Vortrag bei GaM 6.4.2011: Konstantinos Raptis – Von mitteleuropäischem Adel: Die Grafen Harrach, 1885-1945
Semesterprogramm von Geschichte am Mittwoch
Vortragender: Konstantinos Raptis (Athen)
Titel: Von mitteleuropäischem Adel: Die Grafen Harrach, 1885-1945
Ort: Hs. 45, Zeit: Mittwoch, 6.4.2011, 18 h c.t.
Moderation: Dana Stefanova
Abstract: Die unter Veröffentlichung stehende Monographie untersucht die Grafen Harrach als Fallstudie für die Auseinandersetzung mit den Fragen des Niedergangs bzw. des Obenbleibens des Adels im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in Zentraleuropa. Aufgrund einer eher familien-, wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtlich orientierten Analyse ergibt sich, dass es trotz der politischen Entmachtung des altösterreichischen Adels bereits vor und dann eindeutig nach dem Ersten Weltkrieg und der Auflösung der Habsburgermonarchie den Harrachs (wie auch anderen hochadeligen Familien) gelang, einen Großteil ihres Grundbesitzes und Vermögens in Böhmen, Mähren und Niederösterreich zu behalten und damit bis im Zweiten Weltkrieg ein weitgehend – wenn auch etwas beschränktes – “standesgemäßes” Leben weiter führen zu können.
Zur Person: Konstantinos Raptis, geb. 1966 in Athen, ist Assistenz-Professor für Neuere Europäische Geschichte an der Universität Athen. Studium der Geschichte und Archäologie in Athen und Doktoratsstudium am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien. Dissertation: Kaufleute in der Habsburgermonarchie während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Wien 1996). Seine Forschungs- und Publikationsschwerpunkte liegen in der Sozialgeschichte Zentraleuropas, insbesondere im Bereich der Bürgertums- und Adelsgeschichte.
