Die Vision 2025 gliedert sich in fünf Themenfelder, die in Bezug zum gesetzlichen Auftrag der Österreichischen Nationalbibliothek stehen und die strategischen Prioritäten für die nächsten Jahre bestimmen werden:
1. Unsere Bestände sind digitalisiert
Die Digitalisierung der Buchbestände und wichtiger Bestände in den Sondersammlungen wird in Abstimmung mit anderen europäischen Nationalbibliotheken durchgeführt. 2025 wird die Österreichische Nationalbibliothek nicht nur den Großteil ihrer Bestände, sondern auch ihre Serviceleistungen online anbieten. Neben der anzustrebenden Finanzierung durch die öffentliche Hand wird sie dabei auch mit privaten PartnerInnen zusammenarbeiten. Eines der wesentlichen Projekte ist die Public Private Partnership mit Google zur Digitalisierung des gesamten urheberrechtsfreien historischen Buchbestandes.
2. Wir sammeln und sichern Wissen in jeder Form
Der Schwerpunkt der Sammlungspolitik wird im Online-Bereich liegen und sowohl digitale Publikationen als auch usergenerierte Inhalte, öffentliche soziale Netzwerke, Blogs und neu entstandene Formate umfassen, die für kommende Generationen wichtige Einblicke in die Kultur und Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ermöglichen. Um die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, strebt die Bibliothek eine Anpassung des Mediengesetzes an. Zur Bewahrung der rasch wachsenden digitalen Bestände wird es ein skalierbares System zur digitalen Langzeitarchivierung geben.
3. Der Zugang zu unserem Wissen ist einfacher
Sämtliche Bestände der Österreichischen Nationalbibliothek sind 2025 in einem einheitlichen, gut nutzbaren Nachweissystem erfasst, das den BenutzerInnen auch umfassenden Zugriff auf die digitalen und digitalisierten Inhalte ermöglicht. Die Metadaten zu diesen Beständen sind umfassend mit externen Daten verknüpft, etwa mit Geo-Daten, Personendaten und Themenbereichen. Auf dieser Basis werden Services wie visuelle Suchinterfaces oder die Visualisierung von Suchergebnissen in Themen-Clustern angeboten. Sämtliche Metadaten werden als „Open Data“ in standardisierter Form zur uneingeschränkten Weiternutzung zur Verfügung gestellt.
4. Durch uns ist Forschung vielfältiger und effektiver
Die Österreichische Nationalbibliothek stellt im Rahmen von Forschungsplattformen im Internet den WissenschafterInnen weitgehend individualisierte und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Leistungen zur Verfügung. Im Rahmen von „Researchers in Residence“-Programmen werden ForscherInnen eingeladen, zu besonderen Aspekten der hauseigenen Bestände zu forschen.
5. Wir bereichern das kulturelle und gesellschaftliche Leben
Die Österreichische Nationalbibliothek als wissenschaftliches Kompetenzzentrum ist zugleich ein Zentrum der Wissensvermittlung und trägt durch ihre Online-Aktivitäten zur Demokratisierung des Wissens bei. In ihren musealen Bereichen, zu denen 2025 auch ein Literaturmuseum gehört, wird sie ihre Bestände und Forschungsergebnisse, mit Hilfe adäquater Technologien didaktisch aufbereitet, einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
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Österreichischer Bibliothekartag 2013 entfällt
Siehe dazu die Meldung im VÖBBLOG Österreichischer Bibliothekartag 2013 entfällt. Als kleiner Ersatz wird eine Bibliothekstagung 2013 durchgeführt: Einladung zu einer Bibliothekstagung 2013Folgen Sie dem VÖBBLOG
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