Internationale Tagung: Das Blut des Staatskörpers. Forschungen und Perspektiven zur Finanzgeschichte der Frühen Neuzeit
War der Staat in den letzten Jahrzehnten schon als Auslaufmodell angesehen worden, wurden angesichts der globalen Finanzkrise Rufe nach Eingriffen des Staates und einem Ausbau seiner Verantwortung unüberhörbar. Bereits in der Frühen Neuzeit hatten die Finanzen immer wieder direkte Auswirkungen auf die innere Stabilität und äußere Handlungsfähigkeit von Staaten.
Trotz der zentralen Bedeutung der Finanzen ist ihre historische Erforschung verglichen mit anderen Bereichen der Geschichtswissenschaft besonders im mitteleuropäischen Raum in jüngerer Zeit ein bisher wenig beachtetes und kaum institutionalisiertes Forschungsfeld.
Ziel der Tagung ist es, aktuelle Forschungsinitiativen zusammenzuführen, laufende Projekte zu unterschiedlichen Aspekten der frühneuzeitlichen Finanzgeschichte zu diskutieren, gegenwärtige Trends auszuloten und Perspektiven für zukünftige Forschungen zu entwickeln. Darüber hinaus soll ein Forum zur stärkeren Vernetzung innerhalb der Finanzgeschichtsschreibung geschaffen und somit auch eine Basis für weitere Kooperationen gelegt werden.
