Ankündigung Tagung „Die Lernende Bibliothek“ 2011 in Bozen

Die Lernende Bibliothek / La biblioteca apprende
15.-16. September 2011, Bozen, Südtirol (Italien)

Bibliotheken unter Zugzwang
Zwischen wirtschaftlichen Wertmaßstäben und gesellschaftlicher Verantwortung

Im Herbst wird die fünfte Ausgabe der Tagung „Die Lernende Bibliothek / La biblioteca apprende“ stattfinden. Die diesjährige Tagung wird am 15. und 16. September 2011 in Bozen (Südtirol, Italien), am Sitz der Europäischen Akademie Bozen (EURAC), über die Bühne gehen (mit Rahmenprogramm am Samstag, 17. September).
Das Thema der Tagung lautet:
„Bibliotheken unter Zugzwang.
Zwischen wirtschaftlichen Wertmaßstäben und gesellschaftlicher Verantwortung“

Bibliotheken stehen verstärkt im Anspruch wirtschaftlicher Paradigmen, die in Einklang mit der gesellschaftlichen und kulturellen Verantwortung von Bibliotheken gebracht werden wollen. So steht auf der einen Seite die Forderung, die Bibliotheksarbeit nach wirtschaftlichen Kriterien zu organisieren und die eigenen Dienstleistungen in Hinblick auf ihre Effizienz zu optimieren – auf der anderen Seite wächst jene Verantwortung, die Bibliotheken in Hinblick auf soziale und kulturelle Fragestellungen zu übernehmen haben. Die Fachtagung in Bozen wird sich genau in diesem Spannungsfeld bewegen und ein breites Spektrum an Fragestellungen berühren.

Der erste Themenblock wird sich damit beschäftigen, wo und in welcher Form es Berührungspunkte zwischen der Welt der Bibliotheken und der Welt der Wirtschaft gibt. Dabei können Finanzierungsmöglichkeiten durch Sponsoring oder Public Private Partnership ebenso von Interesse sein wie Modelle aus dem bibliothekarischen Alltag, an denen die Orientierung an wirtschaftlichen Wertmaßstäben sichtbar wird. Anhand von Best-Practice-Beispielen wird sowohl den unterschiedlichen Ländertraditionen als auch den unterschiedlichen Bibliothekstypen Rechnung getragen. Dabei sollen in besonderer Weise mögliche Synergien und Entwicklungspotenziale in der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bibliotheken ausgelotet werden.

Der zweite Themenblock wird die Rolle der Bibliotheken in Hinblick auf gesellschaftspolitische Tendenzen und soziale Fragestellungen thematisieren.Das starke Echo auf die idea stores in England könnte ein erster Anhaltspunkt für eine weiterreichende Auseinandersetzung sein. Grundsätzlich soll es darum gehen, wie die von breiten Bevölkerungsschichten genutzten Bibliotheken durch diese starke Akzeptanz in der Bevölkerung, durch neue Kooperationsmodelle und durch eine andere Wahrnehmung der Politik verstärkt gesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen. Anhand aktueller Beispiele aus den verschiedenen Ländern soll dieses neue Rollenverständnis von Bibliotheken aufgezeigt werden.

In methodischer Hinsicht wird auch die diesjährige Tagung das bewährte Konzept der Best-Practice-Beispiele aus dem italienischen und dem deutschen Sprachraum beibehalten. Ergänzend wird eine aktive Einbindung der Teilnehmenden ermöglicht, um den Erfahrungsaustausch und die Kommunikation untereinander zu fördern. So stehen die ersten eineinhalb Tage im Zeichen von Vorträgen und Best-Practice-Beispielen, während am Nachmittag des zweiten Tages mehrere, parallel stattfindende Workshops vorgesehen sind, deren Ergebnisse in einem Abschlusspanel präsentiert und diskutiert werden.

Veranstalter der zweisprachig durchgeführten Fachtagung sind die Branchenverbände Deutschlands (Berufsverband Information Bibliothek, Verein Deutscher Bibliothekare), Österreichs (Büchereiverband Österreichs, Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare), der Schweiz (Bibliothek Information Schweiz) und Italiens (Associazione italiana biblioteche, Bibliotheksverband Südtirol).

Das Detailprogramm und die Tagungswebseite werden Ende Mai veröffentlicht.

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