Institut für Kultur- und Sozialanthropologie Universität Wien
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Aktuelle Publikationen
Andrea Strasser-Camagni
Globale Rechte und Lokale Kontexte
Menschenrechte von Frauen im postsozialistischen Armenien: Anpassung, Transformation, Widerstand

Wien: Lit Verlag, 2009 (Reihe: Global Rights and Local Contexts)
192 pp. ISBN 978-3-643-50054-0       € 19,90

Die Autorin untersucht postsozialistische Transformationsprozesse in Armenien und ihre Auswirkungen auf die Geschlechterverhältnisse. Im Mittelpunkt steht dabei eine sozialanthropologische Analyse der Menschenrechte von Frauen im Alltag: Was bedeutet es, Rechte zu haben? Wie gestalten sich die Verflechtungen von globalen Frauenrechtskonzepten mit lokalen Umsetzungs- und Deutungsvarianten? Wo gibt es die meisten Rechtsverletzungen? Welche Formen von Agency entwickeln Frauen, um Handlungsspielräume zu erweitern, Probleme zu bewerkstelligen oder gegen Rechtsverletzungen anzukämpfen?
Dr. Andrea Strasser-Camagni, geb. 1972 Innsbruck, studierte Kultur- und Sozialanthropologie und Russisch in Wien; arbeitet als Lektorin an der Universität Wien, als Forscherin an der Akademie der Wissenschaften und bei Amnesty International.
Hansjörg Dilger & Bernhard Hadolt (Hg.)
Medizin im Kontext
Krankheit und Gesundheit in einer vernetzten Welt

Frankfurt/M.: Peter Lang, 2010.
448 pp. ISBN 978-3-631-57839-1       € 71,70

Wie gestalten sich medizinisches Wissen und medizinische Praktiken in einer global vernetzten Welt? Welchen Herausforderungen steht die Medizinethnologie angesichts der transnationalen Bewegungen von Menschen, sowie medizinbezogener Ideen und Praktiken gegenüber? Dieser Band verweist auf die Bedeutung eines kultur- und sozialanthropologischen Analyseansatzes, wenn Gesundheit und Krankheit im globalen Kontext adäquat verstanden werden sollen. Er plädiert für eine differenzierte Berücksichtigung der sozialen und kulturellen Dynamiken, die die Politiken des heterogenen und machtbeladenen Felds „Medizin“ kennzeichnen. Fallstudien beleuchten folgende Bereiche: Neue Technologien und medizinische Praxis, Migration und Medizin in transnationalen Verflechtungen, „Traditionelle Medizin“ als strategische Ressource, Soziale Sicherung und Gesundheitsfinanzierung u.a.
Heike Wagner
Dasein für Andere - Dasein als Andere in Europa
Ecuadorianische Hausarbeiterinnen in Privathaushalten und katholischen Gemeinden Madrids

Wiesbaden: VS, 2010.
409 pp. ISBN 978-3-531-16680-3       € 49,95

Pflege, Erziehungs- und Hausarbeit wird heute zunehmend von Migrantinnen übernommen. Auf Basis einer 14-monatigen Feldforschung in Spanien und Ecuador untersucht Heike Wagner den Migrationsprozess ecuadorianischer Hausarbeiterinnen. Sie analysiert die Migrationsentscheidung in Ecuador, die Ankunft in Madrid, die Arbeitssuche und Rekrutierung von Haushaltsarbeit und reflektiert die Arbeitsbeziehung in der Privatsphäre Anderer. Einem praxeologischen Ansatz folgend nehmen Handlungsstrategien, deren Möglichkeiten und Grenzen bei sowie außerhalb der Hausarbeit eine zentrale Stellung in der Studie ein. Dabei kommen Hausarbeiterinnen mit ihren Projekten, ihren Wahrnehmungen, ihren Selbstdefinitionen von Migration und Hausarbeit zu Wort, aber auch in ihren Rollen als Hausarbeiterinnen für Andere.
Maria Six-Hohenbalken und Jelena Tošić
Anthropologie der Migration.
Theoretische Grundlagen und interdisziplinäre Aspekte

Wien: Facultas 2009   (Kultur- und Sozialanthropologie, Band 4)
368 pp. ISBN 978-3-7089-0445-0       € 24,90

WissenschafterInnen, die an Instituten in Wien, in der Türkei, in Großbritannien und den USA tätig sind, bieten eine Einführung in theoretische Ansätze der anthropologischen Migrationsforschung und zeigen deren interdisziplinäre Verflechtungen auf. Themen wie Identitätskonstruktionen, Multikulturalismus, Transnationalismus und Diaspora werden aufbereitet und ausgewählte Anwendungsfelder im Bereich von Bildung, Gesundheit und kulturpolitischer Selbstorganisation eingehend erörtert. Der Band richtet sich an Studierende der Sozialwissenschaften, insbesondere der Kultur- und Sozialanthropologie, wie auch ExpertInnen, die beruflich in Migrationsfeldern tätig sind.
Jelena Tošić
Globale Rechte und Lokale Kontexte.
Menschenrechte und Globalisierung in der postsozialistischen Transformation Serbiens

Wien: Lit Verlag, 2009 (Reihe: Global Rights and Local Contexts)
250 pp. ISBN-10: 3643500475, ISBN-13: 978-3643500472     € 19,90

Diese anthropologische Studie des postsozialistischen Wandels in Serbien untersucht lokale Konzeptionen der Menschenrechte sowohl vor dem Hintergrund des sozialistischen Erbes als auch des globalen Demokratisierungsparadigmas. Wer kämpft wie um welche Menschenrechte? Wieso sind Nichtregierungsorganisationen zum Inbegriff für Zivilgesellschaft geworden? Wie artikulieren sich neue soziale Bewegungen? Wie beeinflusst das ICTY den Prozess der Auseinandersetzung mit Kriegsverbrechen? Durch dichte ethnographische Beschreibungen des Alltags der postsozialistischen Transformation und Analysen von lokalen Diskursen zeichnet die Autorin das Bild einer Gesellschaft im Umbruch, welches jenem in Westeuropa vorherrschenden und stark vereinfachten Blick auf Serbien oft entgegen gesetzt ist.
Hermann Mückler
Einführung in die Ethnologie Ozeaniens

Wien: facultas.wuv, 2009
320 pp.    ISBN: 978-3-7089-0392-7   € 19,90

Die Kulturregion Ozeanien ist aufgrund der ethnischen, kulturellen und sprachlichen Vielfalt ihrer Bewohner weltweit einzigartig und stellt wegen ihrer Ausmaße und geographischen Extreme eine Region der Superlative dar. Die indigenen Bevölkerungen dieser Inselwelt mussten in Prozessen der Akkulturation und Transkulturation in den vergangenen zweihundert Jahren ihren Bezug zu Status, Tradition, Alltag und Berufsleben unaufhörlich neu definieren. Diesen Kulturwandel wie auch die politischen Entwicklungen der einzelnen Staaten veranschaulicht der Autor exemplarisch anhand der Darstellung von lokalen sozialen Strukturen, Kulten und Ritualen, religiösen Vorstellungen, Aspekten der materiellen Kultur, Weltbild und Wertvorstellungen. Viele Illustrationen, eine umfangreiche Bibliographie, eine Chronologie der europäischen Entdeckungsgeschichte und ein Register vervollständigen das Bild.
Hermann Mückler, Norbert Ortmayr & Harald Werber (Hg.)
Ozeanien
18. bis 20. Jahrhundert
Geschichte und Gesellschaft

Wien: Promedia, 2009
304 pp.     ISBN 978-3-85371-282-5   € 24,90

Ozeanien mit den drei Großregionen Melanesien, Mikronesien und Polynesien ist spätestens seit der Klimadebatte in den Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit gerückt. Die Autoren dieses Bandes versuchen, die spezielle historische Entwicklung, eine späte, aber intensive Kolonisierung durch europäische Mächte sowie die Phase der schrittweisen Entkolonisierung und die Entwicklung der unabhängigen Staaten seither anhand der Skizzierung innerer und äußerer Einflüsse und der Darstellung spezifischer Fallbeispiele zu dokumentieren.
Stephanie A. Krawinkler & Susanne Oberpeilsteiner (Hg.)
Das Fremde
Konstruktionen und Dekonstruktionen eines Spuks

(Ethnologie, Band 35)
Wien: Lit-Verlag, 2008
144 pp.    ISBN 978-3-8258-1663-6   € 19,90  (für Studierende € 12,00)

Die AutorInnen – sechs junge Kultur- und SozialanthropologInnen – zeigen Konstruktionen und Dekonstruktionen des Fremden im Alltag, in der Politik, in der Wirtschaft und in der Werbung auf und versuchen so, einen Beitrag zur bewussten und theoretisch fundierten Auseinandersetzung mit dem Thema zu leisten. Der Sammelband ist im Anschluss an das gleichnamige Seminar unter Leitung von Peter H. Karall am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie entstanden. Die Qualität der Arbeiten und die Breite des abgedeckten Themenspektrums gaben den Anstoß, ausgewählte Beiträge zu veröffentlichen. Unterstützt wurde das Projekt vom Verein fokus_irrt, vom Land Vorarlberg, der MA 7 der Stadt Wien, der ÖH, der Institutsgruppe KSA u.a.
Igor Eberhard, Julia Gohm & Margit Wolfsberger (Hg.)
Kathedrale der Kulturen
Repräsentation von Ozeanien in Kunst und Museum

(Novara-Beiträge zur Pazifikforschung, Band 5)
Wien: Lit-Verlag, 2008
196 pp.    ISBN 978-3-7000-0916-0; ISBN 978-3-8258-1849-4   für Studierende: € 20,00

Kulturanthropologischen Museen kommt eine besondere Aufgabe zu: Bilder von anderen Kulturen zu zeigen, Wissen zu schaffen, zur Diskussion zu stellen, Klischees zu zerstreuen und authentischere Bilder zu erschaffen. Vor allem die Großregion Ozeanien ist noch immer in den Köpfen vieler Menschen als das Realität gewordene Klischee von „Südsee“ fernab jeder Realität verankert. Das Buch dekonstruiert diese Klischees, hinterfragt damit in Zusammenhang stehende Bedeutungen und Interpretationsmuster und reflektiert kritische Zugänge. Es will Brücke sein zwischen Museum und Kunstbetrieb sowie zwischen Menschen in Ozeanien und dem (Museums)Publikum.
Elke Mader
Anthropologie der Mythen

Wien: facultas.wuv, 2008
260 pp.    ISBN 978-3-7089-0019-3   € 19,40

Mythen sind lebendiger Ausdruck einer bestimmten Lebenswelt und eines je spezifischen Weltbildes. Anhand zahlreicher Textbeispiele aus der Mythologie indianischer Gemeinschaften in Lateinamerika skizziert Elke Mader in dieser Einführung die Wissenschaftsgeschichte der Mythenforschung von ihren Anfängen im 16. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart. Didaktisch aufbereitet und mit Kommentaren versehen veranschaulichen die Textanalysen die unterschiedlichen theoretischen Perspektiven und Interpretationsmodelle, wie sie in der Kultur- und Sozialanthropologie zur Anwendung kommen. Dabei präsentiert die Autorin nicht nur traditionelle Forschungsgebiete, wie die naturmythologische oder die historisch-geographische Schule, die soziologische Theorie des Mythos und die strukturale Mythologie, sondern zeigt auch die Relevanz von Mythen für aktuelle Kontexte der Genderforschung und Filmwissenschaft auf.
Anja Fischer
Nomaden der Sahara
Handeln in Extremen

Berlin: Reimer, 2008
192 pp.    ISBN 978-3-496-02805-5    € 30,80

Wie lebt man in der Zentralsahara, einem der extremsten Lebensräume dieser Erde? Anja Fischer beschreibt detailliert das wirtschaftliche Handeln von Frauen, Kindern und Männern der Kel Ahaggar-NomadInnen („Tuareg“) in der südalgerischen Wüste. Wirtschaftliches Handeln wird in einem nomadologischen Ansatz als sozialer Prozess interpretiert. So bietet sie Einblick in die komplexen soziokulturellen Zusammenhänge des nomadischen Alltags. In der abschließenden Analyse werden die Strategien von NomadInnen in einer kollektiven Handlungskonvention zusammengefasst.
Birgit Sauer & Sabine Strasser (Hg.)
Zwangsfreiheiten
Multikulturalität und Feminismus

(HSK/IE27)
Wien: Promedia, 2008
260 pp.    ISBN 978-3-85371-283-2    € 24,70 (für AbonnentInnen € 20,00)

Die Beiträge des Bandes diskutieren das Spannungsverhältnis zwischen Feminismus und Multikulturalismus aus geschlechter- und politiktheoretischen Perspektiven und machen Vorschläge, wie das Verhältnis von kultureller Diversität und Geschlechteregalität neu zu bestimmen ist.
Erich Lehner, Hermann Mückler & Ulrike Herbig (Hg.)
Das architektonische Erbe Samoas

Wien: Neuer Wissenschaftlicher Verlag, 2007
478 pp.   ISBN-10: 3-7083-0391-1; ISBN-13: 978-3-7083-0391-8

Die Vielfalt kultureller Prägungen ist weltweit im Aussterben begriffen. Wesentlichen Anteil daran trägt das immer weiter um sich greifende Verdrängen indigener Bautraditionen durch uniforme Bautypen des „internationalen Stils“ europäisch-amerikanischer Prägung, die in ihrer Herstellung kostengünstiger sind als traditionelle Bauten, welche einen hohen Aufwand an handwerklicher Arbeit erfordern. Das architektonische Erbe Samoas wurde als Pilotprojekt interdisziplinärer Untersuchungen indigener Architekturtraditionen gestartet, durchgeführt von Lehrenden und Studierenden der Fachrichtungen Architektur, Ethnologie und Vermessungstechnik. Dabei wurde die Situation der indigenen Bautraditionen Samoas im sich wandelnden Umfeld der aktuellen soziokulturellen und technologischen Gegebenheiten analysiert und dokumentiert.
Christa Markom & Heidi Weinhäupl
Die Anderen im Schulbuch
Rassismen, Exotismen, Sexismen und Antisemitismus in österreichischen Schulbüchern

(Sociologica, Band 11)
Wien: Braumüller, 2007
257 pp.    ISBN 978-3-7003-1616-9    € 24.90

Die Autorinnen untersuchen, inwieweit über Schulbücher Vorurteile gegenüber „den Anderen“ tradiert werden. Anhand gängiger Schulbücher für Geographie, Biologie und Geschichte wird gezeigt, dass zumeist offene Diskriminierungen vermieden, Rassismus abgelehnt, fixe Rollenbilder von Männern und Frauen hinterfragt werden. Nach wie vor aber werden stereotype Bilder vermittelt: von der Überlegenheit Europas und den zum Aussterben verurteilten „Indianern“, dem Islam als totalisierender Kraft und „einem Afrika“ voller Armut und Bürgerkrieg. Homosexualität wird mit ausufernder Sexualität in Beziehung gesetzt; Inter- und Transsexualität ausgeblendet. Antisemitismus wird entweder ausgeblendet oder nur Rechtsextremen zugeordnet. Im Buch geht es nicht darum, diskriminierende Passagen oder einzelne Schulbücher an den Pranger zu stellen. Vielmehr werden Beispiele genutzt, um geläufige wissenschaftliche Diskurse auch auf der Schulbildungsebene nachvollziehbar zu machen.
Andre Gingrich, Thomas Fillitz & Lutz Musner (Hg.)
Kulturen und Kriege
Transnationale Perspektiven der Anthropologie

(Edition Parabasen, Band 7)
Freiburg i.Br.: Rombach Verlag, 2007
100 pp.    ISBN 978-3-7930-9487-6    € 24,70

Anthropologie und Kulturwissenschaften setzen mit diesem Band ihre Dialoge zum Thema der Gewalt als Teil des menschlichen Daseins fort. Europäische und amerikanische Autor/inn/en spannen dabei den Bogen von der Antike über das historische Polynesien bis zum 20. Jh.: Dabei werden die Konturen einer neuen „politischen Anthropologie“ erkennbar, in der das Ringen um Frieden und die Austragung von Konflikten Teil jeder Form menschlichen Handelns ist, und nicht bloß jenes von spezialisierten politischen Institutionen.
Neo-Nationalism in Europe and Beyond
Perspectives from Social Anthropology
Edited by Andre Gingrich & Marcus Banks
Epilogue by Ulf Hannerz

Oxford: Berghahn, 2006
312 pp.    ISBN 978-1-84545-189-9   $ 85,00 (Hardback); ISBN 978-1-84545-190-5   $ 25,00 (Paper)

By the early twenty-first century neo-nationalist forces have established themselves in a number of the world’s large regions and subcontinents. From Australia to South Asia, in Eastern and Western Europe, comparable parties and movements have positioned themselves in national parliaments and governments, with some considerable impact on state power. In contrast to right-wing extremist parties in the past, these recent movements mostly operate within legal parliamentary channels, using essentialized notions of local culture to mobilize against real and alleged threats to local identities of status, gender, religion, nationhood and ethnicity. Prompted by this near-simultaneous rise to political influence of more than a dozen apparently similar parties across Western Europe, this collection offers a range of European case studies with selected global examples. It takes up the theoretical and methodological challenges posed by this phenomenon and asks what distinctive contributions anthropology might make to its study.
Hermann Mückler, Werner Zips & Manfred Kremser (Hg.)
Ethnohistorie
Empirie und Praxis

(Wiener Beiträge zur Ethnologie und Anthropologie, Band 14)
Wien: Wiener Universitätsverlag WUV, 2006
520 pp.    ISBN 3-85114-335-3    € 29,00

Geschichtslose Gesellschaften gibt es nicht! Die Ethnohistorie ist jene Wissenschaft, die diesen Aspekt aufgreift und die historische Entwicklung von Ethnien in detektivischer Kleinarbeit zu rekonstruieren versucht. In den einzelnen Beiträgen dieses Bandes werden theoretische und methodologische Grundlagen der Ethnohistorie erörtert, Probleme dieser Rekonstruktionsarbeit beleuchtet und die individuellen praxisorientierten Erfahrungen der AutorInnen bei der Bewältigung dieser Herausforderung wiedergegeben.
Der Band ist Karl R. Wernhart zum 65. Geburtstag gewidmet, der zeit seines Lebens um die Weiterentwicklung der Ethohistorie bemüht war und dem diese Forschungsrichtung entscheidende Impulse verdankt.
Fredrik Barth, Andre Gingrich, Robert Parkin & Sydel Silverman
One Discipline, Four Ways
British, German, French, and American Anthropology. The Halle Lectures

Chicago: University of Chicago Press, 2005
408 pp.    ISBN 0-226-03828-9   $ 52,50 (Cloth); ISBN 0-226-03829-7   $ 21,00 (Paper)

One Discipline, Four Ways offers the first book-length introduction to the history of each of the four major traditions in anthropology – British, German, French, and American. The result of lectures given by distinguished anthropologists Fredrik Barth, Andre Gingrich, Robert Parkin, and Sydel Silverman to mark the foundation of the Max Planck Institute for Social Anthropology, this volume not only traces the development of each tradition but considers their impact on one another and assesses their future potentials.
Shattering Tradition
Custom, Law and the Individual in the Muslim Mediterranean
Edited by Walter Dostal & Wolfgang Kraus

(The Islamic Mediterranean, 7)
London: I. B. Tauris, 2005
vii+318 pp.    ISBN 1850436347   £ 42,00 (Hardback)

This collection – an outcome of the European Science Foundation’s research programme “Individual and Society in the Mediterranean Muslim World” – explores some of the ways in which the legal plurality of Islamic law, customary law and state law is dealt with in the societies of the Muslim Mediterranean. Concentrating on customary law – the least investigated of the three – the contributions consider continuities and interactions with Islamic law and state law as much as tensions and the potential for conflict. Drawing on the approaches of various disciplinary traditions with a particular emphasis on social anthropology, this series of case studies aims at opening up a field of debate that has up to now been overly neglected.
Susanne Binder, Gabriele Rasuly-Paleczek und Maria Six-Hohenbalken (Hg.)
Heraus Forderung Migration
Beiträge zur Aktions- und Informationswoche der Universität
Wien anlässlich des „UN International Migrant’s Day“

(Abhandlungen zur Geographie und Regionalforschung, Band 7)
Wien: Institut für Geographie und Regionalforschung
ISBN: 3-900830-49-5    € 20,00  (für Studierende: € 15,00)

In den letzten eineinhalb Jahrzehnten hat die Zahl der internationalen MigrantInnen kontinuierlich zugenommen. Migrationsbewegungen sind heute ein im wahrsten Sinne des Wortes globales Phänomen, von dem nahezu jeder Staat der Erde in unterschiedlichem Ausmaß, als Herkunftsland, als Transitstaat oder Zielgebiet, betroffen ist. Auch in Österreich sind Migrationsfragen in den letzten Jahren in der breiten Öffentlichkeit, der Politik, den Massenmedien und nicht zuletzt von einschlägigen Wissenschaften zu vielbehandelten und oftmals kontrovers diskutierten Themen geworden.
Grammars of Identity/Alterity
A Structural Approach
Edited by Gerd Baumann & Andre Gingrich

(EASA Series, 3)
London: Berghahn, 2004
192 pp.    ISBN 1-57181-698-4   $ 39.95/£ 25.00 (Hardback)

Issues of the construction of Self and Other, normally in the context of social exclusion of those perceived as different, have assumed a new urgency. This collection offers a fresh perspective on the ongoing debates on these questions in the social sciences and the humanities by focusing specifically on one theoretical proposition, namely, that the seemingly universal processes of identity formation and exclusion of the “other” can be differentiated according to three modalities. All contributors directly engage with rigorous empirical testing and theoretical cross-examination of this proposition. Their results have direct implications not only for a more differentiated understanding of collective identities, but also for a better understanding of extreme collective violence and genocide.
Susanne Binder
Interkulturelles Lernen aus ethnologischer Perspektive
Konzepte, Ansichten und Praxisbeispiele aus Österreich und den Niederlanden
Mit einem Vorwort von Andre Gingrich

(Interkulturelle Pädagogik, 1)
Münster: Lit-Verlag, 2004
304 S.    ISBN 3-8258-8260-8   € 24,90

Das Unterrichtsprinzip Interkulturelles Lernen kann dazu beitragen migrationsbedingten Anforderungen mit einer gewissen Kreativität zu begegnen, der Kreativität Raum zu verschaffen oder aber auch Konfliktpotentiale auszuloten und etwaige Hürden zu überwinden. In diesem Buch wird der Frage nachgegangen, wie Interkulturelles Lernen im Schulalltag seine Umsetzung findet. Die Autorin forschte an Schulen in Wien, Niederösterreich sowie in den Niederlanden. Sie analysiert die Konzepte sowie Einstellungen zu Interkulturellem Lernen und stellt es ländervergleichend in seiner Praxisbezogenheit dar.
Wolfgang Kraus
Islamische Stammesgesellschaften
Tribale Identitäten im Vorderen Orient in sozialanthropologischer Perspektive

Wien: Böhlau, 2004
420 S., 21 Abb.    ISBN 3-205-77186-9   € 49,00

In der historischen Dynamik des islamischen Vorderen Orients haben Stämme eine ganz zentrale Rolle gespielt. Stets auf größtmögliche politische Autonomie bedacht, sind sie doch mit den Staaten der Region durch vielfältige Wechselbeziehungen verbunden. Tribale Identitäten und Organisationsformen werden im Vorderen Orient daher nur in ihrer Einbindung in umfassendere politische, historische und kulturelle Zusammenhänge verständlich. Das Buch untersucht die Grundstrukturen und ideologischen Modelle tribaler Identität und analysiert am Fallbeispiel eines marokkanischen Berberstammes die Selbstsicht einer solchen Stammesgesellschaft und ihr spannungsreiches Verhältnis zum Zentralstaat.
 

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