Petition aufgrund der RESOLUTION der Mitgliederversammlung der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) – Innsbruck, 21.10.2011

RESOLUTION der Mitgliederversammlung der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) – Innsbruck, 21.10.2011

Die Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) veranstaltet alle zwei Jahre den Österreichischen Bibliothekartag in einer jeweils anderen österreichischen Universitätsstadt. Dieser Kongress ist die einzige gesamtösterreichische Großveranstaltung wissenschaftlicher Bibliothekarinnen und Bibliothekare mit starker internationaler Beteiligung zum Zwecke der beruflichen Weiterbildung, zum Erfahrungsaustausch sowie zur laufenden Diskussion bibliothekarischer, wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen und Innovationen.

Am gemeinsam mit der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol und dem Büchereiverband Österreich (BVÖ) ausgerichteten 31. Österreichischen Bibliothekartag im Congress Innsbruck haben mehr als 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie mehr als 60 ausstellende Firmen aus dem In- und Ausland eine knappe Woche die Entwicklungen und Perspektiven des österreichischen und des internationalen Bibliothekswesens erläutert und diskutiert.

Die regelmäßige Durchführung einer solchen wissenschaftlichen Großveranstaltung, der zentralen Fortbildungsveranstaltung im Bibliothekswesen, wäre ohne die dankenswerte Subventionierung durch die Gebietskörperschaften, allen voran durch den Bund, nicht möglich gewesen.

Doch als Sparmaßnahme im Rahmen der Budgetkonsolidierung hat das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung die allgemeine Bibliotheksförderung für Vereinstätigkeiten, Seminare etc. der VÖB mit dem heurigen Jahr eingestellt. Für den Bibliothekartag 2011 wurde letztmalig eine Veranstaltungsförderung gewährt. Mit dem kommenden Jahr ist dann auch jegliche Förderung bibliothekswissenschaftlicher Veranstaltungen beendet.

Mit dieser für die Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) sehr einschneidenden finanziellen Maßnahme wird die regelmäßige Ausrichtung weiterer Österreichischer Bibliothekartage in bewährter und international beachteter Qualität und Größenordnung nicht mehr möglich sein. Damit wird eine in Österreich wie im internationalen Umfeld zur Institution gewordene Veranstaltungsreihe praktisch abgeschafft.

Investitionen in Bibliotheken und damit in Bildung, Wissenschaft und Forschung sind gerade in Zeiten wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Krisen wertvolle Investitionen in Innovationen und neue Chancen zur Bewältigung der Zukunft.

Die Mitgliederversammlung der VÖB appelliert daher auch namens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 31. Österreichischen Bibliothekartages in Innsbruck an das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung sowie an die Bundesregierung, die Bibliotheksförderung für wissenschaftliche Aktivitäten der VÖB sowie insbesondere die Förderung der Abhaltung zukünftiger Österreichischer Bibliothekartage zu erneuern und damit ein Weiterleben dieser wichtigsten Veranstaltung des österreichischen Bibliothekswesens zu gewährleisten. 

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5 Antworten auf Petition aufgrund der RESOLUTION der Mitgliederversammlung der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) – Innsbruck, 21.10.2011

  1. Renate Böttger sagt:

    Veränderungen – ja! Aber bitte im positiven Sinn!

  2. Pingback: PRESSEMITTEILUNGEN - War 2011 der letzte Österreichische Bibliothekartag? / Resolution der VÖB - VÖB, Resolution, Förderung, Aufhebung, Streichungen, Appell, Möglichkeit, Fortbildungsveranstaltungen, Maßnahme, Volltext, VÖB-Blog, Beteiligung, Gerha

  3. Sandra Sparber sagt:

    Warum wurde seitens der VÖB die Unterstützer_innenliste nicht auch über den Mailverteiler der öffentlichen Bibliothekar_innen geschickt, wo doch der BVÖ an den vergangenen BibliothekarInnentagen teilgenommen hat und auch Kolleg_innen der öffentlichen Bibliotheken betroffen sind?

  4. Pingback: biblioblog » Blog Archiv » Österreichische Bibliothekare vs. Sparmaßnahmen

  5. Pingback: Gelesen in Biblioblogs (43.KW’11) « Lesewolke

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