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Vortrag bei GaM 24.11.2010: Andreas Gottsmann – „… Ich bin sicher, auf solche Art die versöhnende Kraft der Kunst auch in den Dienst des inneren Friedens im Reiche zu stellen.” – Politische Aspekte der Kulturförderung in Lombardo-Venetien und Böhmen

Filed under: Geschichte am Mittwoch am 18. November 2010

Semesterprogramm von Geschichte am Mittwoch

Vortragender: Andreas Gottsmann (Wien) – Gastprofessor am IfG im WS 2010/11
Titel: „… Ich bin sicher, auf solche Art die versöhnende Kraft der Kunst auch in den Dienst des inneren Friedens im Reiche zu stellen.” – Politische Aspekte der Kulturförderung in Lombardo-Venetien und Böhmen

Ort: Hs. 45, Zeit: Mittwoch, .2010, 18 h c.t.

Moderation: Thomas Fröschl

Abstract: Der Instrumentalisierung der „Italianità” durch den italienischen Nationalstaat wurde bis 1866 von der Wiener Regierung die Förderung der kulturellen Eigenständigkeit der österreichischen Italiener entgegengesetzt. Nach dem Verlust Lombardo-Venetiens wurde allerdings eine offensive, aber politisch riskante „italienische” Kulturpolitik nicht mehr gewagt. Zu einer vergleichbaren regionalen Kunstförderung kam es erst wieder Ende des 19. Jahrhunderts in Böhmen, als große Summen in utraquistische Kulturinstitutionen investiert wurden. Die bis heute wichtigsten Kultureinrichtungen Prags verdanken dem ihre Entstehung und Förderung (darunter Nationalmuseum, Nationalgalerie, Rudolphinum, Konservatorium, Kunstakademie). Es wird darin das politische Bemühen deutlich, dem politischen Auseinanderdriften durch eine intensive Kulturförderung gegenzusteuern und Kunst als Mittel zur Stärkung des staatlichen Zusammenhalts einzusetzen.

Zur Person: Andreas Gottsmann ist Mitarbeiter der Kommission für die Geschichte der Habsburgermonarchie der ÖAW. Seine Forschungsschwerpunkte sind Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte sowie die Nationalitätenproblematik der Habsburgermonarchie, weiters österreichisch-italienische Beziehungen und das Verhältnis von Kirche und Staat in der Donaumonarchie und in der Ersten Republik. Gottsmann hat im WS 2010/11 eine Gastprofessur am Institut für Geschichte der Universität Wien inne.

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