DIE SUCHE (PROSPEKTION)


NACH DEN ORTSPLÄTZEN DER VERSCHWUNDENEN 
MITTELALTERLICHEN SIEDLUNGEN

mit den Methoden der geografisch- archäologischen Ortswüstungsforschung

von Kurt Bors

Kurzinformation:


Bei urkundlich bekannten Ortswüstungen wird vorerst eine möglichst enge Eingrenzung des Suchgebietes an Hand der schriftliche Quellen vorgenommen )Z.B.: Gemeinsame Nennung mit heute bestehenden Orten, Namensübereinstimmung oder Verwandtschaft mit Flur- oder Gewässernamen). 
Anschließend und vor allem bei der systematischen Erforschung eines Raumes nach allen – auch nicht aus historischen Quellen erfassten – Siedlungsplätzen setzt die Suche nach den Methoden der geografisch- archäologische Geländeforschung ein.

Der geografische Teil: 
Begehung von Exzentriken (Ausbuchtungen) der Katastralgebiete, Feld- und Wiesenenklaven in Waldgebieten und Siedlungslücken. Suche nach auffallenden Geländehinweisen an bestehenden oder ehemaligen Quellgebieten oder Gewässerfurchen und markanten Oberflächenformen wie „Frontstufen“ von Siedlungsterrassen zu Bachniederungen.

   
Ortswüstung Schmidabach 
von Nord gegen Süd
    

Grafik der Ortswüstung >>


Der archäologische Teil:

Sammlung sämtlicher Oberflächenfunde, die Bewertung – vor allem der Keramik – nach Zahl, Gewicht, Qualität und ihre Datierung.

Die Dokumentation im Wüstungsarchiv, in den Fundberichten aus Österreich des Bun- desdenkmalamtes und in regionalenVeröf- fentlichungen.