KTU Linz: BibliotheksKompetent+ – Der Zukunft begegnen …

Bibliotheksdirektor Ingo Glückler (rechts vorne) mit den AbsolventInnen des Grundkurses für Kirchliche BibliothekarInnen. (Foto: KTU Linz)

21 öster­rei­chi­sche und deut­sche BibliothekarInnen aus 18 wis­sen­schaft­li­chen Diözesan-, Stifts-, und Klosterbibliotheken haben von 16. bis 20. Juli 2013 an der Katholisch-Theologischen PrivatUniversität Linz den Grundkurs für Kirchliche BibliothekarInnen (BibKom+) besucht und erfolg­reich abge­schlos­sen. Wegen des gro­ßen Anklangs wurde beschlos­sen, jähr­lich Grundkurse an der Katholisch-Theologischen PrivatUniversität Linz abzuhalten.

Ziel des gemein­sam von der Landesgruppe Österreich/Schweiz/Südtirol der Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken (AKThB), des Referates der Kulturgüter der öster­rei­chi­schen Superiorenkonferenz und der Katholisch-Theologischen PrivatUniversität Linz durch­ge­führ­ten Fortbildungskurses BibliotheksKompetent+ (BibKom+) für kirch­li­che BibliothekarInnen war die Vermittlung eines brei­ten biblio­the­ka­ri­schen Grundwissens unter Berücksichtigung der Anforderungen in klei­ne­ren wis­sen­schaft­li­chen Bibliotheken in kirch­li­cher Trägerschaft.

Weil durch die gro­ßen struk­tu­rel­len Veränderungen sowohl in den Diözesen als auch in den Orden deren wis­sen­schaft­li­chen Bibliotheken vor gro­ßen Herausforderungen ste­hen, diese aber kaum durch eigene Ressourcen bewäl­ti­gen kön­nen, hat sich die Troika zur Aufgabe gemacht, die oft unzu­rei­chende biblio­the­ka­ri­sche Ausbildung der BibliothekarInnen zu ver­bes­sern. Diese soll in Form eines modu­la­ren Systems mit einem zer­ti­fi­zier­ten Grundmodul und anschlie­ßen­den diver­sen Aufbaumodulen erfol­gen, um den BibliothekarInnen das nötige Instrumentarium an die Hand zu geben, die Fragen der all­täg­li­chen Bibliotheksarbeit, der öffent­li­chen Positionierung und Imagepflege, der Profilbildung ins­be­son­dere der Diözesanbibliotheken und den Funktionswandel von Konventbibliotheken, und vie­les mehr zu bewältigen.

Der Schwerpunkt des an der Katholisch-Theologischen PrivatUniversität Linz durch­ge­führ­ten Grundmoduls BibliotheksKompetent+ (BibKom+) lag auf der Vermittlung von for­ma­len Katalogisierungsstandards. Die Lehrinhalte des Grundmoduls beinhal­te­ten die Grundlagen des kirch­li­chen Bibliothekswesens (Mag. Andreas Hepperger/Leiter der Bibliothek der Fachhochschulstudiengänge Burgenland in Eisenstadt), Medienkunde (Mag.a Sonja Führer/St. Peter in Salzburg), Formalerschließung (Maria Baumann/UB Innsbruck und Dr.in Karin Schamberger/Diözesanbibliothek Salzburg), Sacherschließung (Dipl.-Theol. Ingo R. Glückler, M.A. (LIS), M.Th. (Abdn.)), Bestandserhaltung (OR Dipl.-Ing. Manfred Maier/Universitätsbibliothek Graz), Bestandsaufbau (Dr. Philipp Gahn/Philosophisch-Theologische Hochschule Benediktbeuern) und Bibliotheksrecht (Dr. Josef Pauser/Leiter Bibliotheksmanagement und Interne Kommunikation (Abt. I/7) sowie stv. Leiter Interne Information und Kommunikation (Bereich I/B/1), Verfassungsgerichtshof, Wien).

Besuche auf dem Pöstlingberg, in der neu erbau­ten Oberösterreichischen Landesbibliothek inklu­sive einer kun­di­gen und abwechs­lungs­rei­chen Führung durch die Sammlungen durch den Leiter der Landesbibliothek Dr. Christian Enichlmayr, der den SchulungsteilnehmerInnen Einblicke in seine Arbeit und in die Bestände des Hauses gewährte, sowie ein Empfang an der Katholisch-Theologischen PrivatUniversität Linz mit einem hei­te­ren Grillabend stan­den eben­falls auf dem Programm.

Viele Themen konn­ten nur ange­ris­sen wer­den und wer­den die kirch­li­chen Bibliothekarinnen und Bibliothekare auch wei­ter­hin beschäf­ti­gen. Die aus der Schulung erwach­se­nen Inhalte für die Aufbaumodule zur Vertiefung des im Grundkurs Gelernten sind die regel­ge­rechte Formal- und Sachkatalogisierung nach RAK-WB/RDA und RSWK, die Katalogisierung von wert­vol­len his­to­ri­schen Manuskripten, Altem Buch und Non-Book-Materialien, das Drittmittel- und Projektmanagement, die Öffent­lich­keits­ar­beit und Web 2.0 Anwendungen in kirch­li­chen Bibliotheken.

Die jähr­li­che TeilnehmerInnenzahl wurde zunächst auf 21 Personen beschränkt um ein effek­ti­ves Arbeiten zu ermög­li­chen – dies hat sich bewährt. Grundsätzlich ist der jähr­lich ein­wö­chige Kurs für alle kirch­li­chen BibliothekarInnen offen, die in wis­sen­schaft­li­chen Bibliotheken tätig sind. Eine Wiederholung ist für Juli 2013 geplant.

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