Aktuell

  • Vortrag und Diskussion mit Jeroen Dewulf (Berkeley):
    Blaise Cendrars und die nietzscheanischen Wurzeln des multi-ethnischen Identitätskonzeptes in Stefan Zweigs „Brasilien – Ein Land der Zukunft“

    ZEIT: Dienstag, 20. Dezember 2016, 14.30 Uhr

    ORT: Literaturmuseum, Grillparzerhaus,
    Johannesgasse 6, 1010 Wien,
    Veranstaltungssaal, vierter Stock

    THEMA: Um die vielschichtige Bedeutung von Stefan Zweigs Exilwerk „Brasilien – ein Land der Zukunft“ besser verstehen zu können, bietet es sich an, Zweigs Wahrnehmungen der brasilianischen Gesellschaft mit jener des französischen Avantgardisten Blaise Cendrars zu vergleichen, der das Land zur selben Zeit wie Zweig erstmals bereiste. Das Ziel des
    Vortrags besteht dabei weniger darin, Schnittmengen in den Werken beider Autoren zu identifizieren, als vielmehr im Versuch, ihre Arbeiten im größeren Zusammenhang der zeitgenössischen brasilianischer Identitätsdiskurse zu verorten. Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt. mehr »

  • Elisabeth Malleier: Nachfragen. Zum Versuch der familien/auto/biographischen Rekonstruktion von Unterschichtsfamilien am Beispiel zweier alleinerziehender Frauen aus Südtirol während „Option“ und „Rücksiedlung“
    Donnerstag, 15. Dezember 2016, 12:00
    Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
    Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

    Über die Auswirkungen von Politik auf Individuen in Zeiten zweier Diktaturen hinausgehend, thematisiert das 2016 erschienene Buch „Rabenmutterland“ von Elisabeth Malleier auch mehrere Tabus aus den ersten Nachkriegsjahrzehnten der Südtiroler Gesellschaft, wie die Stigmatisierung von psychiatrisch Erkrankten, Alkoholismus und Gewalt in der Familie. In die Familiengeschichte mit eingeflochten sind auch Erinnerungen an die Kindheit und Jugend der dritten Generation, der Autorin dieses Buches, die im Südtirol der 1960-er und 1970er Jahre aufwuchs. Daran schließen sich folgende Fragen: mehr »

  • Ina Markova erhält den Herbert-Steiner-Preis 2016 verliehen vom DÖW und der International Conference of Labour and Social History (ITH).

    Das Institut für Zeitgeschichte gratuliert herzlich.

  • Stellungnahme von Historiker*innen der Universität Wien aus Anlass der Trennung des VW-Konzerns von seinem Chefhistoriker, Wien 07.11.2016

    Als 1996 Hans Mommsen und Manfred Grieger nach langjähriger aufwändiger Forschungsarbeit die Studie Das Volkswagenwerk und seine Arbeiter im Dritten Reich vorlegten, galt dies als ein Meilenstein im Feld der Unternehmensgeschichte. Der Autokonzern Volkswagen hatte eine unabhängige Studie initiiert und aktiv unterstützt, die sich kritisch mit seiner Gründungsgeschichte im NS-Staat, der Rolle der Ikone Ferdinand Porsche und dem Einsatz von tausenden Zwangsarbeiter*innen und KZ-Häftlingen auseinandersetzte. Die Studie fand, im Unterschied zu manch anderen Firmenstudien, allgemeine Akzeptanz.

    Der Vorstand der Volkswagen AG hatte damit ein mutiges Signal gesetzt, das forthin zum Maßstab für das Verhalten anderer Unternehmen in Fragen der Geschichtsaufarbeitung werden sollte. In Österreich nahm sich etwa die VOEST-Alpine die VW-Untersuchung explizit zum Vorbild im Umgang mit ihrer Firmengeschichte. Eine Untersuchung durch unabhängige Historiker*innen konnte von VW daher zu Recht als Erfolgsprodukt eines modernen deutschen Weltkonzerns dargestellt werden, der sich offen seiner gesellschaftlichen Verantwortung für den Umgang mit einer schwierigen Vergangenheit stellt. Für die Wirtschafts- und Zeitgeschichte wurde die herausragende Studie von Mommsen und Grieger zugleich ein Standard für alle weiteren Unternehmensgeschichten. mehr »

  • Das Team des Projekts „Engagement und Professionalisierung“, das sich mit den umfangreichen Hinterlassenschaften der Frauenrechtsaktivistin und deutschnationalen Politikerin Käthe Schirmacher (1865-1930) auseinandersetzt, lädt herzlich zu einem Kolloquium am 25. November 2016 am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien ein.

    Die Veranstaltung mit dem Titel „Käthe Schirmachers Frauenbewegungen – eine kontroverse Aktivistin im Kontext“ widmet sich den vielfältigen Konstellationen, in denen Schirmachers politische Interventionen unter anderem wirksam wurden: Sittlichkeit und Sexualität, transnationalen Frauenbewegungsnetzwerken sowie dem völkischen Milieu der Weimarer Republik. Schirmacher, die heute nicht zuletzt aufgrund ihrer kontroversiellen Positionierungen kaum mehr erinnert wird, soll damit auch als paradigmatische Protagonistin der sich um 1900 dynamisierenden Transformationsprozesse der Geschlechterverhältnisse sichtbar gemacht werden.

    Programm

    Zur besseren Planbarkeit freuen wir uns über Anmeldungen bis zum 20. November unter schirmacher.zeitgeschichte@univie.ac.at.

  • Am 18. November 2016 wurde dem GEDENKDIENST – Verein für historisch-politische Bildungsarbeit und internationalen Dialog im Stadtsenatssitzungssaal des Wiener Rathauses der  Dr.-Karl-Renner-Preis der Stadt Wien 2016 verliehen.

    Das Institut für Zeitgeschichte gratuliert herzlich.

     

     

  • Tim Schanetzky
    Ökonomie der Erfahrung. Zur Wirtschafts- und Konsumgeschichte des
    Dritten Reiches
    Moderation: Sybille Steinbacher

    Dienstag, 22. November 2016
    18:00 Uhr
    Seminarraum I,
    Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
    Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1.13
    1090 Wien mehr »