Vortrag bei GaM 13.10.2010: Andrea Maglio – La guglia: Denkmäler des neapolitanischen Barock zwischen Kunst und Religion
Semesterprogramm von Geschichte am Mittwoch
Vortragender: Andrea Maglio (Neapel) – in Kooperation mit dem IEFN
Titel: La guglia: Denkmäler des neapolitanischen Barock zwischen Kunst und Religion
Ort: Hs. 45, Zeit: Mittwoch, 13.10.2010, 18 h c.t.
Moderation: Friedrich Polleroß
Abstract: Die “Guglia” (Obelisk) in Neapel ist ein typischer Ausdruck von Spiritualität und barocker Formensprache. Die drei wichtigsten “Guglie” werden am Ende des 17. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut und prägen fortan das Stadtbild. Sie werden im Rahmen von Prozessionen benutzt und dienen als Szenerie katholischer aber auch von heidnischen Kulten beeinflusster Religiosität. Erst als die Bourbonen Könige von Neapel werden, nimmt die letzte “Guglia”, auf der Piazza del Gesù, auch eine politische Bedeutung an. Diese “Guglie”, die heute als formal ähnliche Monumente betrachtet werden, stammen jedoch aus ganz unterschiedlichen kulturellen und politischen Kontexten.
Zur Person: Prof. Dr. Andrea Maglio ist ausgebildeter Architekt und hat an der Universität Federico II. in Neapel einen Lehrstuhl für Architekturgeschichte inne. Seine Forschungen befassen sich mit der italienischen und deutschen Architektur des 19. sowie 20. Jahrhunderts und speziell mit Neapel zwischen dem 16. und 20. Jahrhundert. Bücher von ihm sind dem Schweizer Architekten Hannes Meyer, dem Wiederaufbau Berlins in der Nachkriegszeit und der „italienischen Reise” deutscher Architekten im 19. Jahrhundert gewidmet.
