11./12.11.2012 – 13. Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte 2012

12.Nov 2012

Mitten im Land der Täter: Juden in Deutschland Alltag und Erfahrung nach der Shoah
In memoriam Nikolaus Lehner

Sonntag/Montag, 11./12. November 2012

Tagungsort: Internationales Jugendgästehaus Dachau
Max Mannheimer Studienzentrum
Roßwachtstr. 15, 85221 Dachau
bildung@mmsz-dachau.de

Projektleitung: Sybille Steinbacher, Universität Wien

Unter den Millionen von Displaced Persons, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland aufhielten, waren in großer Zahl Juden aus Osteuropa. Die nationalsozialistischen Besatzer hatten sie am Ende des Krieges ins Reich verschleppt, wo sie unter verheerenden Bedingungen Zwangsarbeit für die deutsche Kriegswirtschaft leisten mussten. Andere hatten nach dem Krieg ihre Staaten verlassen, da jüdisches Leben dort nahezu vollständig vernichtet war und der Antisemitismus weiterhin grassierte. Viele warteten nach der Befreiung oft jahrelang, bis sie Deutschland endlich hinter sich lassen und sich in Übersee, Palästina oder anderswo eine Existenz aufbauen konnten. Untergebracht in ehemaligen Konzentrations- und Zwangsarbeiterlagern oder anderen zu DP-Camps umfunktionierten Bauten warteten die Überlebenden der Shoah auf ihre Ausreise. Viele Deutsche brachten angesichts ihrer eigenen Sorgen allerdings kaum Interesse für die Bedürfnisse und Nöte der überlebenden Juden auf, im Gegenteil: Sie betrachteten sich selbst als Opfer des Dritten Reiches, des Krieges oder der Kriegsgegner, und nicht selten wurden Juden erneut diskriminiert.

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Das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Sie in dem Flyer zum 13. Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte