Ein Rückblick vom Beginn des 21. Jahrhunderts
Mo., 12. 3. 2012, 13 Uhr c.t.
Seminarraum 1
Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Georg G. Iggers (* 1926 in Hamburg) studierte an den Universitäten Richmond (VA) und Chicago (IL). Er war von 1950 bis 1963 als Dozent an afroamerikanischen Colleges in Little Rock und New Orleans tätig und engagierte sich als Bürgerrechtler gegen die Rassenpolitik der USA. Von 1965 bis 1997 war Professor an der Universität Buffalo (New York), an der er 1997 emeritierte. Als einen international führenden Historiographie-Historiker führten ihn Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren, oftmals gemeinsam mit seiner Frau, der Historikerin Wilma Iggers, u. a. nach Göttingen, und nach Leipzig, sowie mehrfach nach Wien und in den letzten Jahren vermehrt nach China.
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, ob und inwiefern auch heute, nach dem Kollaps des Kommunismus und der globalen Hegemonie des Neoliberalismus, trotz des Pessimismus eines Perry Anderson, Geoff Eley oder Eric Hobsbawm, auch im Westen die Tradition der marxistischen Geschichtsschreibung noch relevant ist.
Bücher u.a.:
- A Global History of Modern Historiography, Harlow: Longman 2008 (mit Q. Edward Wang und Supriya Mukherjee)
- Zwei Seiten der Geschichte. Lebensbericht aus unruhigen Zeiten, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2002 (mit Wilma A. Iggers)
Ludwig Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaft und Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien




