Projekt an der Universitätsbibliothek Wien

Projekttitel

Provenienzforschung (seit 2010 als AG organisiert)

Vorläuferprojekte:

  • Projekt Provenienzforschung an den Fachbereichs- und Institutsbibliotheken der Universitätsbibliothek Wien (2006-2010)
  • Projekt Provenienzforschung an der Hauptbibliothek (2004-2009)

Finanziert von

Universität Wien

Laufzeit

laufend seit 2004

Leitung

Mag. Markus Stumpf, MSc

Kontaktkoordinaten

Projekt Provenienzforschung
c/o Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte und Osteuropäische Geschichte
Spitalgasse 2, Hof 1
1090 Wien
Tel.: +43 1 4277-16710
Fax: +43 1 4277-16719
E-Mail: Provenienzforschung.ub(at)univie.ac.at
Projekthomepage: http://bibliothek.univie.ac.at/provenienzforschung/

Abstract

Das Projekt Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien durchforstete systematisch die Eingänge aus den Jahren 1938 bis 1945 sowohl in der Hauptbibliothek der Universität Wien, als auch in den Fachbereichs- und Institutsbibliotheken. Neben Archivmaterial, Inventarbüchern und historischen Quellen gaben vor allem Besitzereinträge in den Büchern Hinweise auf bedenkliche Erwerbungen.
Das Forschungsprojekt wurde 2004 an der Universitätsbibliothek Wien eingerichtet, um zunächst die Bestände der Universitätsbibliothek Wien aus den Jahren 1938-1945 auf bedenkliche Erwerbungen zu überprüfen. 2006 wurde das Projekt um den sogenannten „Außenbereich“, also die Fachbereichs- und Institutsbibliotheken, erweitert. Beide Projekte wurden Ende 2009 / Anfang 2010 abgeschlossen und eine Arbeitsgruppe Provenienzforschung zur weiteren Aufarbeitung eingesetzt. Die Bibliothek kommt damit ihrer Aufgabe zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit den eigenen Beständen und der Aufarbeitung der Erwerbungspolitik während der NS-Zeit nach.

Publikationen / Publizierte Projektergebnisse (Auswahl)

  • Alker, Stefan und Monika Löscher (Red.): Bibliotheken der Universität Wien in der NS-Zeit. Bücherraub, Provenienzforschung, Restitution. Wien 2008.
  • Alker, Stefan, Christina Köstner und Markus Stumpf (Hg.): Bibliotheken in der NS-Zeit. Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte. Göttingen 2008.
  • Alker, Stefan und Christina Köstner: Erwerbungspolitik an der Universitätsbibliothek Wien während der NS-Zeit. Bericht der Provenienzforschung. In: Regine Dehnel (Hg.): NS-Raubgut in Bibliotheken. Suche, Ergebnisse, Perspektiven. Drittes Hannoversches Symposium (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderband 94), Frankfurt am Main 2008, S. 97-109.
  • Alker, Stefan, Christina Köstner und Markus Stumpf: Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien. Ein Zwischenbericht. In: Harald Weigel (Hg.): Wa(h)re Information, 29. Österreichischer Bibliothekartag Bregenz 2006 (= Schriften der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 2), Graz-Feldkirch 2007, S. 125-131.
  • Bedenkliche Erwerbungen aus der NS-Zeit Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien. In: Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 59 (2006), H. 2, S. 104-105.
  • Köstner, Christina: Eine „bibliophile Seltenheit“. Provenienzforschung an der FB Theater-, Film- und Medienwissenschaft. In: Birgit Peter und Martina Payr (Hrsg.): „Wissenschaft nach der Mode“?. Die Gründung des Zentralinstituts für Theaterwissenschaft an der Universität Wien 1943 (= Austria: Universitätsgeschichte 3), Münster 2008, S. 135-149.
  • Löscher, Monika und Markus Stumpf: „… im wesentlichen unbeschädigt erhalten geblieben …“. Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien am Beispiel der Fachbereichsbibliothek Anglistik und Amerikanistik. In: Gabriele Anderl (Hg.): ... wesentlich mehr Fälle als angenommen. 10 Jahre Kommission für Provenienzforschung (= Schriftenreihe der Kommission für Provenienzforschung 1), Wien 2009, S. 281-297.
  • Löscher, Monika und Markus Stumpf: Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien am Beispiel der Fachbereichsbibliothek Anglistik und Amerikanistik. In: Ingrid Böhler, Eva Pfanzelter, Thomas Spielbüchler und Rolf Steininger (Hrsg): 7. Österreichischer Zeitgeschichtetag 2008. 1968 - Vorgeschichten - Folgen. Bestandsaufnahme der österreichischen Zeitgeschichte. Innsbruck 2010.
  • Malina, Peter: „Braune Erblast“ im Regal. Restitutions- und Erinnerungsforschung als bibliothekarische Aufgabe. In: Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 58 (2005), H. 4, S. 9-27.
  • Malina, Peter: Die Gestapo als Bücherlieferant. Vorläufige Ergebnisse der Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich (2006), H. 2, S. 30-40.
  • Malina, Peter: Wegnehmen und wegsperren. Zum Umgang mit dem Literatur-Bestand in einer wissenschaftlichen Bibliothek am Beispiel der Universitätsbibliothek Wien 1938-1945. In: Mensch – Wissenschaft – Magie. Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte 24 (2006), S. 177-194.
  • Malina, Peter: Von Büchern und Menschen: Neue Veröffentlichungen zur Provenienzforschung. In: Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 60 (2007), H. 1, S. 45-62.
  • Stumpf, Markus: „Aus einer liquidierten jüdischen Buchhandlung“. Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Wien – Kontinuitäten und Brüche. In: Gerhard Renner, Wendelin Schmidt-Dengler, Christian Gastgeber (Hrsg.): Buch- und Provenienzforschung. Festschrift für Murray G. Hall zum 60. Geburtstag, Wien 2009, S. 171-186.
  • Stumpf, Markus: „Der Jude ist bereits in Amerika.“ Provenienzforschung und Restitution im Fall Georg Petschek. In: Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 62 (2009), H. 4, S. 20-27.
  • Stumpf, Markus: „Die Bibliothek ist nicht mehr vollständig.“ Ein Werkstattbericht zur Provenienzforschung und Restitution an der Universitätsbibliothek Wien. In: Bibliothek. Forschung und Praxis. (Preprint)