Vortrag bei GaM/GiD 5.10.2011: Siegfried Göllner – Die Parteien, die ‘Ehemaligen’ und die Entnazifizierung – Verlaufsskizzen politischer und popularer Diskurse zur Entnazifizierung in Österreich 1945-1957
Semesterprogramm von Geschichte am Mittwoch – Geschichte im Dialog
Vortragender: Siegfried Göllner
Titel: Die Parteien, die ‘Ehemaligen’ und die Entnazifizierung – Verlaufsskizzen politischer und popularer Diskurse zur Entnazifizierung in Österreich 1945-1957
Ort: Hs. 45, Zeit: Mittwoch, 5.10.2011, 18 h c.t.
Abstract: Tragende Elemente des österreichischen Nachkriegsgedächtnisses waren die Externalisierung des Nationalsozialismus und die Opferthese. Im ersten Jahrzehnt der Zweiten Republik erfuhr die staatsrechtliche Opferthese im öffentlichen Diskurs eine Universalisierung, die schließlich auch die “Ehemaligen” in das österreichische Opferkollektiv integrierte.
Im Vortrag werden Ergnisse der Analysen des politischen Diskurses zur “Entnazifizierung”, sowie der Selbstdarstellung ehemaliger Nationalsozialisten in Briefen an die Bundesregierung aus dem Zeitraum 1945-57 vorgestellt. Somit soll versucht werden nachzuvollziehen, wie sich die Entwicklung des politischen und öffentlichen Diskurses zur “Entnazifizierung” in Österreich im Diskurs der “Ehemaligen” spiegelte, wie sich das Angebot von politischer Seite, sich in das Opferkollektiv einzufügen, auf die Selbstdarstellung und die Konstruktion persönlicher Opfernarrative auswirkte und wie umgekehrt Elemente der Populartradition der “Ehemaligen” in den politischen Diskurs Aufnahme fanden.
