Werner Fuld: Das Buch der verbotenen Bücher

Werner Fuld: Das Buch der ver­bo­te­nen Bücher. Universalgeschichte des Verfolgten und Verfemten von der Antike bis heute, Verlag Galiani, Berlin 2012, 368 Seiten, Fester Einband mit Prägung
Euro 22,99 (D) / sFr 32,90 / Euro 23,70 (A)
ISBN 978-3-86971-043-3

Abstract: Gibt die Nachwelt jedem ver­bo­te­nen Buch die ihm gebüh­rende Würde zurück, wie Tacitus ange­sichts einer Bücherverbrennung vor 2000 Jahren pro­phe­zeite? Oder las­sen die Flammen gar man­che Schrift erst in hel­lem Licht erstrah­len, die sonst im Dunkeln geblie­ben wäre? Ovid wurde von Kaiser Augustus im Jahre 13 n. Chr. ver­bannt, auf dem Vatikanischen Index fan­den sich zwar Kant und Gregorovius, nie jedoch Hitler, Lenin oder Marx. Mit ihnen befasst sich Fuld ebenso wie mit ero­ti­scher und ket­ze­ri­scher Literatur, mit den Schwarzen Listen unter den Nazis, in der DDR und natür­lich auch in der BRD, wo Texte als »staats­ge­fähr­dende Schriften« ver­bo­ten wur­den, die als kom­mu­nis­tisch ein­ge­stuft wur­den oder Kritik an der Bundesregierung oder den Alliierten übten. Noch heute wer­den hier­zu­lande im Schnitt jähr­lich 300 Bücher ver­bo­ten, 1995 etwa Bret Easton Ellis’ Weltbestseller American Psycho, der erst 2001, nach meh­re­ren Gerichtsverfahren, frei­ge­ge­ben wurde. Fast alle gro­ßen Klassiker, von GoethesWerther über Flauberts Madame Bovary und Prousts Récherche bis Joyces Ulysses oder Nabokovs_ Lolita_ (zuerst in einem por­no­gra­phi­schen fran­zö­si­schen Verlag erschie­nen, weil nie­mand sonst es dru­cken wollte), haben z. T. tur­bu­lente Verbotsgeschichten auf­zu­wei­sen. Doch Fuld wid­met sich nicht nur der west­li­chen Welt. Auch China, Russland und die isla­mi­schen Länder hat er im Fokus. Weltweit ist die Liste ver­bo­te­ner Bücher schier end­los, und stän­dig kom­men neue hinzu. Grund genug, ihnen und ihrer Geschichte end­lich ein eige­nes Buch zu widmen.

Verlagssite: http://www.galiani.de/buecher/werner-fuld-das-buch-der-verbotenen-buecher.html

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