschulgesetz 2005 zu bemerken:

Die Stammfassung des Hochschulgesetzes 2005 (BGBl. I Nr. 30/2006) hatte betr. der Veröffentlichungspflicht fol­gen­den allein auf Bachelorarbeiten bezo­ge­nen Wortlaut:

Veröffentlichungspflicht

§ 49. Positiv beur­teilte Bachelorarbeiten sind vor der Verleihung des aka­de­mi­schen Grades der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule, an wel­cher der aka­de­mi­sche Grad ver­lie­hen wird, zur Verfügung zu stel­len und von die­ser zu ver­öf­fent­li­chen. Von der Veröffentlichungspflicht aus­ge­nom­men sind die wissenschaftlich-berufsfeldbezogenen Arbeiten oder deren Teile, die einer Massenvervielfältigung nicht zugäng­lich sind.

[…]

Pflichten der Studierenden

§ 62 […]
(2) Die Studierenden haben ins­be­son­dere […]
5. anläss­lich der Verleihung des aka­de­mi­schen Grades ein Exemplar ihrer Bachelorarbeit der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule abzuliefern.

Also Ablieferungs- und Veröffentlichungsverpflichtung der Bachelorarbeiten an die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule!

Die Novelle 2013 erwei­terte dies (BGBl. I Nr. 124/2013; unter­stri­chene Teile sind neue Texteile):

Veröffentlichungspflicht

§ 49. (1) Absolventen und Absolventinnen eines Bachelor- oder Masterstudiums gemäß § 35 Z 1 und 1a haben vor der Verleihung des aka­de­mi­schen Grades die posi­tiv beur­teilte Bachelor- oder Masterarbeit durch Überg­abe eines voll­stän­di­gen Exemplars an die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule, an wel­cher der aka­de­mi­sche Grad ver­lie­hen wird, sowie an die Öster­rei­chi­sche Nationalbibliothek zu ver­öf­fent­li­chen. Von der Veröffentlichungspflicht aus­ge­nom­men sind die wis­sen­schaft­li­chen Arbeiten oder deren Teile, die einer Massenvervielfältigung nicht zugäng­lich sind.

(2) Anlässlich der ver­pflich­ten­den Überg­abe einer wis­sen­schaft­li­chen Arbeit an die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule sowie an die Öster­rei­chi­sche Nationalbibliothek ist der Verfasser oder die Verfasserin berech­tigt, den Ausschluss der Benützung des abge­lie­fer­ten Exemplars für längs­tens fünf Jahre nach der Ablieferung zu bean­tra­gen. Dem Antrag ist vom für die stu­di­en­recht­li­chen Angelegenheiten zustän­di­gen Organ der Pädagogischen Hochschule statt­zu­ge­ben, wenn die oder der Studierende glaub­haft macht, dass wich­tige recht­li­che oder wirt­schaft­li­che Interessen der oder des Studierenden gefähr­det sind.

[…]

Pflichten der Studierenden

§ 62 […]
(2) Die Studierenden haben ins­be­son­dere […]
5. anläss­lich der Verleihung des aka­de­mi­schen Grades ein Exemplar ihrer Bachelorarbeit oder ihrer Masterarbeit eines Masterstudiums gemäß § 35 Z 1a der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule abzuliefern.

Die Novelle 2013 erwei­terte somit ursprüng­lich die Ablieferungs- und Veröffentlichungsverpflichtung auch auf Masterarbeiten. Darüber hin­aus war neben den Bibliotheken der betref­fen­den Pädagogischen Hochschulen nun auch die ÖNB unter den Ablieferungsberechtigten.

Aber Achtung: § 49 und § 62 Abs. 2 Z 5 in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 124/2013 tre­ten hin­sicht­lich der Masterstudien erst mit 1. Oktober 2019 in Kraft. Hinsichtlich der neu begin­nen­den Bachelorstudien für die Primarstufe mit 1. Oktober 2015 ist aber bereits der § 49 mit die­sem Tag in Kraft und fin­det auf Bachelorstudien für die Sekundarstufe im Bereich der Allgemeinbildung und der Berufsbildung ab 1. Oktober 2016 Anwendung.

Die jüngste Novelle des Hochschulgesetzes 2005 mit BGBl. I Nr. 21/2015 redu­ziert nun den gerade prä­sen­tier­ten Normtext um die rot ein­ge­färb­ten Teile und zwar aus­drück­lich als Fassung BGBl. I Nr. 124/2013! Dh.: die nicht ein­mal noch in Kraft getre­te­nen Normen sind bereits vor ihrem Inkrafttreten abge­än­dert wor­den und tre­ten damit in der fol­gen­den Fassung mit den gerade ange­ge­be­nen Terminen (1.10.2015/1.10.2016/1.10.2019) in Kraft:

Veröffentlichungspflicht

§ 49 (1) Absolventen und Absolventinnen eines Masterstudiums gemäß § 35 Z 1a haben vor der Verleihung des aka­de­mi­schen Grades die posi­tiv beur­teilte Masterarbeit durch Überg­abe eines voll­stän­di­gen Exemplars an die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule, an wel­cher der aka­de­mi­sche Grad ver­lie­hen wird, zu ver­öf­fent­li­chen. Von der Veröffentlichungspflicht aus­ge­nom­men sind die wis­sen­schaft­li­chen Arbeiten oder deren Teile, die einer Massenvervielfältigung nicht zugäng­lich sind.

(2) Anlässlich der ver­pflich­ten­den Überg­abe einer wis­sen­schaft­li­chen Arbeit an die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule ist der Verfasser oder die Verfasserin berech­tigt, den Ausschluss der Benützung des abge­lie­fer­ten Exemplars für längs­tens fünf Jahre nach der Ablieferung zu bean­tra­gen. Dem Antrag ist vom für die stu­di­en­recht­li­chen Angelegenheiten zustän­di­gen Organ der Pädagogischen Hochschule statt­zu­ge­ben, wenn die oder der Studierende glaub­haft macht, dass wich­tige recht­li­che oder wirt­schaft­li­che Interessen der oder des Studierenden gefähr­det sind.

Die Erläuterungen dazu vermerken:

§ 49 Abs. 1 wird dahin­ge­hend geän­dert, dass Masterarbeiten auf Grund eines Masterstudiums gemäß § 35 Z 1a künf­tig der Veröffentlichungspflicht unter­lie­gen. Dabei soll die Überg­abe eines voll­stän­di­gen Exemplars an die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule erfol­gen. Eine Veröffentlichung an der Öster­rei­chi­schen Nationalbibliothek ist nicht mehr vorgesehen.

Weiter beste­hen bleibt der § 62 «Rechte der Studierenden», des­sen Abs. 2 z 5 lautet:

(2) Die Studierenden haben ins­be­son­dere […]
5. anläss­lich der Verleihung des aka­de­mi­schen Grades ein Exemplar ihrer Bachelorarbeit oder ihrer Masterarbeit eines Masterstudiums gemäß § 35 Z 1a der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule abzuliefern.

Damit wer­den in Zukunft Bachelorarbeiten und Masterarbeiten allein an den Bibliotheken der Pädagogischen Hochschulen gesam­melt. Die Öster­rei­chi­sche Nationalbibliothek hat wei­ter­hin kei­ner­lei Verpflichtung, diese zu sam­meln. Ihre kurz­fris­tige Verpflichtung nach der Novelle 2013 war rein vir­tu­el­ler Natur. Dies ist eine rela­tiv kon­se­quente Fortsetzung der Politik, der ÖNB keine Diplomarbeiten mehr auf­zu­hal­sen - wie es etwa im § 86 UG 2002 bereits für die staat­li­chen Universitäten nor­miert wurde (in Kraft ab 1.1.2004).

Was aller­dings ein wenig befremd­lich ist, ist die Tatsache, dass in § 49 neu (Fassung Novelle 2013 in der Fassung 2015) Bachelorarbeiten gestri­chen sind, in § 62 Abs 2 Z 5 neu  (Fassung Novelle 2013, die durch die Novelle 2015 nicht beein­träch­tigt wor­den ist) Bachelorarbeiten wei­ter vor­kom­men. Was ist damit nun gemeint? Es würde bedeu­ten, dass sowohl Bachelorarbeiten wie auch Masterarbeiten der Ablieferungsverpflichtung, aber allein Masterarbeiten der Veröffentlichungsverpflichtung unter­lie­gen. Die Bibliotheken der Pädagogischen Hochschulen haben also beide anzu­neh­men und zu sam­meln, aber nur die Masterthesen durch Aufnahme in ihren Katalog der Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen. Das ist irgend­wie eine doch selt­same Konsequenz … War dies bewusst geplant oder ein Versehen des Gesetzgebers?

Forderung

Wäre es nicht end­lich sinn­voll, auf eine elek­tro­ni­sche Abgabe bei Bachelorarbeiten/Masterthesen/Diplomarbeiten/Dissertationen umzu­stei­gen und eine all­ge­meine (elek­tro­ni­sche) Veröffentlichungsverpflichtung für aka­de­mi­sche Abschlussarbeiten (dh. eine Zurverfügungsstellung im Internet) ein­zu­füh­ren sowie eine zen­trale Datenbank dafür ein­zu­rich­ten, dann wür­den auch Diplomarbeiten und Masterthesen kein (ana­lo­ges) Platzproblem ver­ur­sa­chen. Wieso dies nicht gemacht wird, ist wei­ter­hin rät­sel­haft. Ein ers­tes sanf­tes Projekt in diese Richtung aus 2009 wurde ja 2010 bereits wie­der abge­dreht. (siehe dazu im VÖBBLOG«Zentrale Datenbank für wis­sen­schaft­li­che und künst­le­ri­sche Arbeiten» wurde beer­digt und ruht in Frieden)

[PS: Dieser Post basiert auf einem frü­he­ren Text, der im Dezember 2014 noch vor Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens und Kundmachung des Gesetzestextes im VÖBBLOG gepos­tet wor­den war. Er ist hier nun erwei­tert und über­ar­bei­tet und an die tat­säch­li­che Gesetzeslage ange­passt wor­den. Anm. JP]

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SRF: Hacker suchen nach Schätzen in Schweizer Kulturdaten

Derzeit fin­det in Bern der erste Schweizer Kultur-Hackathon statt. Programmierer und Datenspezialisten tref­fen sich, um mit öffent­lich zugäng­li­chen Daten aus Museen, Bibliotheken und Archiven zu expe­ri­men­tie­ren. Sie sol­len Schätze aus dem Archiv heben – und zwar so, dass sie mög­lichst viele sehen. …

Siehe dazu http://www.srf.ch/kultur/im-fokus/weblese/hacker-suchen-nach-schaetzen-in-schweizer-kulturdaten

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