Washington Post: When Google is your librarian and Starbucks your WiFi, do we still need public libraries?

Review of «BiblioTech: Why Libraries Matter More Than Ever in the Age of Google» by John Palfrey

Libraries are repo­si­to­ries of books, music and docu­ments, but above all of nost­al­gia: the musty stacks, the unex­pec­ted finds, the safety and plea­sure of a place that wel­co­mes and shel­ters unconditionally.

John Palfrey sha­res these memo­ries, but he is also wary of them. After all, fond recollec­tions of plea­sant rea­ding rooms can cloud our judg­ment of what libra­ries offer us — and need from us — today. In an era when search engi­nes, online retailers and social media are over­ta­king some of libra­ries’ essen­tial tasks, “nost­al­gia can actually be dan­ge­rous,” Palfrey warns. “Thinking of libra­ries as they were ages ago and wan­ting them to remain the same is the last thing we should want for them.” …

Siehe http://www.washingtonpost.com/news/book-party/wp/2015/04/23/when-google-is-your-librarian-and-starbucks-your-wifi-do-we-still-need-public-libraries/

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1945. Zurück in die Zukunft. 70 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg (ÖNB, 28. April – 10. Mai 2015)

Camineum der Öster­rei­chi­schen Nationalbibliothek
Josefsplatz 1, 1010 Wien

Dauer: 28. April 2015 – 10. Mai 2015
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr, Donnerstag 10 – 21 Uhr

1945 ist ein Schlüsseljahr in der Geschichte Öster­reichs: Mit der Befreiung durch die Alliierten endete der Zweite Weltkrieg, die Unabhängigkeitserklärung des Landes am 27. April mar­kiert den Beginn der Zweiten Republik. Die Öster­rei­chi­sche Nationalbibliothek beleuch­tet im Gedenkjahr 2015 mit teils noch nie gezeig­ten Originaldokumenten in der Ausstellung „1945. Zurück in die Zukunft“ den mühe­vol­len Neubeginn Öster­reichs als eigen­stän­dige Nation.

Kuratiert vom renom­mier­ten Zeithistoriker Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb, ver­an­schau­li­chen 17 the­ma­ti­sche Kapitel, mehr als 40 aus­ge­wählte Exponate und zwei Medienstationen die zen­tra­len poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Weichenstellungen des Jahres 1945. Eines Jahres, das geprägt war von NS-Verfolgungstraumata und sozia­ler Not, von der Suche nach einer neuen Identität in der kul­tu­rel­len Vergangenheit und der Hoffnung auf eine demo­kra­ti­sche Zukunft.

27. April 1945: Die Wiedergeburt Österreichs

Verzagt nicht! Fasset wie­der Mut! Schließt Euch zusam­men zur Wiederaufrichtung Eures freien Gemeinwesens und zum Wiederaufbau Eurer Wirtschaft! Vertagt allen Streit der Weltanschauungen, bis das große Werk gelun­gen ist! Und folgt in die­sem Geiste wil­lig Eurer Regierung!“ Mit die­sem lei­den­schaft­li­chen Aufruf von Staatskanzler Karl Renner an die Bevölkerung kon­sti­tu­ierte sich am 27. April 1945 die erste, pro­vi­so­ri­sche Regierung des befrei­ten Öster­reichs. Noch am sel­ben Tag war der Regierungsbildung die „öster­rei­chi­sche Unabhängigkeitserklärung“ vor­an­ge­gan­gen, in der die Republik Öster­reich als „wie­der­her­ge­stellt“ und der „auf­ge­zwun­gene“ „Anschluss“ an Deutschland 1938 als „null und nich­tig“ bezeich­net wurde. Ein poli­ti­scher Befreiungsschlag, der sie­ben Jahre Nationalsozialismus, in denen Öster­reich nicht exis­tiert hatte, mit einem Mal been­dete. Und ein Gesinnungswandel, denn 1938 war Renner noch für den „Anschluss“ an das natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Deutschland in deut­schen und bri­ti­schen Zeitungen ein­ge­tre­ten.
Militärisch war längst alles ent­schie­den. Am 13. April hatte die Rote Armee den blu­ti­gen „Kampf um Wien“ gewon­nen, 18.000 deut­sche und 19.000 sowje­ti­sche Soldaten hat­ten dabei ihr Leben gelassen.

Bildlegenden: http://www.onb.ac.at/download/1945/bildlegende.pdf

Die Sowjets waren es denn auch, die die neue Regierung als Erste aner­kann­ten. Ein Bild, das fast schon zur Ikone gewor­den ist, zeigt in der Ausstellung, wie sich Karl Renner und der dama­lige Wiener Bürgermeister Theodor Körner kurz nach der Anerkennung unter dem – aller­dings orga­ni­sier­ten – Jubel der Bevölkerung auf den Weg zum Parlament machen. Weiterlesen

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Ausstellungseröffnung «Vom AKH zum Uni-Campus» | Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte Univ. Wien (29.4.2015)

Ausstellung «Vom AKH zum Uni-Campus»

mit Web-App «Achse der Erinnerung»

Mittwoch, 29. April 2015, 17:30 Uhr

Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte, Campus Universität Wien
Wien 9., Spitalgasse 2, Hof 1.12 (Plan, pdf - 2,4 MB)
Einladungsfolder (pdf - 0,5 MB)

PROGRAMM

17:30   Grußworte
Eva Nowotny Vorsitzende Universitätsrat, Universität Wien
Harald Peterka Leiter DLE Raum- und Ressourcenmanagement, Universität Wien
Bertrand Perz stv. Vorstand Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

17.45   Erinnerungen an ein uni­ver­si­tä­res Jahrhundertprojekt
Wolfgang Greisenegger Alt-Rektor der Universität Wien bei der Eröffnung des Campus 1998

18.15   Zur Ausstellung
Markus Stumpf Leiter Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte
Linda Erker Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
Herbert Posch Forum Zeitgeschichte der Universität Wien

18.45   Eröffnung und Führung
durch die Ausstellung mit den KuratorInnen

anschlie­ßend Brot & Wein

U.A.w.g. bis 26. April 2015 | jubilaeumsbuero@univie.ac.at | T +43 (1) 4277-650
Wir wei­sen höf­lich dar­auf hin, dass nur begrenzt Sitzplätze vor­han­den sind.

Zum Thema

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Schon mal in den Lesesaal der Bodleian Library reingehört?

Sounds of the Bodleian

Nein? Dann wird es Zeit: https://www.ox.ac.uk/soundsofthebodleian/#radcam

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medium.com: HOW DO YOU DESIGN THE LIBRARY OF THE FUTURE?

ARE you sit­ting com­for­ta­bly? Here is the Story of the Decline of the Academic Library.

Once Upon A Time libra­ries were the gate­kee­pers to most of the infor­ma­tion stu­dents and aca­de­mics nee­ded. Books had the infor­ma­tion and libra­ries had the books. Then one day the Big Bad Internet came along and made hund­reds of mil­li­ons of books, arti­cles and manu­scripts fre­ely avail­able to anyone with access to a com­pu­ter. The library was no lon­ger the only game in town. …

ut like all good sto­ries, there is a twist. Something strange is hap­pe­ning in Oxford. In 2014, the rea­ding rooms of the University’s Bodleian Library were at their busiest since records began. And on 21 March it will open theWeston Library, an £80 mil­lion refur­bish­ment of a Grade II lis­ted buil­ding in the centre of Oxford. How has the Big Bad Internet not blown the house down? …

Schöner Artikel über die neue Weston Library der Oxford University: https://medium.com/@Oxford_University/how-do-you-design-the-library-of-the-future-22d9344e40f7

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Eröffnung der Ausstellung »VOM WERDEN DER WIENER RINGSTRASSE« (29. April 2015)

Mittwoch, 29. April 2015, 19:00 Uhr
Stadtinformationszentrum Wien, Schmidt Halle
Rathaus, Eingang Friedrich-Schmidt-Platz 1, 1010 Wien
Ab 20:15 Uhr Ausstellungskabinett und Foyer der Wienbibliothek
Stiege 6, 1. Stock, 1010 Wien

Am 1. Mai 1865 wurde das erste Teilstück der neu pro­jek­tier­ten Ringstraße fei­er­lich der Öffent­lich­keit über­ge­ben. Auf den Tag genau sie­ben Jahre nach der Eröffnung des Franz-Josefs-Kais stan­den bei­der­seits des neuen Boulevards zwi­schen Schwarzenbergplatz und Burggarten geschlos­sene Reihen von reprä­sen­ta­ti­ven und mon­dä­nen Palais.
Der erste Monumentalbau, das k. k. Hofoperntheater, harrte noch sei­ner Fertigstellung, ein Umstand, wel­cher das Ministerium des Innern nicht davon abhielt, einen fei­er­li­chen Festakt zur Eröffnung der Ringstraße vor dem Burgtor zu begehen.

150 Jahre spä­ter bli­cken wir auf die wech­sel­volle Geschichte der Wiener Prachtstraße zurück, die Konjunkturen und Börsenstürze, Aufmärsche und Demonstrationen, Kriegs- und Friedenszeiten erlebt sowie Ablehnung und Wiederentdeckung erfah­ren hat und in jüngs­ter Zeit erneut ins Gerede gekom­men ist. Die Besonderheit der Ausstellung in der Wienbibliothek im Rathaus wird sein, dass sie ihren Blick auf Architektur und Städtebau, gesell­schaft­li­ches und poli­ti­sches Leben sowie kul­tu­rel­les und wirt­schaft­li­ches Treiben durch die Linse der media­len Produktion rich­tet. Denn diese begann bereits mit den Vorbereitungsarbeiten zum Wettbewerb, als die Wiener Zeitungen mit zahl­lo­sen Berichten auf­war­te­ten, um das große Umbauprogramm medi­en­wirk­sam und in man­cher Hinsicht auch pro­pa­gan­dis­tisch zu beglei­ten. Neben der tou­ris­ti­schen Vermarktung der Straße ist die­ser städ­ti­sche Raum ein­mal mehr ein Ort, an dem die gesell­schaft­li­chen Begehrlichkeiten der Wiener und Wienerinnen, aber auch der Öster­rei­cher und Öster­rei­che­rin­nen vor­ge­tra­gen wer­den – sei es offen aus­ge­tra­gen oder mit stil­len Gesten. In der Ausstellung wird durch aus­führ­li­che Erläuterungen die Entwicklung der auf­kom­men­den Massenmedien ables­bar sein sowie deren Rückwirkung auf das Berichten, Schreiben, Komponieren und Über­le­gen über die Ringstraße. Während in frü­hen Fotografien Ansichten des Glacis und in Filmen Szenen von der Ringstraße zu sehen sind, wird in aus­ge­wähl­ten Plakaten die voll­zo­gene Wandlung vom Schrift- zum Bildplakat zu erken­nen sein. Abgerundet wird die­ses mediale Feuerwerk durch Tonaufnahmen berühm­ter Komponisten sowie durch Ausschnitte aus einer berühm­ten Fernsehserie aus den 1980er-Jahren. Weiterlesen

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«Ich, Felder. Dichter und Rebell» wieder lieferbar

Der viel­ge­lobte und viel­ge­rühmte Ausstellungskatalog zu «Ich, Felder. Dichter und Rebell» ist jetzt wie­der lieferbar.…

Posted by Franz-Michael-Felder-Verein on Donnerstag, 23. April 2015

Im VÖBBLOG:

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An Analysis of the Publication Costs of the Austrian Science Fund (FWF) in 2014 (Katharina Rieck, Falk Reckling)

Rieck K, Reckling F (2015) An Analysis of the Publication Costs of the Austrian Science Fund (FWF) in 2014, FWF Statistics, http://dx.doi.org/10.6084/m9.figshare.1378610

This report pro­vi­des infor­ma­tion about the Austrian Science Fund (FWF) costs spent on publi­ca­ti­ons through the pro­gram­mes Peer Reviewed Publications and Stand-Alone Publications in the year 2014. Like other insti­tu­ti­ons and fun­ders, such as the Wellcome Trust, the FWF fol­lows the idea of making publi­ca­tion costs – espe­cially Open Access (OA) publi­ca­tion costs - more trans­pa­rent, in order to create a col­la­bo­ra­tive over­view of evol­ving glo­bal publi­ca­tion mar­ket prices.

The FWF was one of the first fun­ders to make its publi­ca­tion cost data openly acces­si­ble in 2013 (see FWF data­set 2013), and con­ti­nued with this approach in 2014. Compared to 2013, the data­set for 2014 is expan­ded to include Open Access book fun­ding which is covered through the pro­gramme Stand-Alone Publications. …

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SRF: E-Books: Braucht es die Bibliothek noch?

Mit der Ausleihe von E-Books set­zen immer mehr Bibliotheken auf neue Technologie. Sie kämp­fen damit gegen den Besucherschwund, der sich seit Jahren abzeich­net. In dem neuen Buch-Format sieht die tra­di­ti­ons­rei­che Institution eher Chance als Bedrohung. Zudem will sie mehr Raum für Kontakte bieten. …

Siehe und höre den Beitrag unter http://www.srf.ch/wissen/digital/e-books-braucht-es-die-bibliothek-noch

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Veröffentlichungspflicht für Abschlussarbeiten von Privatuniversitäten

Gestern wurde im Bundesgesetzblatt eine Novelle des Privatuniversitätengesetzes (PUG) kund­ge­macht (BGBl. I Nr. 45/2015), wel­che die Veröffentlichungspflicht von Abschlussarbeiten an Privatuniversitäten nun in § 3 Abs 8f PUG ana­log zu den staat­li­chen Universitäten vor­se­hen. Damit ist auch eine Abgabe der Dissertationen an die ÖNB nor­miert wor­den. Interessant ist der Hinweis, dass die Veröffentlichung auch mit­tels einer «Kooperation mit einer Universitätsbibliothek» gesche­hen kann, womit wohl gemeint ist, dass eine Privatuniversität für die­sen Zweck sich einer UB einer staat­li­chen Universität bedie­nen kann, wenn eine dem­ent­spre­chende Kooperationsvereinbarung besteht.

45. Bundesgesetz, mit dem das Privatuniversitätengesetz geän­dert wird

Der Nationalrat hat beschlossen:

Das Privatuniversitätengesetz – PUG, BGBl. I Nr. 74/2011, wird wie folgt geändert:

An § 3 wer­den fol­gende Abs. 8 und 9 angefügt:

(8) Die Absolventin oder der Absolvent hat vor der Verleihung des aka­de­mi­schen Grades der Privatuniversität, an wel­cher der aka­de­mi­sche Grad ver­lie­hen wird, jeweils ein voll­stän­di­ges Exemplar der posi­tiv beur­teil­ten Diplom- oder Masterarbeit, Dissertation oder künst­le­ri­schen Diplom- oder Masterarbeit bzw. der ver­gleich­ba­ren wis­sen­schaft­li­chen oder künst­le­ri­schen Arbeit oder der Dokumentation der künst­le­ri­schen Diplom- oder Masterarbeit zu über­ge­ben. Die Privatuniversität hat sicher­zu­stel­len, dass diese posi­tiv beur­teil­ten Arbeiten öffent­lich zugäng­lich sind bzw. eine hin­rei­chende Publizität gewähr­leis­tet ist, wobei die Kooperation mit einer Universitätsbibliothek mög­lich ist. Von der Veröffentlichungspflicht aus­ge­nom­men sind die wis­sen­schaft­li­chen oder künst­le­ri­schen Arbeiten oder deren Teile, die einer Massenvervielfältigung nicht zugäng­lich sind. Positiv beur­teilte Dissertationen sind über­dies durch Überg­abe an die Öster­rei­chi­sche Nationalbibliothek zu ver­öf­fent­li­chen. Sofern vor­han­den, kann die Überg­abe auch in elek­tro­ni­scher Form erfolgen.

(9) Anlässlich der Überg­abe der posi­tiv beur­teil­ten Arbeiten gemäß Abs. 8 kann die Verfasserin oder der Verfasser ver­lan­gen, die Benützung der abge­lie­fer­ten Exemplare für längs­tens fünf Jahre nach der Ablieferung aus­zu­schlie­ßen. Das Verlangen ist vom für die stu­di­en­recht­li­chen Angelegenheiten zustän­di­gen Organ zu berück­sich­ti­gen, wenn die oder der Studierende glaub­haft macht, dass wich­tige recht­li­che oder wirt­schaft­li­che Interessen der oder des Studierenden gefähr­det sind.“

Fischer

Faymann

Im VÖBBLOG schon mal kurz die par­la­men­ta­ri­sche Vorgeschichte: Kommt end­lich eine Veröffentlichungsverpflichtung auch für Dissertationen von Privatuniversitäten?

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