Projekt an der Universitätsbibliothek Salzburg
Projekttitel
„Der hinterlassene Fingerabdruck“: Ein Forschungsprojekt der Universitätsbibliothek Salzburg zu Buchraub und NS-Geschichte
Finanziert von
Universität Salzburg und Land Salzburg
Laufzeit
Juli 2009 – Juli 2012
Leitung
Dr. Ursula Schachl-Raber
Wissenschaftliche Betreuung:
Univ.Prof. Dr. Helga Embacher
MitarbeiterInnen:
Dr. Brigitte Wallinger-Schorn
Dr. Andreas Schmoller
Kontaktkoordinaten
Hofstallgasse 2-4
5020 Salzburg
Tel.: +43 662 8044-77151
E-Mail: Andreas.Schmoller(at)sbg.ac.at
Projekthomepage: http://www.uni-salzburg.at/portal/page?_pageid=147,1327684&_dad=portal&_schema=PORTAL
Abstract
Das Projekt „Der hinterlassene Fingerabdruck“ erforscht die NS-Geschichte der Universitätsbibliothek Salzburg, damals Studienbibliothek Salzburg, sowie deren Verwicklung in den Buchraub der Nationalsozialisten. Projektziel ist zum einen die Beantwortung der Frage, inwieweit die Studienbibliothek Salzburg zwischen 1938 und 1945 am von den Nationalsozialisten durchgeführten Buchraub partizipierte oder zum Nutznießer dieses NS-Buchraubes wurde bzw. auf welche anderen Wege sie geraubtes Buchgut nach 1945 wissentlich oder im guten Glauben erworben hat. Zum andern werden die Autopsie von ca. 200.000 Büchern, die Recherche in Archivakten und die Auswertung der jährlichen „Zuwachsregister“ die wissenschaftliche Grundlage für die Rückgabe etwaiger geraubter bzw. unrechtmäßig erworbener Bestände an die rechtmäßigen Erben liefern. In der Stadt Salzburg bildet die Eliminierung katholischer Organisationsstrukturen einschließlich derer Bibliotheken sowie die Repräsentanz des SS-Ahnenerbe-Instituts (das sich institutionell am Kulturraub in den Kriegsgebieten beteiligte) den größeren Rahmen für den vielfachen „Transfer“ von geraubten Büchern.
Publikationen / Publizierte Projektergebnisse
- Schachl-Raber, Ursula (Hg.): Bücherverbrennung – gegen das Vergessen: 30.4.1938 – 30.4.2008. Salzburg 2008.
- Schmoller, Andreas und Brigitte Wallinger-Schorn: „NS-Raubgut in der Uni-Bibliothek?“ Salzburger Nachrichten 12.12.2009 (Universitäts-Magazin 4/09), S. 11.