Institut für Kultur- und Sozialanthropologie Universität Wien
HOME
 
INSTITUT
AKTUELL
Veranstaltungen
Ausschreibungen
Eric Wolf Lectures
Tage der KSA
Anderes
PERSONAL
FORSCHUNG
PUBLIKATIONEN
STUDIUM
eLEARNING
INTERNATIONAL
STV
LINKS
 
ALUMNI
ONLINE FORUM
 
SPL
FACHBEREICHS-
BIBLIOTHEK
LAGEPLAN &
ÖFFNUNGSZEITEN
SPRECHSTUNDEN
& KONTAKTE
Wednesday Seminars SS 2013




Prof. Azade-Ayse Rorlich
The Satirical Journal YALT-YOLT: A Most Iconoclastic "Voice" of Muslim Modernity.

May 29, 2013, 18:30
Seminarraum A

The presentation will draw on the findings of the research for the book-length project tentatively entitled Muslim Visual Culture in Late Imperial Russia. It will, however, focus on discussing the role the Tatar satirical journal Yalt-Yolt played at the beginning of the twentieth century in extending the boundaries of Muslim modernity discourses by enriching the new ways of knowing and exploring the Self through the social medium and visual messages of cartoons.
Dr. Azade-Ayse Rorlich is a Professor of History and Slavic Languages and Literatures at the University of Southern California, Los Angeles.
She studies Russian and Eurasian social and cultural history, including the history of the Turkic Muslim peoples of Russia. Her special research interests include: the social history of Muslim women in late imperial Russia, the identity discourse of the Muslim modernizers, Muslim visual culture, as well as the socio-political and cultural landscape of the post-Soviet Turkic republics.
She is published a number of books and articles, amongst other “Ismail Gasprali’s French and African Letters”, Istanbul: Isis Press, 2008; “The Volga Tatars”, Stanford: Hoover Institution Press, 1986 (reprinted 2000 in Moscow and Istanbul; “Empire and Self. Sadri Maksudi’s Encounter with England”, in: K.Durukan, R. Zens, and A.Zorlu-Durukan (Eds.) Hoca, ‘Allame, Puits de Science (Istanbul: Isis Press, 2011) pp.159-174 and “Identities in Flux. The Mirror of Popular Culture: Kazakh Cinema at the end the Twentieth Century”, in: G. Rasuly–Paleczek and J. Katschnig, eds., Central Asia on Display; Vienna: LIT Verlag, Munster: 2004, pp.261-271


Prof.em. Gerd Spittler (Universität Bayreuth)
Arbeit zur Sprache bringen – ethnographische Annäherungen

June 5, 2013, 17:00
Methodenzentrum, Hörsaal H10 (entrance via Landesgerichtsstraße 20)
In cooperation with the Department of Methods

Über Arbeit wird viel geredet. Es gibt Gespräche während der Arbeit und öffentliche Diskurse, in denen Arbeit definiert und bewertet wird. Für viele Kulturwissenschaftler und Historiker stellt daher die Semantik der Arbeit den Königsweg für eine Untersuchung der Arbeit dar. Gegenüber diesem Ansatz ist Skepsis angebracht. Das Reden über die Arbeit ist vielstimmig, vor allem aber klaffen das Reden über die Arbeit und das Arbeitshandeln oft weit auseinander. „Arbeit zur Sprache bringen“ bedeutet mehr als Arbeit thematisieren, es bedeutet zwei weit entfernte Bereiche miteinander zu verbinden. Methodisch sind dafür ethnographische Ansätze besonders geeignet. Das soll im Vortrag am Beispiel von Ethnographien zur Arbeit von Bauern, Nomaden, Technikern und Dienstleistungsberufen gezeigt werden.


Prof.em. Judith Okely (University of Oxford)
Writing through Fieldwork: Participation interrupted

June 19, 2013, 17:00
Methodenzentrum, Hörsaal H10 (entrance via Landesgerichtsstraße 20)
In cooperation with the Department of Methods




Vergangene Seminare

Prof. Burkhard Schnepel
Wie studiert man ein Meer? Programmatische Gedanken zur ethnohistorischen Erforschung des Indischen Ozeans

March 13, 2013, 18:00
Hörsaal A

Der Indische Ozean ist mit knapp 69 Millionen Quadratkilometern der drittgrößte Ozean der Welt. Er verbindet mehrere Kontinente; seine Anrainerstaaten zeichnen sich durch große Diversität in kulturellen, sozialen, religiösen, sprachlichen, wirtschaftlichen und politischen Dingen aus. Gibt es den Indik denn überhaupt als Einheit? Und wenn ja, worin besteht diese und wie kann man sie erforschen? Sollte man nicht besser an Land bleiben, wo man, nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes, sondern auch epistemologisch gesehen, festen Boden unter den Füßen hat und wo die geographische Rahmung eines Forschungsgebietes prägnanter und möglichst auch kleinteiliger festgelegt werden kann? Diese Fragen wird der geplante Kurzvortrag spezifizieren und die anschließende Diskussion eventuell klären.
 
Prof. Erwan Dianteill
Ifa divination in Porto-Novo and Havana: a brief anthropological comparison

“Wednesday Seminar” (exceptionally on a Tuesday!)
May 7, 2013, 18:30
Hörsaal C

Geomancy is a system of divination widespread in the world, particularly in sub-Saharan Africa. One of its forms is known as Ifa among the Yoruba, or Fa among their Fon neighbors. It is a system of oracle closely associated with the religion of Vodun and Orisha, with its rites, its myths and its priesthood. Many Fon and Yoruba were deported to the New World until the nineteenth century, which led to the establishment of the cult of Ifa in Cuba, where it is widely developed today. We'll compare the contemporary forms of Ifa divination in Porto-Novo, on the border with Benin and Nigeria, and in Havana, Cuba.


PD Dr. Volker Gottowik
Ein Berg, zwei Konfessionen, viele Pilger. Multireligiöse Aspekte der Wallfahrt an den Gunung Rinjani auf Lombok, Indonesien

May 8, 2013, 18:30
Seminarraum A (SR-A)

Die ostindonesische Insel Lombok wird vom Gunung Rinjani dominiert, einem etwa 3700 Meter hohen, aktiven Vulkan. Dieser Berg gilt sowohl der muslimischen Mehrheitsbevölkerung, den Sasak, als auch der Minderheit der Hindu-Balinesen als sakrales Zentrum der Insel. Beide Gruppen unternehmen Pilgerfahrten an den Gunung Rinjani, um ihren Göttern näher zu sein und diese um ausreichende Niederschläge zu bitten.
Im Verlauf dieser Pilgerfahrten kommt es immer wieder zu Begegnungen zwischen den beiden ethnisch und konfessionell distinkten Gruppen, die jedoch friedlich verlaufen. Dass es Muslim-Sasak und Hindu-Balinesen bislang gelungen ist, sich das sakrale Zentrum der Insel einvernehmlich zu teilen, ist eingespielten Verhaltensweisen und einem hohen Maß gegenseitiger Toleranz geschuldet. Diese Toleranz basiert nicht zuletzt auf Gemeinsamkeiten in den kosmologischen Vorstellungen, die sich Muslime und Hindus, Sasak und Balinesen mit jeder Pilgerfahrt an den Gunung Rinjani selbst vor Augen führen.
In den letzten zwei oder drei Jahrzehnten ist jedoch eine religiöse Dynamik in Gang gekommen, die diese Gemeinsamkeiten unterläuft und eine wachsende Zahl von Muslimen davon abhält, an dieser Wallfahrt teilzunehmen. Die genannte Dynamik und ihre Implikationen sowohl für das multireligiöse Geschehen am Gunung Rinjani als auch für das Zusammenleben von Muslim-Sasak und Hindu-Balinesen auf Lombok stehen im Mittelpunkt dieses Vortrags.




Ausschreibungen | Eric Wolf Lectures | Tage der KSA | Anderes
 
Institut für Kultur- und Sozialanthropologie | Fakultät für Sozialwissenschaften | Universität Wien
A–1010 Wien, Universitätsstraße 7 | Tel: +43-1-42 77 495 01 | Fax: +43-1-42 77 9495
© 2005–09 | Letzte Änderung: | e-mail: web.ksa@univie.ac.at